Theologe Huber: „Der gläubige Mensch stirbt gesünder“

Im Ostersonntags-Interview mit Conny Bischofberger spricht der Mediziner und Theologe über Mut, Zweifel und ein pikantes Gerücht.

(…)

Vor Jahrhunderten seien Menschen verbrannt worden, die nicht an Gott glaubten. Heute sei es umgekehrt: Jene, die sich als gottgläubig definieren, würden von Teilen der Gesellschaft geächtet. Und wenn sie Wissenschaftler sind wie er, auch abqualifiziert.

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Beide Weltanschauungen, die des Glaubens und die des Nicht-Glaubens, sollen auf gleicher Augenhöhe sein.

(…)

Für den religiösen Menschen ist der Tod so etwas wie eine Gütertrennung. Ein Teil, der Körper, wird entsorgt, ein anderer Teil kehrt dorthin zurück, wo es weder Raum noch Zeit gibt. Die Engel sind auch zeitlose und raumlose Wesen, jenseits aller Universen.

(…)

Stirbt der gläubige Mensch leichter?

Erstens einmal stirbt er gesünder. Da gibt es ja diese wunderbare Studie, wo Herzinfarktpatienten untersucht wurden. Jene, die gebetet haben, erlitten weniger häufig einen zweiten Infarkt. Aber ich denke auch, dass jemand, der gläubig ist, in großem Frieden in sein neues Dasein hinübergehen kann. Das ist ja die Zentralaussage des Christentums: Dass wir auf dieser Welt nur im Exil sind, dass wir postmortal wieder dorthin gehen müssen, von wo wir pränatal gekommen sind.

weiterlesen:

[http://www.krone.at/oesterreich/huber-der-glaeubige-mensch-stirbt-gesuender-oster-interview-story-564729

 

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  1. #1 von Skydaddy am 17. April 2017 - 08:08

    Der gläubige Mensch stirbt gesünder

    Das ist natürlich das beste Argument, das ich je gehört habe! (zyn off)

    Vor Jahrhunderten seien Menschen verbrannt worden, die nicht an Gott glaubten. Heute sei es umgekehrt: Jene, die sich als gottgläubig definieren, würden von Teilen der Gesellschaft geächtet. Und wenn sie Wissenschaftler sind wie er, auch abqualifiziert.

    Als Wissenschaftler müsste er wissen, dass Kritik dazu gehört. Das ist etwas anderes als Verbrennen. Wissenschaftliche Thesen werden kritisiert, nicht Wissenschaftler verbrannt.

    Aber bei dem Schwachsinn, der er absondert, darf er sich nicht wundern, dass er kritisiert und nicht ernstgenommen wird:

    Aber es ist eine Tatsache, dass sich dem menschlichen Gehirn nur ein ganz kleiner Teil der Wirklichkeit erschließt. Vieles bleibt uns verborgen. Trotzdem existiert es! Das gilt auch für physikalische Phänomene. Bei der Lichtgeschwindigkeit beispielsweise hört die Zeit auf, Zeit zu sein. Das übersteigt unseren Erkenntnishorizont bei Weitem.

    Christina-Aus-der-Au-Niveau! Der bloße Umstand, dass es Dinge gibt, die wir nicht wissen oder kaum begreifen können, kann kein Blankoscheck für jedwede schwachsinnige Behauptung sein!

  2. #2 von teatime am 17. April 2017 - 08:16

    Vor Jahrhunderten seien Menschen verbrannt worden, die nicht an Gott glaubten Heute sei es umgekehrt: Jene, die sich als gottgläubig definieren, würden von Teilen der Gesellschaft geächtet.

    Ist ja fast dasselbe: Ob ein Mensch bei lebendigem Leib verbrannt wird, oder ob sein Aberglauben lächerlich gemacht wird.

    Mehr brauch ich eigentlich nicht zu lesen.

  3. #3 von Skydaddy am 17. April 2017 - 08:17

    Beide Weltanschauungen, die des Glaubens und die des Nicht-Glaubens, sollen auf gleicher Augenhöhe sein.

    Das ist geistiges Hühneraugen-Niveau.

  4. #4 von Gerry am 17. April 2017 - 08:36

    Den Bemühungen um das Zustandekommen eines Patientenverfügungsgesetzes stand er skeptisch gegenüber. Er begründete das damit, dass Patienten einfach vertrauen könnten, dass Ärzte ihre Wünsche berücksichtigen, selbst wenn es so problematische Wünsche wie die Verweigerung von Bluttransfusionen wären.[1] Nach Inkrafttreten des Patientenverfügungsgesetzes erklärte er in völligem Gegensatz dazu öffentlich, sich nicht an alle verbindlichen Patientenverfügungen zu halten, und forderte Verständnis für Kollegen, die sich über den ausdrücklichen Patientenwillen hinwegsetzen, falls dieser auf einem „theologisch falschen“ Hintergrund beruhe, wie z. B. bei der Verweigerung von Bluttransfusionen.

    [https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Huber_(Mediziner,_1946)

    Was für eine dreckige Ratte!

  5. #5 von namsawam am 17. April 2017 - 08:42

    Gerry, Du kennst Ratten offensichtlich nicht – sonst würdest Du sie nicht beleidigen.

  6. #6 von Gerry am 17. April 2017 - 08:50

    @ namsawam

    Deswegen steht da ja auch „dreckig“ 🙂
    Schließlich sind Ratten an sich ja ziemlich reinliche Tiere und von daher halte ich ein dreckiges Tier das noch dazu offensichtlich keinerlei Anstalten zur Säuberung macht doch für eine recht passende Analogie.

    Man könnte stattdessen natürlich auch „denk- und lernunwilliges Exemplar der Gattung Homo sapiens“ sagen, aber das hat irgendwie weniger Dampf.

  7. #7 von Hypathia am 17. April 2017 - 09:25

    Bei der Überschrift fällt mir sofort ein Witz ein: 😉

    Ein Mann geht zum Arzt und sagt: Herr Doktor, bitte helfen Sie mir, ich möchte 130 Jahre alt werden.
    Der Arzt: Nun gut. Wie viel rauchen Sie?
    Patient: Aber Herr Doktor, ich rauche doch nicht, das ist ja ungesund!
    Arzt: Okay. Wie viel Alkohol trinken Sie?
    Patient: Keinen, Herr Doktor, ich will mich ja nicht vergiften!
    Arzt: Aha. Wie oft haben Sie Sex?
    Patient: Nein, nein, beim Sex könnte ich mich ja mit irgendwas anstecken!
    Arzt: Und wozu wollen Sie jetzt 130 Jahre alt werden?

  8. #8 von Yeti am 17. April 2017 - 09:37

    Wenn ich mal sterbe, will ich alt und krank sein, nicht gesund und fit!

    (Jack Nicholson)

  9. #9 von Deus Ex Machina am 17. April 2017 - 10:04

    @ teatime:
    Ja, aber sicher ist das doch das Gleiche! Leute wie Huber wähnen sich wohl auch schon mit einem Fuß wieder in den Arenen Roms, wo sie von wilden Tieren zerfleischt werden sollen, nur weil andere Menschen in Deutschland an Karfreitag tanzen.
    Es zeigt sich mal wieder: Gläubige haben kein Augenmaß! Für seine Thesen verlacht zu werden, und sich dann mit dem Opfer von Verbrennung bei lebendigen Leib zu vergleichen, ist im besten Fall einfach nur dumm und geschmacklos.
    Aber hey, warum sich nicht gleich mit einem KZ-Insassen auf dem Weg zur Gaskammer vergleichen, nur weil andere deiner Ansicht nicht zustimmen?
    Dieser christli. Opferkomplex ist nur noch peinlich!

  10. #10 von Paul0f am 17. April 2017 - 11:42

    Aber ich denke auch, dass jemand, der gläubig ist, in großem Frieden in sein neues Dasein hinübergehen kann. Das ist ja die Zentralaussage des Christentums: Dass wir auf dieser Welt nur im Exil sind, dass wir postmortal wieder dorthin gehen müssen, von wo wir pränatal gekommen sind.<

    Wenn das die zentrale Botschaft des Christentums ist, dann sollten Christen doch liebend gerne sterben und nicht krampfhaft versuchen, am Leben zu bleiben.^^ Die Realität zeigt aber, das es genau andersrum ist. Ein Schelm …..

    Und dann würde mich mal interessieren, wie,was und wo in den scheinheiligen Schriften (in meinen Augen literarischer Schund) was von der pränatalen Phase steht. Ich mag mich irren, aber iirc ist der theologische Dünnpfiff lediglich auf das reale Leben und dem angeblichen Leben nach dem Tod gemünzt. (?)

    Wie dem auch sei .. Theologisch Indoktrinierte sind in meinen Augen lediglich plumpe Lügner und Märchenerzähler (und dann auch noch schlechte Märchen). Die von Huber gemachten Behautungen sind haltlos und der theologisch motivierten Tieffliegerei entsprungen.

    Fazit: Huber .. mach´n Kopp zu!

  11. #11 von Paul0f am 17. April 2017 - 11:58

    Huber .. welch ein ekelhafter theologischer Dummschwätzer.
    Der kann sich getrost in eine Reihe mit Bergoglio, Ratzinger und Co stellen.

  12. #12 von Vampyrella am 17. April 2017 - 19:49

    Der gläubige Mensch stirbt im Wahn. Der hat nämlich Angst vor der Hölle.

  13. #13 von user unknown am 17. April 2017 - 21:16

    Da gibt es ja diese wunderbare Studie, wo Herzinfarktpatienten untersucht wurden. Jene, die gebetet haben, erlitten weniger häufig einen zweiten Infarkt.

    Ich bin beruhigt. Endlich doch ein Gottesbeweis!

    Sicher bekommen wir Autoren des Papers, Titel und Uni noch nachgeliefert.

  14. #14 von drawingwarrior am 17. April 2017 - 21:48

    Wer früher stirbt ist länger tot und ewig währt am längsten!