«Es braucht aufgeklärten Glauben»

Christian Rutishauser ist der oberste Schweizer Jesuit. Er sagt, das Christentum solle hierzulande nicht krampfhaft an Privilegien festhalten.

weiterlesen:

[http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/es-braucht-aufgeklaerten-glauben/story/28653564

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  1. #1 von F. M. am 13. April 2017 - 11:41

    Wer aufgeklärt ist und handelt, glaubt nicht. Er weiss es entweder, oder er weiss es (noch) nicht.

  2. #2 von Skydaddy am 13. April 2017 - 12:31

    Ich habe nur bis hierher gelesen:

    Trotzdem wird viel Leid von Personen verursacht, die sich auf eine Religion berufen – derzeit etwa mit dem islamistischen Terror.

    Extremformen von Religionen sind eher ein Problem, das die säkulare Welt geschaffen hat. Oft sind wirtschaftliche Gründe die Ursache dafür, dass Menschen extremistisch handeln und dazu eine Religion instrumentalisieren. Der Mensch hat eine religiöse Seite, eine Offenheit zur Transzendenz hin. Wird diese Seite bekämpft oder unterdrückt, verschafft sie sich erst Recht Raum. Extremismus ist eine Art Rückkehr des Verdrängten, eine Religion in verzerrter Form, um in der Terminologie von Sigmund Freud zu sprechen. Es wäre falsch, die Religion auf etwas Vormodernes zu reduzieren und in einen Gegensatz zur Aufklärung zu stellen.

  3. #3 von Yeti am 13. April 2017 - 19:50

    Der Mensch hat eine religiöse Seite, eine Offenheit zur Transzendenz hin.

    Nicht alle, gottseidank. Aber er hat schon recht, manche Menschen sind nicht ganz dicht. An den Stellen kommt oft eine Menge Dampf raus. Und wenn man die versucht zuzustopfen, platzt irgendwo anders was weg; ein Flicken, den die notwendige Rationalität im Leben da draufgenietet hat.

    Besser wird es selten, wenn sich der Druck der Rationalität im Kessel mit transzendentalen Undichtigkeiten unkontrolliert erhöht. Und ehe meine „Metaphern“ sich um meinen Hals schlingen und mich erwürgen, höre ich lieber auf.