Streit um Kreuz-Anhänger: Kirche wirbt für Großzügigkeit

Im Fall einer Berliner Lehrerin, der das Tragen einer Halskette mit Kreuz-Anhänger in der Schule untersagt worden sein soll, wirbt die evangelische Landeskirche für mehr Großzügigkeit in der Auslegung des Berliner Neutralitätsgesetzes.

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[http://www.evangelisch.de/inhalte/143164/13-04-2017/streit-um-kreuz-anhaenger-kirche-wirbt-fuer-grosszuegigkeit

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  1. #1 von K.Brückner am 13. April 2017 - 17:57

    Wer für das Kreuz ist im öffentlichen Raum, ist am Ende auch für das Kopftuch, die Burka und ganz andere unakzeptablen religiösen Symbole und Rituale. Neutralität muss für alle gelten. Wenn wir das Problem religiöser Fundamentalismus lösen wollen, dann müssen wir die Religionen und zwar alle in den privaten Raum zurückdrängen. Wer das nicht einsieht unterstützt am Ende den Kampf der Kulturen mit allen, wahrscheinlich sehr schrecklichen Konsequenzen.

    K.Brückner

  2. #2 von Willie am 14. April 2017 - 00:37

    Im Fall einer Berliner Lehrerin, der das Tragen einer Halskette mit Kreuz-Anhänger in der Schule untersagt worden sein soll …

    Was ja nicht der Fall ist, da nur sichtbar getragene Religionssymbole unter der Kleidung versteckt werden solle.

    Es sollte auch für Lehrer möglich sein, „religiöse Zeichen zu tragen, solange der Schulfrieden dadurch nicht gestört wird“, sagte der Berliner Landesbischof Markus Dröge am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd).

    Auch einem drögen Dröge sollte es möglich sein auf den Gesetzestext zuzugreifen:
    http://gesetze.berlin.de/jportal/portal/t/iaf/page/bsbeprod.psml?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&fromdoctodoc=yes&doc.id=jlr-VerfArt29GBE2005pP2&doc.part=X&doc.price=0.0&doc.hl=0

    Dort steht sogar, dass es möglich ist das Symbol zu tragen, a) eben nur nicht sichtbar und b) ganz offen und aufgeilend im Religionsunterricht.

    Dröge verwies dabei auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom Januar 2015.

    Warum nicht auf das EuGH-Urteil von 2017 zum zulässingen Verbot des Kppftuches? Dieses Urteil ist jünder und beinhaltet auch inhaltlich die Berwertung religiöser Symbole im Kundenkontakt, d.h. hier der Schüler.

  3. #3 von Skydaddy am 14. April 2017 - 06:40

    @Willie:

    Wie auch schon sein Vorgänger Wolfgang Huber hat Markus Dröge keine Hemmungen, die Wahrheit in unredlicher Weise zu seinen Gunsten zu verbiegen.

  4. #4 von Muriel am 14. April 2017 - 10:42

    Ich finde zwar, dass Arbeitgeberinnen grundsätzlich das Recht haben sollten, sowas vorzuschreiben, aber andererseits erstens, dass es in der Regel nicht in Ordnung ist, das auf diese Weise zu tun, und zweitens, dass der Staat als Arbeitnehmer natürlich weniger frei ist als private, deshalb bin ich hier recht deutlich auf Seiten der Lehrerin.
    Wäre aber echten Argumenten gegen die sichtbare Kette gegenüber aufgeschlossen.

  5. #5 von Skydaddy am 14. April 2017 - 11:47

    @Muriel: M.E. haben wir hier eine Situation, wo der Arbeitgeber religiöse Symbole (in zurückhaltendem Rahmen) verbieten kann, aber nicht muss.

  6. #6 von Muriel am 14. April 2017 - 11:50

    M.E. wohl auch. Aber ich finde, er macht einen Fehler, wenn ers auf diese Weise tut.

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