Katholischer Sozialverband kämpft mit Verschwörungstheorien gegen die Ehe für alle

Der Chef des katholischen Verbandes für „Ethik in der Wirtschaft“ behauptet, dass Befürworter der Ehe für alle in Wirklichkeit Heterosexuellen die Ehe wegnehmen wollen.

(…)

Er warf daher den Gleichstellungsbefürwortern – immerhin 75 Prozent der deutschen Bevölkerung – vor, ihnen würde es offenbar mehrheitlich im Kern nicht um Gleichstellung, sondern um die Abschaffung der Ehe gehen.

weiterlesen:

[http://www.queer.de/detail.php?article_id=28588

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  1. #1 von oheinfussel am 6. April 2017 - 10:44

    Krass, ey.
    Die wissen mehr und besser über das Bescheid, was ich alles so will oO
    Ist natürlich schon komisch, dass die Ehe bereits in 20 Ländern für homosexuelle Menschen offen ist und dort noch immer heterosexuelle Paare nach wie vor heiraten und Kinder bekommen…

  2. #2 von Muriel am 6. April 2017 - 15:40

    Schön wärs ja…

  3. #3 von Willie am 6. April 2017 - 22:21

    „Ehe und gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind nicht das gleiche und werden auch durch plakative Forderungen einer ‚Ehe für alle‘ nicht gleich“, so der katholische Funktionär.

    Ich ergänze mal frei die Gedanken eines Herrn Wehner: Männer und Frauen sind nicht das gleiche und werden auch durch plakative Forderunge, wie z.B. das Grungesetz von Deutschland, nicht gleich.

    „den Großteil derer, die heute die ‚Ehe für alle‘ fordern“, vor zehn Jahren die Ehe noch als „Ausdruck der patriarchalischen Machtstrukturen“ bekämpft zu haben.

    Wie gut, dass es sich bei den Katholen nicht um „patriarchalische[n] Machtstrukturen“ handelt.

    Er warf daher den Gleichstellungsbefürwortern – immerhin 75 Prozent der deutschen Bevölkerung – vor, ihnen würde es offenbar mehrheitlich im Kern nicht um Gleichstellung, sondern um die Abschaffung der Ehe gehen.

    Nach dieser Logik wollen die Türken als mit dem Ruf nach der Todesstrafe diese bannen und abgeschafft halten.

    Dann müsse man künftig auch die Vielehe oder die Geschwisterehe zulassen, so Wehner, denn auch hier werde Verantwortung füreinander übernommen.

    Und warum nicht? Apropos Geschwisterehe (und Inzest), das ist doch urjahwesche Form und gehört zum Plan dazu. Nach deren Vorstellung sind wir doch eh all Geschwister, oder warum quatschen die von Brüdern und Schwestern?

  4. #4 von oheinfussel am 6. April 2017 - 22:40

    @Willie

    ER hat die Ehe zwischen Menschen und Tieren, Menschen und Gegenständen und Erwachsenen und Kindern vergessen.

    Wenn schon blöd, dann bitte vollendet 😛

  5. #5 von user unknown am 7. April 2017 - 09:40

    Dann müsse man künftig auch die Vielehe (…) zulassen, so Wehner, denn auch hier werde Verantwortung füreinander übernommen.

    Und warum nicht?

    In einer Gesellschaft, in der Eigentum und Einkommen so ungerecht verteilt sind, wie in unserer, würde das dazu führen, das ein paar Superreiche Männer einen Haram aufmachen und Frauen, für die das der einfachste Weg des sozialen Aufstiegs ist, würden sich dafür finden.

    Ich schätze auch Feministinnen, die für dieses Recht auf Vielehe votieren werden, wird es bald geben, so wie es auch schon Feministinnen gibt, die in der Gesichtsverschleierung einen Akt des Empowering sehen – vielleicht gibt es die auch schon.

  6. #6 von Veria am 7. April 2017 - 10:04

    In einer Gesellschaft, in der Eigentum und Einkommen so ungerecht verteilt sind, wie in unserer, würde das dazu führen, das ein paar Superreiche Männer einen Haram aufmachen und Frauen, für die das der einfachste Weg des sozialen Aufstiegs ist, würden sich dafür finden.

    Ich bezweifle SEHR, dass bei so einer Konstellation alle Beteiligten einverstanden wären. Welche Ehefrau lässt einfach eine dahergelaufene weitere Frau in die Ehe? Und in unserer aufgeklärten Gesellschaft steht ausser Frage, dass sie einverstanden sein muss.

  7. #7 von Muriel am 7. April 2017 - 10:27

    „In einer Gesellschaft, in der Eigentum und Einkommen so ungerecht verteilt sind, wie in unserer, würde das dazu führen, das ein paar Superreiche Männer einen Haram aufmachen und Frauen, für die das der einfachste Weg des sozialen Aufstiegs ist, würden sich dafür finden.“
    Wow.
    Das ist nicht dein Ernst, oder?
    Ich meine…
    Wow.

  8. #8 von user unknown am 7. April 2017 - 17:18

    @Veria:

    Welche Ehefrau lässt einfach eine dahergelaufene weitere Frau in die Ehe?

    Eine, die ökonomisch weitestgehend abhängig von dem Mann ist und nur dann selbst Ehefrau werden darf, wenn sie einer Vielehe zustimmt. Nach außen muss das freillich etwas freundlicher verpackt werden, damit die Frau ihr Gesicht wahren kann.

    Es gibt auch Vielehen für Frauen. In Tibet .

  9. #9 von itna am 7. April 2017 - 17:21

    Ich kann es nicht mehr hören. Wenn einer im Rudel leben will, ok. Wenn einer mit seiner Schwester poppen will, ok. Das sind erwachsene Menschen und sie schädigen, stören niemanden. Ist mir doch egal, auf was jeder so steht.

  10. #10 von user unknown am 7. April 2017 - 17:31

  11. #11 von Muriel am 7. April 2017 - 18:19

    @user unknown: Ich lese Antje Schrupp nur sehr widerwillig, deshalb mag ich es übersehen haben, aber ich finde deine These da nicht wieder.
    Ist auch fast egal. Stimmst du dem denn zu?

  12. #12 von user unknown am 8. April 2017 - 11:13

    @Muriel:

    Stimmt, sie schreibt nichts über Versorgerehen.

    Ist aber dennoch nicht auf meinem Mist gewachsen, weiß aber nicht mehr, wo ich das herhabe.

    Hier findet sich die Vorstellung eines Roman über die Situation in Nigeria.

    Stimmst du dem denn zu?

    Wem?

  13. #13 von Muriel am 8. April 2017 - 11:20

    Verschaukelst du mich jetzt, oder reden wir wirklich so aneinander vorbei? Ich frage das ganz freundlich und nachdenklich.

    Du hast geschrieben: „In einer Gesellschaft, in der Eigentum und Einkommen so ungerecht verteilt sind, wie in unserer, würde das dazu führen, das ein paar Superreiche Männer einen Haram aufmachen und Frauen, für die das der einfachste Weg des sozialen Aufstiegs ist, würden sich dafür finden.“
    Auf Nachfrage hast du geschrieben, es sei nicht deine Idee.
    Meine Frage zielt darauf ab, zu erfahren, ob es deine Meinung ist, oder ob du es nur zitiert hast, ohne zuzustimmen. Ich möchte also wissen, ob du tatsächlich der Meinung bist, dass ein sinnvolles Argument gegen Polygamie ist, dass in einer Gesellschaft, in der Eigentum und Einkommen so ungerecht verteilt sind, wie in unserer, Polygamie dazu führen würde, dass ein paar superreiche Männer einen Harem aufmachen und Frauen, für die das der einfachste Weg des sozialen Aufstiegs ist, sich dafür finden würden. Und falls nicht, wäre ich außerdem interessiert zu erfahren, was du dann damit sagen wolltest.

  14. #14 von user unknown am 8. April 2017 - 14:43

    @Muriel:

    Meine Frage zielt darauf ab, zu erfahren, ob es deine Meinung ist, oder ob du es nur zitiert hast, ohne zuzustimmen.

    Da ich es geschrieben habe meine ich es auch. Als Erklärung, wie ich auf die Idee komme, habe ich dann empirische Befunde aufgeführt – es ist ja so, dass es vielerorts Polygamie gibt. Welche Erklärung hast Du denn für die Existenz von Polygamie? Wahre Liebe?

  15. #15 von Muriel am 8. April 2017 - 15:00

    Okay, ich glaube, wir reden wirklich aneinander vorbei.
    Wenn du mich fragst, welche Erklärung ich dafür habe, dass Menschen nicht nur in Zweierpaaren zusammen leben, dann ist das doch ganz einfach: Weil sies wollen. Ich lebe selbst in einer Dreierbeziehung, und in unserem Fall zum Beispiel ist es Liebe. Bei anderen gibt es sicher auch andere Gründe.
    Weil ich befürchte, dass das zwischen dir und mir aber mit der Liebe eher nichts mehr wird, und nicht mal mit einer vernünftigen Verständigung, denke ich, wir lassen das jetzt auf sich beruhen und gehen mit verschiedenen Meinungen auseinander.
    Alles Gute!

  16. #16 von Veria am 8. April 2017 - 15:21

    Allein ökonomische Abhängigkeit ist da aber kein sehr gutes Argument, denn das kann einem genausogut in einer Zweierbeziehung passieren. Ich habe aber noch nicht gehört, dass potentielle ökonomische Abhängigkeit als Argument gegen die Ehe an sich angeführt worden wäre.
    (Eigentlich wäre es dann ja auch ein Argument gegen Beziehungen an sich, denn man kann auch ohne Ehe vom Partner ökonomisch abhängig sein.)

  17. #17 von user unknown am 8. April 2017 - 17:52

    @Veria:

    Allein ökonomische Abhängigkeit ist da aber kein sehr gutes Argument,

    Die ökonomische Abhängigkeit selbst ist auch nicht das Argument gegen die polygame Beziehung, Viele polygame Beziehungen bedeuten aber, wenn es immer nur 1 Mann mit vielen Frauen ist, dass es einen hohen Überschuss an Singlemännern gibt, die dann keine Frau abkriegen.
    Das kann zu Neid und Aggressionen führen, am ohnehin konfliktträchtigen Arm-Reich-Konflikt.

  18. #18 von Veria am 8. April 2017 - 18:16

    wenn es immer nur 1 Mann mit vielen Frauen ist

    Es ist nicht gesagt, dass das so wäre.

  19. #19 von user unknown am 18. April 2017 - 15:22

    @Veria:
    Theoretisch mag es so sein, dass Frauen mit vielen Ehemännern genauso denkbar sind, aber ist es von praktischer Relevanz oder ist es nur eine Ausrede?

    Hier ist ein a Video , Dave Rubin mit Yasmine Mohammed die auch kurz über eine inoffizielle Vielehe mit einem Kanadier spricht. Das sind nicht einfach theoretische Modelle mit x Personen von y Geschlechtern die als freie und gleiche Individuen in einer gewaltfreien Umgebung selbstbestimmt Formen des Zusammenlebens ausprobieren wollen.

    Die Frage ist, wem hält man hier eigentlich die Tür auf?

  20. #20 von Veria am 18. April 2017 - 15:53

    Theoretisch mag es so sein, dass Frauen mit vielen Ehemännern genauso denkbar sind, aber ist es von praktischer Relevanz oder ist es nur eine Ausrede?

    Ich kenne genau eine Person, die mit mehr als einer anderen Person zusammen ist, und diese Person ist damit sehr glücklich. Es ist übrigens keine Muslima. Nur eine Person ist aber eine zu kleine Stichprobe, um etwas auszusagen. (Die anderen Personen in der Beziehung kenne ich leider noch nicht – kommt vielleicht noch.)

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