Behandelt wie „Aussätzige“: Vergewaltigte Nonne wird Mutter und verklagt Erzbistum

Die Frau wurde vor fünf Jahren während Bauarbeiten in ihrem Kloster von einem Arbeiter vergewaltigt und anschließend schwanger. Ihren Angaben zufolge habe die Kirche ihr keinerlei Hilfe zukommen lassen.

(…)

Statt Unterstützung bekam sie demnach nur Ablehnung. Ihre Schwestern hätten ihr selbst die Schuld gegeben und sie verstoßen.

Es sei Druck auf sie ausgeübt worden, damit sie den Orden verlasse und Stillschweigen bewahre. Sie habe sich jedoch geweigert und sei zu einer Freundin geflüchtet.

weiterlesen:

[http://www.focus.de/panorama/welt/von-der-kirche-verstossen-ordensschwester-in-chile-verklagt-erzbistum-nach-vergewaltigung_id_6903122.html

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  1. #1 von Losing-my-religion am 7. April 2017 - 09:31

    Ach ja…. Nächstenliebe ist etwas wunderbares.

  2. #2 von oheinfussel am 7. April 2017 - 10:21

    Lasset uns erbrechen…

  3. #3 von Hypathia am 7. April 2017 - 11:55

    Na klar ist sie selber schuld, wenn sie vergewaltigt wird! Was muss sie auch immer in dieser kurzen Nonnentracht vor notgeilen Handwerkern rumtanzen? ─ Ironie off

  4. #4 von Gerry am 7. April 2017 - 12:37

    Die typisch katholische Nächstenliebe bei der Arbeit….

    Und alle die mit dem Verein noch was zu tun haben sind sich ganz sicher dass sowas bei ihnen selbst nie passieren wird……

  5. #5 von Yeti am 7. April 2017 - 12:46

    Ich versuche gerade, mich in den Handwerker zu versetzen.

    Brr. Da schüttelt es mich. Es gibt manche Leute – selbst Vergewaltiger – die ekeln sich anscheinend vor gar nix.
    Ich meine, nicht, dass mich jemand falsch versteht. Ich bin Mann, stock-hetero und ich stehe auf Frauen. Wenn sich eine aufreizend (mir gegenüber, nicht „allgemein“!) verhält, könnte es durchaus passieren, dass ein Teil meiner Rationalität den Bach runter geht. Zweimal ist es mir in meinem Leben bisher passiert, dass ich Sex mit einer Frau hatte, der zwar in dem Moment auf jeden Fall unter vollstem gegenseitigem Einverständnis stattfand, ich (und einmal die Frau) mich aber hinterher geärgert habe, nicht Herr meiner Sinne gewesen zu sein.

    Aber jemandem gegen seinen Willen Sex aufnötigen? Dazu wäre ich wohl nicht in der Lage, erst recht nicht bei einer Nonne, weil ich ein schräges Bild von Nonnen habe, seit ich in unserem Kindergarten nicht mit der Schwester Oberin der „Barmherzigen Schwestern Jesu Christi“ klar kam.
    Das waren die, die meinen Onkel mit seinem Hirntumor jämmerlich haben leiden und verrecken lassen, weil sie meinten, Opiate wären nicht gut. Machen abhängig und (vor allem) verhindern das gewünschte Leiden.

    „Lasst mich endlich sterben!“ hat er gerufen, abgemagert auf knapp 40 kg, und mit beiden Händen die Schädeldecke festhaltend, damit sie ihm nicht wegfliegt.

    Und (gar nicht) zuletzt: der Umgang des Ordens und der Kirche mit der armen Frau setzt dem ganzen Fass noch die Krone über die Hutschnur.

    So, und jetzt geh ich mich erbrechen.

  6. #6 von oheinfussel am 7. April 2017 - 15:02

    @Yeti

    Ich finde den ersten Teil deines Kommentars unangebracht. Vergewaltigung ist keine Frage der Attraktivität und damit auch keine „Bestätigung“, hübsch genug gewesen zu sein, um zum Sex gezwungen zu werden.

    Ich gehe nicht davon aus, dass du das so gemeint hast.

  7. #7 von deradmiral am 7. April 2017 - 15:02

    Fun-Fact: (JustG NRW)
    „Von der Zahlung von Gebühren, welche die ordentlichen Gerichte in Zivilsachen und die Justizverwaltungsbehörden erheben, sind befreit: Kirchen, sonstige Religionsgemeinschaften und Weltanschauungsvereinigungen, die die Rechtsstellung einer Körperschaft des öffentlichen Rechts haben“

  8. #8 von Deus Ex Machina am 7. April 2017 - 19:29

    Christliche Nächstenliebe bei der Arbeit.

  9. #9 von m0ebius am 7. April 2017 - 23:10

    @deradmiral: Das finde ich ziemlich unglaublich – denn es heißt ja in der Praxis nichts anderes, dass die Allgemeinheit die Gerichtskosten tragen, wenn die Kirchen das Recht brechen (ansonsten zahlt ja eh der Prozessgegner).

  10. #10 von m0ebius am 7. April 2017 - 23:12

    Achja, ich hätte wirklich gerne eine Editierfunktion, um die dämlichen Grammatikfehler meiner Posts auszubügeln. Aber Ihr versteht schon, was ich meine…

  11. #11 von Yeti am 8. April 2017 - 11:30

    @fussel:

    Ich gehe nicht davon aus, dass du das so gemeint hast.

    Danke für die Vorschusslorbeeren.
    Nein, natürlich habe ich das nicht so gemeint. Was ich rüberbringen wollte war der Gedanke, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, wie man auf die Idee kommt, mit jemandem Sex zu haben, der das nicht will und das dann auch noch mit Gewalt durchsetzt.
    Natürlich weiß ich, dass es Menschen gibt, denen alle anderen komplett egal sind, aber ich kann das einfach nicht nachvollziehen. Diese „Hilflosigkeit“ wollte ich mit meinem Gestammel ausdrücken, war mir anscheinend auch gelungen ist … :-/

  12. #12 von Yeti am 8. April 2017 - 11:31

    s/war/was