ZDF aspekte – Wozu glauben?

Katty Salié und Jo Schück diskutieren mit Margot Käßmann, Friedrich C. Delius und Hamed Abdel-Samad die Frage „Wozu Glauben?“

Zum Video:

https://www.zdf.de/kultur/aspekte/aspekte-vom-7-april-2017-100.html

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  1. #1 von Charlie am 10. April 2017 - 11:23

    Zum Glück hat Käßefrau nicht viel geredet.

  2. #2 von awmrkl am 10. April 2017 - 12:01

    Da hätte ich mir MSS, Philip Möller oder so hineingewünscht. Obwohl, so kurz wie das war, es hätte sich wohl nicht gelohnt.

  3. #3 von Wacke am 10. April 2017 - 13:35

    Ich finde, dass es eine der besseren Sendungen war.
    Die Einspieler sangen endlich mal keine Loblieder auf Luther oder den Protestantismus. Sie verdeutlichten, dass es im Jahre 1517 weitaus mehr gab, was es heute zu feiern gäbe, als die Angsttheologie des Taliban aus Wittenberg – die großen Entdeckungen, die kopernikanische Wende, eine weltliche Kunst, das Bürgertum.
    Hamed hat zudem auch seine Sache ganz gut gemacht. Besonders sein Einwand am Ende, dass wir doch endlich einen postreligiösen Diskurs über Werte führen müssen, ist zwar nicht neu, aber so beim ZDF noch nicht gehört.

  4. #4 von Predator am 10. April 2017 - 16:16

    Käßmann labert mal wieder unerträglichen Blödsinn, nach dem Motto: ‚Wenn Religion eigene Wahrheiten definieren will und andere dadurch anleitet, dann ist sie gefährlich. Aber wenn Religion friedliche Macht über andere hat und sie dadurch zum Zusammenhalt animiert, dann ist sie supi dupi.‘ (kein Zitat, nur eine Zusammenfassung ihres Sermons)
    Sie pickt wieder typisch die gerade passenden Rosinen aus dem ungenießbaren Religionskuchen heraus und das nicht einmal überzeugend, sondern eher auf behelfsmäßige Weise.

    Religion disqualifiziert sich schon dadurch als Werkzeug für ein friedliches und vor allem allen nützliches Zusammenleben/Leben dadurch, dass sie Religion ist.
    Tradierter Schwachsinn begründet anno dazumal, der aus heutiger Sicht nicht mal die alpha-Version erreicht hat, verglichen mit vielem, was danach kam. Leider wird sie dennoch als unumstrittenes Betriebssystem von den meisten Leuten genutzt und auch als solches propagiert. In manchen Erdteilen wird man gezwungen, sie zu nutzen. Und hierzulande öffnet manchmal ein Admin ein Textverarbeitungsprogramm, um etwas Neues zu tippen, wenn es gerade passt zur aktuellen Lage. Echte Updates??!: seit eh und je FEHLANZEIGE!

    Falls ich über 100 Jahre alt werde (was noch fast 65 Jahre dauern wird), werde ich mitbekommen haben, wie vieles, was es zu Beginn meines Lebens noch gab, unwiederbringlich verloren sein wird. Das ist zwar ganz normal (obgleich nie zuvor in der Rasanz, wenn man mal Asteroideneinschläge außen vor lässt), aber leider bin ich mir auch ziemlich sicher, dass es dann in 65 Jahren eines noch nach wie vor geben wird: die Religion – und vermutlich stärker präsent im Leben aller als je zuvor.
    Eine schrecklich Vorstellung, aber wahrscheinlich sogar wahr. Ich hoffe dies alles zwar nicht, doch „die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst“ (Watzlawick). Man muss das Leben eben mit einer gewissen Art Humor nehmen, sonst ist es nicht erträglich, wie ich finde.

    Menschen haben jedenfalls leider ein gewaltiges Talent, etwas Nützliches oder Neues mit der Zeit in etwas Schädliches zu pervertieren, und Religionen geben ihnen dabei Hilfestellungen und vor allem gute Beispiele.

    So wurde ja auch aus dem praktischen Tauschmittel Geld heute eine globale Religion, weil es den meisten Führern der Welt (sog. Multi-Millionären/-Milliardären) auch nur mehr als recht sein kann. Ähnlich wie zuvor einer mächtigen Elite der auf Basis der Christen-Sekte geschaffene Katholizismus sehr gelegen kam – und das seit seinen Anfängen bis heute.

    Alle anderen bisher ausprobierten Systeme funktionieren aber scheinbar auch nicht oder eben nur in sehr begrenztem Rahmen. Die perfekte Gesellschaft gibt es m.M.n. nicht, aber vielleicht hatten irgendwo irgendwelche Leute vor 35.000 Jahren mal eine Gemeinschaft von 200 Leuten, die über Generationen wunderbar war und immer Neues mit Begeisterung dazu lernte, bis 200 andere Leute kamen und ihnen die Schädel einhauten.

    Ja, der Fehler im ganzen System ist sicherlich der Affe im Anzug (homo sapiens²), aber Religionen, Ersatzreligionen, etc. dienen ihm noch zusätzlich als Katalysator, was alles noch schlimmer macht.

    Dabei ist es nicht schwer, sich bessere Alternativen ohne jede Art von Religion auszudenken. Gerade unter Zuhilfenahme unserer bis dato erfundenen Technik, wäre ein Utopia so realistisch wie nie zuvor. Es aber in größerem Maßstab in die Tat umzusetzen, das wird so schnell nicht (oder eben nie) gelingen, darum bleibt es Utopia.

    Zu allem Überfluss, um auf das ZDF-Video zurückzukommen, führen wir in dieser Bananenrepublik mit großem Vorgeplänkel und Brimborium dann auch noch diesen Luther-Tag ein. Was ist mit >1000 anderer Ereignisse, die man VIEL BESSER feiern oder denen man gedenken könnte? Naja, ich geb’s auf…

    …wollte nur meine zwei Eurocent (Meinung), die kritisch hinterfragt werden sollte, hier vom Stapel lassen. Ah, das tat gut! 🙂

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