Christliche Empörung über geplantes Marx-Denkmal in Trier

ein Karl-Marx-Denkmal sei „etwas, das die Welt nicht braucht“. „Der Marxismus ist als Ideologie die schlimmste Menschheitskatastrophe und für mindestens 100 Millionen Tote verantwortlich.“

weiterlesen:

[http://www.idea.de/gesellschaft/detail/empoerung-ueber-geplantes-marx-denkmal-in-trier-100592.html

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  1. #1 von Charlie am 12. April 2017 - 11:08

    Marxismus mit Stalinismus velwechsert??

  2. #2 von oheinfussel am 12. April 2017 - 11:38

    Mir fallen da auch so einige Sachen ein, die die Welt nicht braucht…

  3. #3 von OIOIOI am 12. April 2017 - 11:40

    bin kein fan von marx und er hat auch einiges an scheiße geschrieben aber er hat trotzdem mehr zur entwicklung der menschheit beigetragen als alle christlichen schreiber zusammen.

  4. #4 von Deus Ex Machina am 12. April 2017 - 12:42

    „„Der Marxismus ist als Ideologie die schlimmste Menschheitskatastrophe und für mindestens 100 Millionen Tote verantwortlich.““

    –> Wo kommen denn diese Zahlen und Anschuldigungen an. Und das von Vetretern der Ideologie, die uns Kreuzzüge, Inquisition, Hexenverbrennung und den Holocaust beschert und mit jedem einzelnen faschist. Regime in Europa gemeinsame Sache gemacht hat.

  5. #5 von Deus Ex Machina am 12. April 2017 - 12:43

    Es sollte heißen “ Wo kommen denn diese Zahlen und Anschuldigungen HER?“

  6. #6 von Gerry am 12. April 2017 - 13:03

    @ D.E.M.

    In dem man den Begriff Marxismus so definiert dass alles drunter fällt außer der eigenen evangelikalen Ideologie

    Der Missionsleiter der Hilfsaktion Märtyrerkirche, Pastor Manfred Müller (Uhldingen/Bodensee)

    Lustig dass sich da jemand äußert der weder direkt noch indirekt betroffen ist.

  7. #7 von manglaubtesnicht am 12. April 2017 - 13:54

    100 Millionen? Ach was, 300.000.000.000 Trillionen Tote! Und das vor seinem Umzug nach Mainz!

  8. #8 von Elvenpath am 12. April 2017 - 14:37

    Marx und Engels hatten gute und ehrenhafte Absichten. Die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen sollte beendet werden. Das ist die Grund-Doktrin des Kommunismus. Wer möchte dieser nicht zustimmen?

    Der Sozialismus hat auch die nicht-sozialistischen Länder massiv beeinflusst. Ohne den Sozialismus hätte wir zahlreiche Errungenschaften des sozialen Staates nicht.
    Viele haben keine Ahnung, wie es Arbeitnehmern vor dem Sozialismus ging: Völlige Ausbeutung, die von Sklaverei kaum zu unterscheiden war. Dazu ein völliges Versagen der christlichen Ideologie, die diese Ausbeutung nicht verhinderte.
    Unsere moderne, soziale Marktwirtschaft ruht zu einem großen Teil (speziell im Bereich Arbeitnehmerrechte und Absicherung) auf den Ideen des Sozialismus.
    Dass Stalin und Konsorten einen (anfangs) unmenschlichen Sozialismus verwirklicht haben, ist nicht die schuld von Marx und Engels. Massive gesellschaftliche Umbrüche führen fast immer zu Gewalt und Chaos und bringen skrupellos Menschen an die Macht. Und einen größeren Umbruch als zum Sozialismus kann man sich kaum vorstellen. Die meisten Opfer des Sozialismus wurden nicht umgebracht, sondern sind schlicht verhungert durch die Umstellung der Wirtschaft.

    Auf der anderen Seite sollte man nicht vergessen, dass es sich von den Anfangszeiten abgesehen, meist ganz gut im Sozialismus leben ließ, so lange man sich nicht gegen den Staat stellt. Stalin hat Massenmorde verübt, bzw. verüben lassen. Chrustschow und Breschnew dagegen nicht mehr.
    Wenn man heute ältere Leute beispielsweise in Russland oder Ungarn fragt, sagen die einem, dass Vieles im Sozialismus besser war: Keine Angst um den Job, um Arbeitslosigkeit und Altersarmut. Das Leben war stressfreier und man hatte alles, was man zu Leben brauchte.
    Es war nicht alles schlecht im Sozialismus, ganz im Gegenteil.
    Der Sozialismus hat auch unser Land viel mehr geprägt (zum Guten!), als viele das eingestehen wollen.
    Daher gebührt Marx ein guter und positiver Platz in der Geschichte.

  9. #9 von Yeti am 12. April 2017 - 16:24

    @elvenpath:

    Daher gebührt Marx ein guter und positiver Platz in der Geschichte.

    Ich stimme Dir voll und ganz zu, zumal weder Marx noch Engels jemals die Macht besaßen, ihre Vorstellungen mit (Staats-) Gewalt durchzusetzen. Ich stimme Dir auch zu, dass womöglich ein Kommunismus aus dem Lehrbuch die beste aller möglichen Gesellschaften wäre. Aber wenn es eins gibt, was ich in meinen demnext 50 Lenzen gelernt habe: es funktioniert leider nicht mit Gruppen, die größer sind, als es sich durch Blutsverwandschaft gerade noch so rechtfertigen lässt. Und schon hat man wieder (größere) Gruppen, die nicht kooperieren, sondern konkurrieren. Von wem stammt eigentlich die Idee, im Kommunis- oder Sozialis-mus eine „Planwirtschaft“ einzuführen? Widerspricht „Planungsorientierheit“ anstelle von „Bedarfsorientiertheit“ nicht der kommunistischen Idee? Kann man nicht auch im Kommunismus jeden das produzieren lassen, was er meint, gut verkaufen zu können, weil es jemand braucht oder einfach nur haben will?

    Ich kenne Marx und Engels wirklich viel zu wenig, um beurteilen zu können, ob diese „Planwirtschaft“ von denen so vorgesehen war, aus dem Bauch raus würde ich sagen: nein, war sie nicht.

    Manchmal träume ich davon, wie kuschelig es wir uns auf unserer blau-grünen Kugel selbst mit 7 oder 10 Mrd. Menschen (aktueller Stand geschätzt: 7 511 627 229) machen könnten, wenn wir alle konsequent kooperieren würden. Das heißt nicht nur „am selben Strang ziehen“, sondern auch in die gleiche Richtung!

    Nicht diese „rasende Konkurrenz“. Die „sichert“ zwar einen gewissen Fortschritt, aber wieviel besser wäre es, „Fortschritt“ nicht als „Konkurrenz ausschalten, weil wir besser sind“, sondern gemeinsam nach Lösungen zu suchen, wie wir alle es uns noch kuscheliger machen könnten. Und dann wache ich auf, weil ich mal wieder mitkriege, das selbst im Straßenverkehr Leben riskiert wird, um 3 Minuten vor jemand anderem am Ziel zu sein oder eine, vielleicht zwei Positionen im Berufsverkehr nach vorne zu kommen …

  10. #10 von Gerry am 12. April 2017 - 16:49

    Dazu ein völliges Versagen der christlichen Ideologie, die diese Ausbeutung nicht verhinderte.

    Die Katholen werden dann sicher aufheulen und mit ihrer „katholischen Soziallehre“ kommen, aber leider kam die „mit der Enzyklika Rerum novarum von Papst Leo XIII. 1891 zum Durchbruch, vor allem unter dem Eindruck der unübersehbar negativen Auswirkungen der Industriellen Revolution und der Verstädterung für die soziale Lage der Arbeiterschaft (Soziale Frage). “ (Wikipedia)

    Wieder einmal ist also die Kirche dem Zeitgeist hinterher gehinkt.

    Manchmal träume ich davon, wie kuschelig es wir uns auf unserer blau-grünen Kugel […] machen könnten

    Und dazu hätten wir ja auch mehr als genug Ressourcen.
    Das Hubble Weltraumteleskop beispielsweise hat über seine gesamte Projektlaufzeit ungefähr 500 Mio $ pro Jahr gekostet (die englische Wikipedia listet ne Quelle). In Euro geben wir allein hier in DE denselben Betrag jedes Jahr an die Kirchen (vorhin bei fowid gelesen). Und das nur als direkte Staatsleistungen, der indirekte Scheiß summiert sich auf das Zehnfache dessen.

    Soll noch einer behaupten, die Kirchen würden dem Fortschritt nicht im Weg stehen!

  11. #11 von Unechter Pole am 12. April 2017 - 23:05

    Wenn Marx für Stalinisten verantwortlich ist, dann ist es auch Jesus für die Islamisten.

  12. #12 von Torchy am 12. April 2017 - 23:11

    Dann möchte ich hiermit die Römisch-Katholische Kirche direkt dafür verantwortlich machen, dass ihre dümmliche Einstellung zur Empfängnisverhütung, und damit die Katholiken selbst, jedes Jahr Millionen fahrlässig gezeugte afrikanische Kinder verhungern lässt! Und zwar jetzt, im 21. Jahrhundert!