Wie starb Jesus?

1968 wurden bei Jerusalem die ersten archäologischen Hinweise für Kreuzigungen gefunden, doch die Funde verschwanden auf mysteriöse Weise für Jahrzehnte. Erst jetzt werden sie erneut untersucht – mit verblüffendem Ergebnis.

Zum Video:

[http://www.spiegel.de/sptv/spiegeltv/tv-doku-geheimnisse-der-kirche-wie-wurde-jesus-gekreuzigt-a-1143100.html

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  1. #1 von user unknown am 15. April 2017 - 12:11

    Oh, man, ist das nervend. Ständig Werbeunterbrechungen, idiotisch zu bedienender Player, Dramaturgie, in der die Ausgangsfrage und Zwischenergebnisse 10x wiederholt werden und dann der Inhalt!

    Hätte, wenn und wäre.

    Es wird versucht die Spuren dieses Fundes mit den Evangelien in Übereinstimmung zu bringen, so als seien letztere, wenn auch faktenarme, aber verlässliche Belege (Jesus trug das Kreuz selbst, bekam Essig mit einem Zweig verabreicht, bekam einen Lanzenstich versetzt). Also war es ein kleines Kreuz, so der Schluss und die Kreuzigung soll einen langsamen, qualvollen Tod bewirken. Letzteres ist mir nicht ganz eingeleuchtet. Der Player mit der Werbung verleidet einem aber das hin- und hernavigieren.

    Dann wird nur versucht verschiedene Fakten, Indizien und Spekulationen unter einen Hut zu bekommen. Diese Spekulationen auch zu entkräften wird nicht versucht. Die Zeichenfolge Chi-Rho wird als graphisches Zeichen umgedeutet und alte Embleme/Mosaike als Indizien präsentiert. Allerdings ist eines der Zeichen dann doch wieder eher ein Plus und Rho, als ein Chi, ohne dass dieser Widerspruch thematisiert wird, weil man auf das Andreaskreuz als Symbol hinauswill, welches als Chi später fehlgedeutet wurde. Ob Abkürzungen mit zwei Anfangsbuchstaben zu der Zeit üblich waren wird nicht thematisiert. Ebensowenig

    Es wird auch nicht berücksichtigt, welche Rolle das Kreuz-Selbsttragen, das Essigreichen und der Lanzenstich aus theologischer Sicht haben. Vieles in der Jesuslegende ist ja angebliche Erfüllung von jüdischen Weissagungen. Ist das hier auch so? Mir ist so, aber sowas wird nicht thematisiert.

    Ich meine zu der Lanze, da heißt es doch, dass Blut und Wasser aus der Wunde traten, worauf der Hauptmann rief „Beim Barte des Propheten, es wirklich der Gottessohn!“. Wieso Blut und Wasser ein Beleg dafür sind weiß ich nicht – nach einem römischen oder nach einem jüdischen Glauben? – aber das ist wohl die Funktion der Lanzenstory, nicht der Beleg einer Folternatur des Kreuzestods.

    Der Legende nach hat Jesus ja 3 Stunden am Kreuz gehangen, bis er starb. Das erscheint mir auch nicht wenig, für eine Folter. Die Hexen, die später in seinem Namen verbrannt wurden, sind ja auch gequält worden, aber sicher relativ schnell erstickt auf ihren Scheiterhaufen, bevor sie verbrannten.

    Offenbar weiß man über die Kreuzigungspraktiken der Römer letztlich herzlich wenig. Gab es da rumreisende Consultants, die darauf achteten, dass immer nach DIN-Norm gekreuzigt wurde, oder machte das jedes Exekutionskommando, wild zusammengewürfelt, Pi mal Schnauze, so dass dieser eine Fund letztlich wenig darüber sagt, wie das Jahre früher oder später umgesetzt wurde?

    Und die große Aufblähung „das letzte Geheimnis“, „das große Geheimnis“ nervt auch gewaltig. Welche Relevanz hat das nun, ob jemand so oder anders gekreuzigt wurde? Als ob sich Christen für Fakten interessieren. Selbst wenn, lässt sie dieses Reportageentertainment wohl unbefriedigt zurück.

  2. #2 von Skydaddy am 15. April 2017 - 12:30

    @uu:

    Wahrscheinlich stand auf dem Schild über Jesus auch gar nicht „INRI“, sondern „gekreuzigt nach ISO 9000.

  3. #3 von user unknown am 16. April 2017 - 14:07

    @Skydaddy:
    Vielleicht willst Du an meinem Quiz teilnehmen ?

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