Ohne Religion wären wir arme Teufel

Nicht nur wegen des islamistischen Terrors ist die Skepsis gegenüber dem Islam groß. Auch das Christen- und das Judentum werden als rückwärtsgewandt gesehen. Woher rührt diese Angst vorm Glauben?

Pauschalurteile über den Glauben, Versuche, ihn lächerlich zu machen oder abzuwerten, sind fatal. Sie unterschlagen nicht nur, wie menschenverachtend es in den totalitären Systemen zugegangen ist, die Religion entweder als Opium des Volkes bezeichnet haben oder das Christentum als mit dem „deutschen Wesen“ unvereinbar. Sie diffamieren auch eine Kraft, ohne die die Welt eine traurige Einöde wäre.

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[https://www.welt.de/debatte/kommentare/article163558579/Ohne-Religion-waeren-wir-arme-Teufel.html

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  1. #1 von user unknown am 10. April 2017 - 04:58

    Ich wünsche noch einen schönen Facepalmsonntag

  2. #2 von Willie am 10. April 2017 - 07:14

    Ohne Religion wären wir arme Teufel

    Naja, ob nun arme oder reiche. für die Religiösen ist so vieles der Teufel – auch mal nur der Kot des Teufels.

    Es gibt wohl kaum etwas Angenehmeres als eine einfache Antwort auf eine komplizierte Frage.

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  3. #3 von Gerry am 10. April 2017 - 08:56

    Religion ist nicht nur die Grundlage karitativer Arbeit und der Ursprung jeder Kultur.

    Behauptung ohne Beleg

    Religion ist auch das Leitmotiv für ein Leben, in dem man sich immer wieder korrigiert, sein Verhalten infrage stellt.

    Also hätte ich den Nachbarn der gestern leichte Gartenarbeit erledigt hat doch umbringen sollen?

    Die christlichen Kirchen haben dennoch jahrtausendelang ihre Frauen unterdrückt. Und im Katholizismus ist ihnen das Priesteramt noch immer verwehrt. Dass die Kirchen trotzdem das Thema Gleichberechtigung vorantreiben, hat damit zu tun, dass sie offen sind für Diskussionen und theologische Auseinandersetzungen, dass sie sich immer weniger erlauben können, einfache Antworten auf komplizierte Fragen zu geben.

    Insbesondere die Gleichbereichtigung der Frauen, über ihren eigenen Körper zu entscheiden; die Gleichberechtigung gleichgeschlechtlicher Paare; die Gleichberechtigung von Menschen deren Ehe geschieden wurde und die inzwischen mit jemand anderem eine Beziehung führen;….
    Und wer Offenheit für Diskussionen sehen will, der sollte wohl mal mit Bischof Laun diskutieren….

    Muss eines dieser Qualitätsmedien sein von denen so oft berichtet wird…

  4. #4 von oheinfussel am 10. April 2017 - 09:23

    Genau, wenn ihr nicht an unseren Huhu glaubt, wird das ganz ganz ganz schlimm.
    Weil das Leben ja sonst nichts bietet

  5. #5 von Elvenpath am 10. April 2017 - 11:30

    Es ist schon bezeichnend, dass die Religioten immer wieder den Kommunismus und den Nazismus hervorzerren.
    Atheisten werden einfach mal mit den einzigen beiden Ideologien, die die Kirchen entmachten konnten, gleichgesetzt.
    Aber Atheisten, die keine Kommunisten sind, hatten doch bisher gar keine Gelegenheit zu zeigen, wie es in einem unreligiösem Staat wäre.

  6. #6 von awmrkl am 10. April 2017 - 11:57

    „Kommunismus“

    Naja, selbst Gegner billigen diesen Staats-/Gesellschaftsformen zu, kein Kommunismus gewesen zu sein, sondern allenfalls „real existierender Sozialismus“ und weit von dieser Utopie des Kommunismus entfernt …

    Eine mögliche Gelegenheit wäre es, wenn mal irgendwo dediziert sich Humanisten nennende Partei(en) „die Macht“ hätten, zB mehrheitlich die Regierung zu stellen. Dann könnte evtl mehr gesagt werden.

  7. #7 von dirk am 10. April 2017 - 14:50

    Nur mit Religion kann Jemand zum Teufel erklärt werden, den Teufel sind eine Erfindung der Religion. Ohne Religion gebe es selbstverständlich auch keine Vorstellung von Teufeln, und auch keine Teufelsaustreibung, Hexenaustreibung oder Morde bzw Bestrafungen wegen fehlenden Glauben an die RICHTIGE Religion.

  8. #8 von Noch ein Fragender am 11. April 2017 - 09:56

    Dabei tut der Glaube nicht nur denen gut, die an eine höhere Macht glauben, sondern auch denen, die das nicht können und trotzdem auf höhere Werte setzen.

    Das Problem ist doch gerade, dass der Glaube an eine höhere Macht und deren angebliche Offenbarungen und Gebote (= Religion) nicht vereinbar ist mit der Orientierung an höheren Werten der Aufklärung wie intellektuelle Redlichkeit und Menschenrechten.

    Deshalb lasst die Religion und setzt auf aufgeklärte Werte. Das „tut gut“ und entlastet von dem abergläubischen und menschenverachtenden Ballast, den die Religionen mit sich herumschleppen und sich heruminterpretierend schönreden, ohne sich wirklich davon trennen zu können.