Ägypten: Attentäter töten Dutzende Kopten

Am Palmsonntag greifen mutmaßlich IS-Männer zwei koptische Kirchen in Ägypten an. Sie reißen mindestens 45 Menschen in den Tod. Mehr als Hundert werden verletzt. Staatschef al-Sisi will Härte zeigen.

… Vor der Kathedrale in Alexandria sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft, nachdem Kopten-Papst Tawadros II. dort die Messe gelesen hatte. 16 Menschen wurden getötet und 41 verletzt. Papst Tawadros II. hatte die Kirche zu dem Zeitpunkt schon verlassen, wie ein Kirchensprecher sagte. Wenige Stunden zuvor waren bei einem der schwersten Anschläge auf die christliche Minderheit Ägyptens in den vergangenen Jahren im nordägyptischen Tanta mindestens 29 Menschen getötet und 71 Gläubige verletzt worden.

Weiterlesen: h t t p://www.n-tv.de/politik/Agypten-kuendigt-Ausnahmezustand-an-article19786712.html

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  1. #1 von oheinfussel am 10. April 2017 - 19:40

    Ihr seid so scheiße.
    Tut der Welt den Gefallen und sterbt aus

  2. #2 von manglaubtesnicht am 10. April 2017 - 20:10

    Religion. #KraftDesGuten

  3. #3 von dirk am 10. April 2017 - 21:15

    Früher war Ägypten mal ein rein christliches Land, ja die Vorteile der islamischen Integration kann man sehen.

    Alles nicht so richtig schlimm was der IS da macht, meint zumindest unser Justizminister, konkret 5 Jahre Knast für einem Mord aus religiösen Gründen, mehr sollte es nach seinen Vorstellungen zukünftig in Deutschland ja nicht mehr geben.

    Wobei Mord ist natürlich ein vollkommen unpassendes Wort für das was da in Ägypten geschah, in Wirklichkeit hat da jemand befolgt was in den heiligen Schriften steht und neben den religiösen Empfehlungen auch seine Chancen auf 72 immerwährende Jungfrauen die zu seinen Diensten sind, ganz drastisch erhöht.

  4. #4 von drawingwarrior am 10. April 2017 - 22:36

    Ohne Religion wären wir alle arme Teufel!

  5. #5 von schiffmo am 11. April 2017 - 09:08

    @dirk: Es ist eine menschliche Tragödie, die da abgeht in Ägypten, mit vielen verschiedenen Strömungen. Eine davon sind diese Kopten, deren Vorfahren vor etwa 1600 Jahren Pogrome gegen ihre Nicht-Anhänger gemacht haben, prominentes Opfer: Hypatia.
    Ich möchte nochmal festhalten: Das, was es zu verteidigen gilt, ist die Freiheit, nicht irgendwelche „Tradition“. Die größten Gegner der Freiheit in unserem Lande sind: Rechtsradikale (Dikitaturanhänger!), andere Erzkonservative, darunter Christen, dann kommen irgendwann religiöse Minderheiten daher.
    Ich halte nichts davon, riesige Menschengruppen zu dämonisieren, denn das führt zu Konflikt und Kampf mit ungewissem Ausgang, weil das nach hinten losgehen kann, in mehr als einer Weise.
    Ich halte auch nichts davon, dass Minderheitengruppen unwidersprochen selbstgefälliges Getue bis zum Predigen von Überlegenheitsgefühl durchziehen können, wie das viele Moscheegemeinden tun. Jede einzelne, die das tut, ist eine zuviel.
    Wir brauchen da was anderes: Die Überzeugung bei den Minderheiten, dass ihre Zukunft alleine darin liegt, dass jede(r) vollkommen frei ist zum Beispiel in der Weltanschauung, und dass jede „Mission“ und jedes Eingrenzen der eigenen Gruppe (zum Beispiel der Versuch, echte oder gefühlte (ich meine bereits abgefallene) Mitglieder durch Zwang vom Glaubensabfall abzuhalten) automatisch und direkt die Möglichkeiten beschneidet, selbst die Weltanschauung frei auszuüben. Dazu muss es einen echten, vollständigen und ehrlichen Austausch geben, das heißt, dass das Gespräch über das Gemeindeleben aller Glaubensrichtungen in der Mehrheitssprache (hier: deutsch, woanders eine andere) repräsentativ sein muss für alles, das geschieht. Das heißt aber auch, dass die Mehrheitsgesellschaft am Dialog in den wesentlichen anderen Sprachen der Gemeinde teilnehmen können muss, d.h. es muss genügend vertrauenswürdige Vermittler geben, die zum Beispiel arabisch oder türkisch können, um einen Gedankenaustausch aufrechterhalten zu können. Dazu gehört ganz wesentlich auch, dass unsere Vorstellungen den Anghehörigen der Gemeinschaften in den anderen Sprachen authentisch zur Verfügung stehen, und nicht ausschließlich gefiltert durch interessierte Teile der jeweiligen Gemeinschaften.
    Die glaubensfesten Muslime werden Feuerbach, Nietzsche oder auch Ratzinger (um man einen kontroversen Autor einer anderen Glaubensgemeischaft zu nennen) eher als Monster darstellen als erklären, was die drei Herren so denken oder gedacht haben.
    Das ist natürlich auch eine dauerhafte Aufgabe und keine einfache Problemlösung.
    Zum Herrn Maas: Man kann da weniger oder mehr Vertrauen in das haben, was dieser Mann so anzettelt oder zu regeln versucht. Eine Neuregelung des §211 (und §212) StGB ist allerdings eine ziemlich große Sache, und ein Teil, den Du in der Bestandsaufnahme nicht ansprichst, ist, dass viele Fälle bereits heute unter §212 (Totschlag) abgehandelt werden, und da genau die 5 Jahre bereits gelten, die Du so sehr kritisierst. Es geht in der Maas-schen Reform nicht darum, die Mindeststrafe für (jeden) Mord auf 5 Jahre zu senken, sondern darum, die Abgrenzung zwischen (in der aktuell gültigen Benennung) §211 und §212 so hinzukriegen, dass sie mehreren Voraussetzungen entspricht. Einige davon wären:
    1) eine sachgerechte Regelung hinzukriegen, die in der Strafnorm steht, und nicht in der Interpretation, und zwar in der Interpretation der Begriffe, die in den Mordmerkmalen stehen, zum Beispiel die Heimtücke. Meines Erachtens ein erstrebenswertes Ziel, das, wenn es erreicht wird, zur Klarheit der Gesetze beiträgt, und das beim wichtigsten Verbrechen überhaupt.
    2) Die Regelung so hinzukriegen, dass sie nicht erst durch Interpretation verfassungsgemäß wird, sondern bereits durch sich selbst.
    3) Die historische Aufgabe, durch tendentiöse Gesetzgebung des dritten Reiches dehnbare Begriffe aus der Regelung herauszubekommen (historische Ursache des Problems).
    Das ist ein verdammt dickes Brett, das da gebohrt werden muss. Natürlich kann es nicht sein, dass „der hat aber meine religiösen Gefühle gereizt“ keine Ausrede sein kann, um von der Mord- auf die Totschlagseite zu kommen. Es ist aber völlig ungenügend, eine Initiative zur überfälligen Reform des Tötungsstrafrechts auf diesen Punkt zu verkürzen.
    Fazit: Schau dem Maas ruhig ganz ordentlich auf die Finger, damit der Kerl so einen Fehler nicht macht, oder damit der Fehler nicht durch den Gesetzgebungsprozess durchgeht. Das ist auch in allen anderen Teilen einer solchen Reform notwendig. Dass Maas die Sache aber angeht, macht ihn nicht zum Kurpfuscher, und vor allem wäre höchstwahrscheinlich ein(e) anderer(e) Justizminister(in) sowohl insgesamt als auch in dieser Sache nicht zwingend besser. Mir fallen gerade bei den Damen spontan eine vermutlich bessere und eine vermutlich (mindestens) genauso schlechte ein.

  6. #6 von dirk am 11. April 2017 - 11:43

    #5 von schiffmo am 11. April 2017 – 09:08

    Zitat Schiffmo

    „@dirk: Es ist eine menschliche Tragödie, die da abgeht in Ägypten, mit vielen verschiedenen Strömungen. Eine davon sind diese Kopten,“

    Die Kopten sind eine Tragödie?

    Zitat Schiffmo
    “ deren Vorfahren vor etwa 1600 Jahren Pogrome gegen ihre Nicht-Anhänger gemacht haben, prominentes Opfer: Hypatia.“

    Ich hab den Film Agora auch gesehen und finde ihn hervorragen, jedoch sagt die polnische Spezialistin in der Hypatia Forschung, dass die Frau nicht aus religiösen sondern politischen Gründen umgebracht wurde.

    Wobei du meinen Einwand vollkommen missverstanden hast, selbstverständlich wurde und wird aus religiösen Gründen gemordet, gefoltert und auch Leute welche nicht den religiösen Wunschvorstellungen der Gläubigen entsprechen zuweilen benachteiligt. Wobei die Verbrechen aus christlichen Gründen (bzw Begründungen) welche in der Geschichte begangen wurden vermutlich großer waren als die anderer Religionen (aufgrund der Macht welche Christen hatten). Auch gegenwärtig werden aus christlichen Motiven massenhaft Verbrechen begangen siehe Hexen und Afrika.

    Aber hier in Europa haben die Menschen die gröbsten Verbrechen welche aus christlichen Gründen begangen wurden zum Glück abschaffen können.

    Und jetzt rollt diese „Integrationwelle“ von unserem Justizminister anderen Personen und manchen Massenmedien, die eine „Integration“ der Deutschen fordern, also das die Deutschen ihre Werte verändern die allgemeinen Menschenrechte sollen weniger wert sein und Deutschland zB sich rein praktisch sich zum Paradies der Kinderficker entwickeln, oder das Mord aus religiösen Gründen nicht mehr so schlimm ist, das sind die Sachen die ich kritisiere.

    Zitat Schiffmo
    “ Die größten Gegner der Freiheit in unserem Lande sind: Rechtsradikale (Dikitaturanhänger!), andere Erzkonservative, darunter Christen, dann kommen irgendwann religiöse Minderheiten daher.“

    Diese Einteilung ist doch vollkämmen blödsinnig (auch wenn sie tagtäglich von unseren Massenmedien gefördert werden) den Anhänger religiöser Minderheiten, konkret meine ich den Islam sind doch oft rechtsextrem, siehe das erste der zehn islamischen Gebote, siehe was sogar die angeblich laut Selbstaussage tolerantesten Islamanhänger unter Gleichberechtigung verstehen, siehe die Unvereinbarkeit zwischen den Islamischen Grundsätzen und der Demokratie, siehe die Missachtung der allgemeinen Menschenrechte, täglich sichtbar durch die Kairoer Menschenrechtserklärung und die Gewalt aus religiösen Gründen von Muslimen gegen Andersgläubige. Zur Größenordnung in Deutschland siehe die Umfrage von Suhl und als Anhaltspunkt Umfragen bezüglich was mehr Wert hat, dass Grundgesetz oder der Koran.

    Bezüglich Massenmedien und (deutsche) Rechtsextreme möchte ich hier noch auf zwei Sachverhalte hinweisen welche vielleicht nicht jedem bewusst sind.

    Neue Westfälische Webseite Artikel
    Hohe Fehlerquote in Statistik über Angriffe auf Flüchtlinge in Bielefeld
    Amadeu-Antonio-Stiftung äußert sich zum Faktencheck der Neuen Westfälischen Ansgar Mönter 28.10.2016 | Stand 29.10.2016, 14:35 Uhr
    „Ein Faktencheck der aufgezählten Fälle in der Stadt ergibt: Die Fehlerquote liegt bei 80, eventuell gar bei 100 Prozent.“

    Und RBB Online Artikel
    Woidke reagiert auf Bericht zum Stand der Deutschen Einheit
    – „Wir werden den Kampf gegen Rechtsextremismus gewinnen“ 22.09.16 | 07:45 Uhr

    „In Bezug auf die Statistik erklärte Woidke im Inforadio des rbb, in Brandenburg habe es hinsichtlich der Erhebung rechtsextremer Straftaten Änderungen gegeben. „Bei der Polizei wird jeder Übergriff, bei dem nicht erwiesen ist, dass er keine rechtsextreme Motivation hat, in die Statistik hineingezählt.“ “

    Ein Großteil der Gewalt gegen Migranten wird übrigens von Migranten verübt auch außerhalb der Unterkünfte.

    Mit anderen Worten die Amadeu-Antonio-Stiftung und das Land Brandenburg puschen die Zahlen zu Gewaltakten deutscher Rechtsextremer indem sie Gewaltakte gegen Migranten von denen man nicht weiß wer bzw/oder warum sie begangen wurden mit in die Statistik aufnehmen.

    Zitat Schiffmo
    „Das ist ein verdammt dickes Brett, das da gebohrt werden muss. Natürlich kann es nicht sein, dass „der hat aber meine religiösen Gefühle gereizt“ keine Ausrede sein kann, um von der Mord- auf die Totschlagseite zu kommen. Es ist aber völlig ungenügend, eine Initiative zur überfälligen Reform des Tötungsstrafrechts auf diesen Punkt zu verkürzen.“

    Diese „Integration“ welche Herr Maas betreibt ist doch keineswegs nur die Verharmlosung von Mord aus religiösen Gründen auch andere Äußerungen von ihm zeigen das er die gegenwärtigen Werte in Deutschland drastisch den nordafrikanischen bzw arabischen anpassen will, siehe das praktische Paradies für Kinderficker und die gegenwerten Zensurgesetzgebungen. Passend dazu hat der Typ auch noch zu Sylvester 2015/2016 von der Sozialisierung aus bestimmten Ländern abgelenkt und die Vorgänge als von einer Mafia begangen dargestellt ohne Beweise dafür zu haben, das Ziel dieser Falschdarstellung ist wohl eine Verharmlosung der sexuellen Übergriffe gewesen, was ja auch wieder eine Anpassung unserer bisherigen Werte an die Nordafrikas darstellt.

  7. #7 von schiffmo am 11. April 2017 - 22:16

    @dirk: Die Kopten werden instrumentalisiert als die „armen Opfer“, Ja, die Kopten sind derzeit auch Opfer, wären es aber auch heute nicht, wenn sie mehr Macht hätten. Und die Tragödie ist, dass gewissen Leuten etwas daran liegt, dass man Menschen gegeneinander aufhetzt, dass sie sich gegenseitig umbringen, in Ägypten, aber nicht nur dort.
    Ich fasse das mal als absichtliches Missverstehen und damit als Propaganda auf.
    Da Du nicht im Verdacht stehst, links oder liberal zu sein, kannst Du Dir selber denken, in welche Richtung Deine Propaganda geht.
    Du schreibst eine ganze Menge aus Statistiken, und wer Deiner Meinung nach Statistiken fälscht. Wieso sollte ich Deinen und, vor allem, Deinen Schlüssen daraus folgen?
    Statt Dich damit zu beschäftigen, auf was die §211-212-(und offensichtlich §213)-Reform tatsächlich abzielt, die Herr Maas voraussichtlich recht folgenlos in die Wege geleitet hat, trommelst Du munter weiter eine neue Kaskade von Propaganda gegen Deinen neuen Lieblingsfeind. Lenk nicht ab, was genau verleitet Dich zur felsenfesten Annahme, dass „[…] schwere Beleidigung oder Misshandlung zum Zorn gezwungen wurde […]“ unbedingt ein Strafminderungsgrund für religiöse Motive sein soll?
    Sieht ganz danach aus, dass Dich die Sache gar nicht interessiert, sondern vielmehr die Stimmungsmache, und Du ständig nach Ansatzpunkten suchst, mit denen Du dann genau das versuchst: Stimmungsmache.

  8. #8 von Dirk am 13. April 2017 - 11:28

    @ schiffmo
    Zumindest bin ich Kilometer weiter links als die linke Partei welche von großen Teilen ihrer Obrigkeit rechtsextreme Muslime ungeprüft und unbegrenzt ins Land karren will. Ein Teil dieser Linksparteiobrigkeit ist übrigens auch der neoliberale Flügel dieser Partei. Das was du über die Kopten erzählts, das sie die Muslime terrorisieren würden wenn sie mehr Macht hätten, ist Theoriefindung.
    Sicherlich werden die Menschen auch von Menschen aufgehetzt, zuweilen reicht es aber auch schon vollkommen aus wenn sie das befolgen was in den ‚heiligen‘ Büchern steht.

  9. #9 von schiffmo am 13. April 2017 - 18:56

    @Dirk: Das ist keine Theoriefindung, denn auch die Kopten sind gewaltbereit, nicht nur vor 1600 Jahren, sondern auch heute, und die ägyptioschen Islamisten warten nur drauf, dass die Kopten auf die Übergriffe mit Gewalt reagieren. Im übrigen stelle ich fest, dass Dein Gebrauch von „links“ sehr wirr ist.