Kirche will das Beichten zum Event machen

Schweiz – Wer nicht beichtet, dem droht das Höllenfeuer. Eigentlich. Denn heute finden auch gläubige Katholiken kaum mehr den Weg in den Beichtstuhl. Das will die Kirche wieder ändern. Im Kloster Mariastein wird Beichten zum Event.

(…)

Es muss also ein Event sein, bei dem es den Programmpunkt «Sündenerlass» gibt. Auch Religionspädagoge Christian Cebulj ist der Meinung, dass die Kirche erfinderisch sein muss. Die Versöhnung als Grundhaltung der Kirche müsse neu und noch stärker in den Vordergrund gerückt werden.

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[http://www.aargauerzeitung.ch/leben/leben/ihr-suenderlein-kommet-kirche-will-das-beichten-zum-event-machen-131204853

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  1. #1 von Gerry am 8. April 2017 - 13:00

    Es muss also ein Event sein, bei dem es den Programmpunkt «Sündenerlass» gibt. Auch Religionspädagoge Christian Cebulj ist der Meinung, dass die Kirche erfinderisch sein muss. Die Versöhnung als Grundhaltung der Kirche müsse neu und noch stärker in den Vordergrund gerückt werden.

    Abgesehen von einer Pressemitteilung mit klaren Worten kann man doch kaum offensichtlicher eingestehen dass sich fast niemand mehr für den Mumpitz interessiert…

  2. #2 von Rene am 8. April 2017 - 14:12

    Das Instrument der Selbstbezichtigung gibt es in allen totalitären Systemen. Übel. Fickt euch.

  3. #3 von Dennis am 8. April 2017 - 15:28

    Die Kirche muss in Zukunft auf jeden Fall erfinderischer werden, wenn sie ihren Unfug auch weiterhin an den Mann bringen möchte.

  4. #4 von manglaubtesnicht am 8. April 2017 - 16:50

    „Wer nicht beichtet, dem droht das Höllenfeuer. Eigentlich.“

    Wie, das droht mir „eigentlich“? Droht es oder droht es nicht, liebe Katholiken?

  5. #5 von Hypathia am 8. April 2017 - 17:27

    @ manglaubtesnicht

    Wir werden sowieso gegrillt, egal ob mit oder ohne Beichte. 😂

  6. #6 von oheinfussel am 8. April 2017 - 18:55

    @Hypathia
    Menschen rösten ist aber nicht vegan 😀

  7. #7 von Hypathia am 8. April 2017 - 19:31

    @ fussel

    Das stimmt! Aber Kathos sind doch auch keine Veganer, die essen doch jeden Sonntag ihren Jesus zum Frühstück!

  8. #8 von oheinfussel am 8. April 2017 - 21:54

    @Hypathia

    Medium oder gut durch? 😛

  9. #9 von Hypathia am 8. April 2017 - 22:16

    @ fussel

    Für mich medium, bitte. Aber bitte kein Jesus-Steak. 😉

  10. #10 von Willie am 8. April 2017 - 22:47

    «Du sollst deine Sünden jährlich wenigstens einmal beichten», steht im Kirchgebot. Die Karwoche ist für Gläubige Beicht-Hochkonjunktur. Schliesslich musste Jesu Kreuzigung doch sein, damit die Menschen ihre Sünden vergeben können. Gott hat seinen Sohn hingegeben, um die Sünden der Menschen wegzunehmen.

    Jetzt versteh ich das, die wollen dass der Jesus immer weiter leidet.

    Er glaubt, der Einbruch der Beichte habe mit der Kulturrevolution der 68er-Bewegung zu tun.

    Naja, man konnte doch nicht laufend beichten gehen und den Pastor mit all den sexuellen Ausschweifungen belästigen. Abgesehen davon, dass die ja mit den Messdiener genung Sex hatten.

    Die frühere Beichtpraxis sei noch sehr moralisch geprägt gewesen. Zudem habe man Schuld lange Zeit individuell verstanden: Früher war der einzelne Mensch schuld, heute sehe man eher eine strukturelle Schuld. … Ausserdem sei die klassische Rollenverteilung zwischen «Büsser» und «Beichtvater» überholt.

    Ist das eine Anspielung auf die Kinderfickerei? Nicht der Pfaffe ist schuld, sondern nur das System dahinter?

    Dort kommen täglich etwa fünf Gläubige zum Beichten, erzählt Pater Ludwig Ziegerer. Samstag und Sonntag vor dem Gottesdienst sitzt der Pater im Beichtstuhl. Langweilt er sich da nicht? «Ja, also vor 20 Jahren waren es acht Beichtväter und es kamen nonstop Beichtende», sagt Pater Ludwig. Heute braucht es weniger Beichtväter und es kommen insgesamt etwa drei bis vier Leute.

    In der Woche kommen so um die 5 und am Sonnengotttag ebbt es nochmals ab. ;lol;