„Gott ist ein weiser Freund“

Auch wenn heutzutage der Egoismus und der Selfie-Wahn überhand nähmen, auch in der Moderne sei noch Platz für Gott, erklärte die Lyrikerin Ulla Hahn im DLF. Gott sei sowohl in ihr als auch ein weiser Freund, mit dem sie regelmäßig das Gespräch suche. Damit unterscheide sich ihre heutige Gottesvorstellung stark von der ihrer Kindheit.

(…)

Hahn: Als ein weiser Freund, als ein Freund, der vor Ewigkeit schon so sehr viel mehr erlebt hat als ich, ganz zu schweigen jetzt von der Jesus-Figur. Der hat ja nun wirklich alles durchgemacht. Ja meine Güte, dem kann man sich doch anvertrauen. Mit dem kann man in ein Gespräch kommen. Und dieses Gespräch, das schwächt mich doch nicht; das macht mich doch stark.

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[http://www.deutschlandfunk.de/egoismus-und-glaube-gott-ist-ein-weiser-freund.694.de.html?dram:article_id=383832

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  1. #1 von Gerry am 16. April 2017 - 18:05

    Gott ist doch wohl der ultimative Egoismus, schließlich hat jeder Gläubige ganz eigene Vorstellungen von seinem Gott die öfters mal mit denen anderer Gläubiger kollidieren.

  2. #2 von Hypathia am 16. April 2017 - 18:57

    „Mit dem kann man in ein Gespräch kommen.“

    Setzt ein Gespräch nicht voraus, dass mindestens 2 Personen miteinander sprechen, also beide irgendetwas sagen?
    Blöd, dass dieser Jesus so selten was sagt. 😉

  3. #3 von Unechter Pole am 16. April 2017 - 19:05

    Ich erlaube mir, diesmal auf ein Foto des weisen freundlichen böhmischen Sängers ausnahmsweise zu verzichten.

  4. #4 von Yeti am 16. April 2017 - 19:49

    Gott ist ein weiser Freund.
    Und ich bin ein Depp.

    ftfy

  5. #5 von oheinfussel am 16. April 2017 - 20:15

    Den Gott der Bibel meint man wohl eher nicht – der ist kein Freund. Der ist nicht einmal ein Bekannter.

    Der ist einfach ein sadistisches jähzorniges Arschloch mit ausgeprägten narzisstischen Tendenzen

  6. #6 von Charlie am 16. April 2017 - 21:55

    Wie ein weiser Freund, der nicht spricht.

  7. #7 von Willie am 17. April 2017 - 02:43

    Damit unterscheide sich ihre heutige Gottesvorstellung stark von der ihrer Kindheit.

    Womit sie ja zum Ausdruck bringt, dass dieser Gott nur im Gehirn der Menschen entsteht und vorhanden ist.

    Als ein weiser Freund, als ein Freund, der vor Ewigkeit schon so sehr viel mehr erlebt hat als ich, …

    Da hat jemand das christliche Gottesbild nicht verstanden. Zum einen soll der ALLwissend sein und weiß daher bereits alles ohne was erlebt zu haben. Zum anderen ist er aber auch so fehlerbehaftet, da er Schmerz & Leid nicht hat erleben können (was so manche Greueltat des AT erklärt), wesshalb er sich selbst reproduzieren musste um dies dann doch irgendwie mal hin zu bekommen. Immer dann, wenn er dreigeteil auftritt wissen es die zwei anderen Teile wieder nicht mehr.

  8. #8 von Skydaddy am 17. April 2017 - 06:15

    Es hat sich doch gezeigt, dass „Gott“ immer der gleichen Meinung ist wie der jeweilige Gläubige.

    Das spricht erstens dagegen, dass Gott weise ist, und zweitens wird es dadurch unnötig, ihn um Rat zu fragen.

  9. #9 von Noch ein Fragender am 17. April 2017 - 11:23

    Ich meine, selbst der krudeste Atheist kann doch nicht glauben, dass er immer alles im Griff hat. Der nennt das dann eben Zufall oder Glück oder Pech.

    Und wie nennt es Frau Hahn?

    Ihr mystischer Gott hat jedenfalls den Weltenlauf auch nicht im Griff:

    Da bin ich auch wieder bei der Mystik. Gott ist nicht irgendetwas, jedenfalls für mich nicht, was irgendwie da in den Wolken herumgeistert oder sonst wo; der ist in mir.

    Unausgegorenes, dilettantisches Dichtergeschwafel über Atheismus und Rationalismus. Noch nicht mal als Poesie gut.

  10. #10 von Skydaddy am 17. April 2017 - 11:49

    @Charlie:

    Ein Buddhist würde sich jetzt wahrscheinlich fragen:

    Ist jemand, der weise ist, sich aber nie meldet, wirklich weise?

  11. #11 von Noch ein Fragender am 17. April 2017 - 18:24

    @ #10 Skydaddy

    Die alten Römer geben den Tipp zu schweigen, wenn man weiterhin als weise gelten will:

    Si tacuisses, philosophus mansisses.
    (Wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph (einer der die Weisheit liebt) geblieben).

  12. #12 von Skydaddy am 17. April 2017 - 18:30

    @NeF:

    Den Spruch kenn‘ ich – den bringen wir beim Ketzerpodcast so ziemlich in jedem Spaemann-Segment.

  13. #13 von Noch ein Fragender am 17. April 2017 - 19:27

    @ #12 Skydaddy

    Passt! 🙂