„Ein Gott, der bewiesen ist, ist ein Götze“

Benediktinerpater Christoph Gerhard (52) aus Münsterschwarzach schaut mit Teleskopen in die Sterne. Dazu hat er nun ein Buch verfasst. Im Interview spricht Gerhard über die Suche nach dem lieben Gott und über Außerirdische.

(…)

Aber ich muss als Mensch die beiden Seiten Naturwissenschaft und Glaube verbinden, das Objektive mit meiner subjektiven Beziehung zu Gott. Da wird es immer dynamisch bleiben. Ein Glaube, der bewiesen ist, ist tot und ein Gott, der bewiesen ist, ein Götze.

weiterlesen:

[http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/ein-gott-der-bewiesen-ist-ist-ein-gotze

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  1. #1 von Smiling_Joe am 13. April 2017 - 10:30

    Einen Glauben beweisen? Wie soll das gehen?

  2. #2 von Christian am 13. April 2017 - 10:38

    Er weiß aber schon, dass „Götze“ eine Bezeichnung für einen der eigenen Religion fremden Gott ist.
    Das heißt also folglich: Sollte der Gott irgendeiner Religionsgemeinschaft bewiesen werden können, ist es der Gott einer anderen Religionsgemeinschaft.
    So ein Schwachsinn!

  3. #3 von Skydaddy am 13. April 2017 - 10:48

    Dann ist Pater Christoph offenbar ein Götzendiener, denn das erste der 245 katholischen Dogmen mit Status „de fide“ besagt:

    Gott, unser Schöpfer und Herr, kann aus den geschaffenen Dingen durch das natürliche Licht der Vernunft mit Sicherheit erkannt werden.

  4. #4 von Charlie am 13. April 2017 - 11:18

    Wenn man merkt, dass man Gott nicht beweisen kann.

  5. #5 von Elvenpath am 13. April 2017 - 11:25

    Das sind diese Zwangsneurosen der Gläubigen: Sie müssen alles mit ihren Glauben in Einklang bringen, egal, wie absurd es ist.

  6. #6 von oheinfussel am 13. April 2017 - 11:27

    So viel Schwachsinn auf einen Haufen – warum lässt Gott das zu?!

  7. #7 von Unechter Pole am 13. April 2017 - 12:32

    Ein Gott, der bewiesen ist

  8. #8 von Unechter Pole am 13. April 2017 - 12:34

    ich siehe aber keinerlei Ähnlichkeit an einen Götze.

  9. #9 von stephancologne am 13. April 2017 - 12:35

    Erzähl das mal Gödel.

  10. #10 von evildrummer666 am 13. April 2017 - 14:11

    Ein Gott, der nicht bewiesen ist, ist ein Hirngespinst.

  11. #11 von m0ebius am 13. April 2017 - 15:54

    Wenn sich also sein Gott allgemein offenbart (z.B. beim jüngsten Gericht), wird er schlagartig zum Götzen, und man sollte sich von ihm abwenden? Ist es das, was der gute Pater hier fordert?

  12. #12 von Yeti am 13. April 2017 - 20:12

    @stephancologne:

    Erzähl das mal Gödel.

    Das hat Douglas Adams dem Gödel mittlerweile beigebogen. Logikwökchen. Pooof!

  13. #13 von Yeti am 13. April 2017 - 20:15

    @Unechter Pole zu Gott:
    Warum sehen eigentlich so viele Männer, die in gereiften Jahren recht passabel daher kommen, im Nachhinein als jüngere so – äh – bescheuert aus.
    Gott gefällt mir heute (bzw. 2016, Wikipädie), wesentlich besser:

  14. #14 von Veria am 13. April 2017 - 20:22

    @Yeti: Das könnte am Cordjakett liegen. grusel

  15. #15 von Willie am 14. April 2017 - 01:09

    Gerhard: Es [der Buchtitel] bezieht sich natürlich auf Galilei, auch wenn er das Zitat wahrscheinlich so nicht gesagt hat. Es entstammt wohl dem 19. Jahrhundert, wo man ihn zu einer Art „Wissenschafts-Märtyrer“ erhoben hat.

    Aber was in der Bibel so alles an Zitaten stehen, die sind alle so geschehen? Und aus dem Jesus wurde kein „Glaubens-Märtyrer“ gemacht?

    Gerhard: Was kann die Naturwissenschaft zu der Frage sagen, wer dieser Schöpfer ist und wie er die Schöpfung geschaffen hat? Für mich zeigt die Astronomie, wie groß wir eigentlich glauben müssen und nicht zu klein glauben dürfen.

    Er wiederholt selbst „die Naturwissenschaft“ und labert dann von einem Glauben, den es in den NaWis nicht gibt. Da glaubt keiner was, dort wird abgewägt und Möglichkeiten auf Grund von unserem derzeitigen Wissen abgeschätzt.

    Gerhard: Biblische Schöpfungsberichte sind keine naturwissenschaftlichen Aussagen und damit berühren sie sich zunächst einmal ganz wenig. Aber sie wollen ja etwas aussagen über Gott und die Menschen, wie er die Schöpfung geschaffen hat, wie sich der Mensch in dieser Schöpfung wiederfindet und in welchem Verhältnis er zu Gott steht.

    Natürlich sind das keine naturwissenschaftlichen Aussagen nach heutigem Verständnis, aber nach den damaligen, beschränkten Erkenntnissen erklärte man sich so dennoch natürlich vorhandene Welt. Für mich kommt da rüber: Die Schöpfungsgeschichte ist ’so‘ nicht wahr, aber es gibt sie.

    Vor allem der erste Schöpfungsbericht ist ein Kontrastprogramm zum damaligen Glauben: Sonne, Mond und Sterne sind keine Götter. Die Sterne haben keine Macht über uns, sondern Gott.

    Alle anderen Religionen haben auch ihre Schöpfungsgeschichten. Gerade die Katholen legen doch immer so einen Wert auf „den Sinn“ des Ganzen und ohne den Anfang, einer irgendgearteten Schöpfung, machen Religionen ja auch keinen Sinn.

    Naturwissenschaft hat etwas mit Beweisen und Wissen zu tun, mit einer objektiven Vorgehensweise. … Aber ich muss als Mensch die beiden Seiten Naturwissenschaft und Glaube verbinden, das Objektive mit meiner subjektiven Beziehung zu Gott. … Allerdings: Ein Glaube, der nichts mit der objektiven Wirklichkeitswahrnehmung der Naturwissenschaft zu tun hat, ist eine Fantasie.

    Schwupps, und schnell hat er mal objektiv mit subjektiv vermischt und suggeriert damit auch für so manchen Leser, religiöser Glaube sei objektiv richtig.

    Gerhard: In einer doppelten Weise: Ich mache diese uralten menschlichen Erfahrungen von Einheit, von Größe, von Weite. Und: Wenn ich meine naturwissenschaftlichen Ergebnisse ernst nehme und ich mich frage, wo das alles herkommt, bleibt für mich als Mensch nur eine sinnvolle Antwort: dass es da einen Schöpfergott dahinter geben muss, der sagenhaft genial ist.

    Genial? Dieser biblisch überlieferte Stümper?

    Wie sich die Evolution entwickelt hat – einfach eine geniale Geschichte, die schönste Geschichte der Welt.

    Ich bin kein Studierter, aber der sollte sich mMn doch auch mal mit der Evolutionsbiologie beschäftigem. Da ist nichts genial mit einem Schöpfer dahinter.

  16. #16 von Skydaddy am 14. April 2017 - 06:30

    Gerhard: Es [der Buchtitel] bezieht sich natürlich auf Galilei, auch wenn er das Zitat wahrscheinlich so nicht gesagt hat. Es entstammt wohl dem 19. Jahrhundert, wo man ihn zu einer Art „Wissenschafts-Märtyrer“ erhoben hat.

    Wissenschaft kennt keine Märtyrer – und benötigt auch keine:

    Wissenschaftliche Erkenntnisse setzen sich durch, weil sie plausibel sind und funktionieren. Die Vorstellung, eine Auffassung sei überlegen, weil jemand bereit ist, dafür zu sterben, gibt es m.W. nur bei Religioten oder – etwas weiter gefasst – bei Ideologien.

    Aber die haben ja auch keine überzeugenden Argumente anzubieten.