Diskriminierung ohne Religion?

Ein Arbeitnehmer, der am Karfreitag 2015 arbeiten musste, hat seinen Arbeitgeber geklagt, weil er für diesen Dienst kein Feiertagsentgelt bekam. Gemäß Arbeitsruhegesetz ist aber der Karfreitag nur für Angehörige der evangelischen Kirchen AB und HB, der Altkatholischen Kirche und der Evangelisch-methodistischen Kirche ein Feiertag. Alle anderen – auch Konfessionslose, zu denen sich der Kläger zählt – müssen an diesem Tag normal arbeiten, ohne dafür Zuschläge zu erhalten.

Der Arbeitnehmer sah darin eine Verletzung der EU-Grundrechtecharta und der Gleichbehandlungsrichtlinie – und klagte.

weiterlesen:

[http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/884958_Diskriminierung-ohne-Religion.html

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  1. #1 von m0ebius am 11. April 2017 - 11:33

    Wenn der Fall so ist, wie die Wiener Zeitung darstellt, ist es kaum zu glauben, dass es ein „vertrackter Fall“ sein soll. Was ist schwierig daran zu verstehen, dass Menschen weder benachteiligt noch bevorzugt werden dürfen, weil sie einer Glaubensgemeinschaft angehören? Also gibt man entweder allen anderen auch einen Extrafeiertag, oder niemandem.

  2. #2 von Skydaddy am 11. April 2017 - 12:51

    Bei solchen Gesetzen würde es mich nicht wundern, wenn es in Österreich besonders viele POLYTHEISTEN gäbe …

  3. #3 von m0ebius am 11. April 2017 - 13:36

    Oder man wechselt einfach jeweils vor dem passenden Feiertag zur betreffenden Konfession. 🙂