Wie Bildung und Religion (und Atheismus) zusammenhängen

Das haben Wiener Forscher erhoben. Eines der Ergebnisse: Frauen aller Religionen holen auf.

(…)

Im Fokus der Studie sind auch Agnostiker und Atheisten – eine Gruppe, die früher als besonders gebildet galt. Das hat sich geändert, insbesondere in den osteuropäischen Ländern sowie in Ostdeutschland, wo diese Menschen bereits zur Mehrheit gehören. Dort gibt es kaum mehr Unterschiede zwischen Atheisten und Religiösen.

In Brasilien beobachteten die Studienautoren sogar Gegenteiliges: Dort war die ältere Generation an Atheisten die am besten gebildete. Heute ist das Gegenteil der Fall, Atheisten haben die geringste Bildung genossen. Der Grund: Die wirtschaftlich Abgehängten, die sich von den Eliten nicht wahrgenommen fühlen, und der katholischen Kirche den Rücken gekehrt haben, bezeichnen sich selbst als Atheisten.

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[https://kurier.at/wissen/wie-bildung-und-religion-zusammenhaengen/258.187.395

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  1. #1 von Willie am 16. April 2017 - 01:53

    Sechs Jahre haben die Forschungen gedauert: Erhoben wurde dabei, wie die Ausbildung der Juden, Christen, Muslime, Hindus, Buddhisten sowie der Religionslosen ist.

    Das heißt, man hat nur die untersucht, die von Anfang an zu der jeweiligen Gruppe gehörten (und dann weiterhin dazugezählt werden).

  2. #2 von meteo am 16. April 2017 - 10:35

    Ein riesiges Problem ist, dass in den letzten Jahrzehnten der intellektuelle Atheismus stark abgenommen hat. Heutzutage sind es hauptsächlich die religiös nicht interessierten Leute, die atheistisch sind, also genau die falsche Entwicklung. Bei Intellektuellen hat sich der Pendel umgekehrt, heute ist das an der Mode, gläubig zu sein (zum Teil kann man sich dafür bei den Kommunisten „bedanken“). Die besseren Argumente haben Leute wie Richard Dawkins oder Dan Barker, aber sie sind kaum hörbar (auch von sogenannten Atheisten). Auf der anderen Seite sind die unehrlichen und betrügerischen Äusserungen der Missionaren und Bibelapologeten eine Beleidigung gegen den Menschenverstand, aber diese werden sehr viel verbreitet (durch eine extrem motivierte Bevölkerung, die damit Menschen vor dem ewigen Leid zu retten glaubt), suchende Leute hören fast nur das.

  3. #3 von uwe hauptschueler am 16. April 2017 - 13:30

    In dem Artikel gibt es eine Grafik in der Buddhisten mit einem d geschrieben wird. Wie viele Leute an dieser Studie mitgearbeitet haben weiß ich nicht. Aber wenn es nach sechs Jahren niemand auffällt wenn in einer Grafik „Budhisten“ steht, spricht dies nicht für die Qualität der Studie.

  4. #4 von Unechter Pole am 16. April 2017 - 19:09

    @uwe
    Das waren ja bestimmt alles ungebildete Atheisten.