Muslim Versager Islam Gewalt

Murat Kayman fragt, ob es legitim wäre, die folgende These aufzustellen: „Versager erziehen ihre Söhne und Töchter zu Islamkritikern!“?

Die SZ führt aktuell ein Interview mit Zana Ramadani, die ihr neues Buch promotet. Ramadani war früher Femen-Aktivistin. Jetzt schreibt sie ein „islamkritisches“ Buch.

Im Interview klingt an, dass Ramadani eine problematische Beziehung zu ihrer Mutter hatte. Das ist traurig. Das haben sicher auch viele andere Menschen. Die schreiben nur keine Bücher, in denen sie eine ganze Religion und alle ihre Angehörigen dafür zur Rechenschaft ziehen.

Weiterlesen https.://turkishpress.de/news/panorama/19-04-2017/muslim-versager-islam-gewalt

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  1. #1 von deradmiral am 19. April 2017 - 17:43

    Murat wirft Zana Anekdoten als Beweismethode zu verwenden ohne selbst Fakten zu verwenden und flüchtet sich in ein Ad-Hominem-Argument. Positiv muss man ihm zu Gute halten, dass er diskutiert und außer dass er persönlich wird, nicht zu Gewalttaten aufruft.

  2. #2 von aranxo am 19. April 2017 - 18:09

    Klar wäre es legitim, diese These aufzustellen. Der Fakt, dass eine These kompletter Bullshit ist, ändert ja nichts an der Legitimität sie aufzustellen. Man macht sich damit halt nur selbst zum Idioten.

    Ansonsten argumentiert Kayman mit den üblichen Ablenkungsmanövern, wie etwa:

    Das ist ganz gewiss ein Problem. Es fragt sich nur, ob das ein „muslimisches Problem“ ist? Passiert das Gleiche der sächsischen Mutter mit ihrem Rico nicht auch? Oder der Mutter aus Berlin mit ihrem Ronny? Oder der Mutter aus der Elbchaussee mit ihrem Maximilian? Oder der amerikanischen Mutter mit ihrem Donald?

    Damit soll verdeckt werden, dass die Dimensionen ganz andere sind, was bei Einzelfällen auf individuelle Fehler, bei flächendeckenden Problemen aber auf systemische Fehler zurückzuführen ist. Das ist in etwa wie der Ablenkungsversuch „Oktoberfest“ der Gruppe #ausnahmslos nach der Kölner Silvesternacht. Also die Verdeckung der Frage nach dem Ausmaß und die Verdeckung der Frage, ob unliebsame Erscheinungen trotz oder wegen zugrundeliegender Weltanschauung passieren.

    Und Schuld ist mal wieder die Gesellschaft, die Muslimen noch nicht genug entgegen kommt.

  3. #3 von Willie am 19. April 2017 - 21:35

    Zana Ramadani popularisiert mMn das Thema Islamkritk ebenso, wie es hier Murat Kayman tut.
    Anstatt die angesprochenen Punkte unpersönlich auseinander zu nehmen geht Kayman bereits zu Anfang auf das pers. Umfeld dieser Frau ein:

    Im Interview klingt an, dass Ramadani eine problematische Beziehung zu ihrer Mutter hatte. …

    Damit werden dann alle weiteren Punkte automatisch mit ihrer Familie verknüpft.

    Das Interview von Ramadani selbst böte genügend Angriffspunkte ohne diesen persönlichen Angriff
    [http://www.tagesanzeiger.ch/sonntagszeitung/Muslimische-Muetter-erziehen-ihre-Soehne-zu-Versagern/story/16550895

    Das alles erinnert an die Böhmermannschen Produktionsmethoden deutscher Popmusik, übertragen auf die Frage, ob wir es noch mit einer „Islamkritik-Industrie“ oder schon mit einer „Industrie-Islamkritik“ zu tun haben?

    Die gleiche Frage stelle ich, allerdings das „Islamkritik“ erweitert als „Islamkritikgegner“. Anstatt sich mit den Inhalten wirklich auseinanderzusetzen werden erst einmal pers. Angriffe gefahren.

    Auf einen Punkt möchte ich dennoch eingehen:

    Damit meint Ramadani, die Religion sei die Ursache dafür, dass Mütter ihre Söhne verhätscheln, ihnen jeden Wunsch erfüllen, ihnen jede Verfehlung durchgehen lassen und sie somit zu unselbständigen, beziehungsgestörten Egomanen aufwachsen lassen, die später an den Anforderungen einer differenzierten Gesellschaft scheitern. Das ist ganz gewiss ein Problem. Es fragt sich nur, ob das ein „muslimisches Problem“ ist?

    Nein, es ist nicht ein „[rein] muslimisches Problem“, zumindest ich erkenne dieses Problem auch in den anderen Religionen, da sie alle auf diesem Patriarchat aufbauen. Hier, in Chile sagt man „Alle Frauen beschweren sich über den Machismo, aber all diese Frauen erziehen ihre Söhne dennoch zum Machismo“. Das Problem dahinter ist, dass man dort Rollenbilder festgeschrieben hat, die bei „unseren“ deutschen Taufscheinchristen weitgehend durchbrochen wurden. Frauen dürfen und sollen Bildung haben, sie sollen am gesellschaftlichen Leben teilhaben und sie sollen eben nicht mehr heiraten um dann im háuslichen Umfeld zu verschwinden und den männlichen Mitgliedern der Familie eine gute Dienerin sein. Und da ist das Problem bei den muslimischen Gruppen am offensichtlichsten.

    Kurz: Wer nur auf KKK (Küche, Kinder, Kirche bzw. Religion) reduziert wird, der lebt auch nur KKK aus und gibt dies an die Kinder weiter. Dabei ist es dann uninteressant ob dies durch eine Harz4-Mutter (so verstehe ich den Hinweis auf sächsische und Berliner Mutter), eine dekorative Vorzeigemutter aus der Elbchaussee oder dem amerikanischen Raum.

  4. #4 von paul0f am 20. April 2017 - 19:42

    Murat Kayman fragt, ob es legitim wäre, die folgende These aufzustellen: „Versager erziehen ihre Söhne und Töchter zu Islamkritikern!“?<

    Paul F. stellt sich die Frage, ob die Aufstellung der folgende These legitim wäre: „Viele Realitätsverweigerer und gesellschaftliche Versager flüchten sich nur zu gerne in die Religion und legitimieren ihr (zum Teil) verbrecherisches Machwerk mit irrealen Fantasiegestalten, die sie dann „Götter“ nennen!“. ^^