Innenminister: Keine Gleichheit für Religionen in Deutschland

Gleichheit könne in der Debatte um mehr Rechte für muslimische Gemeinschaften in Deutschland nicht das Ziel sein, meint Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Freiheit bedeute, vorhandene Unterschiede zuzulassen, sagte er am Donnerstag bei einer Tagung zum Staatskirchenrecht in Berlin.

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[https://www2.jesus.de/innenminister-keine-gleichheit-fuer-religionen-in-deutschland/

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  1. #1 von Gerry am 3. April 2017 - 10:09

    Gleiche Rechte nur für Christen!

  2. #2 von paul0f am 3. April 2017 - 10:52

    „Alle Tiere sind gleich … nur einige sind gleicher als die anderern“.

    (G. Orwell – Farm der Tiere)

  3. #3 von drawingwarrior am 3. April 2017 - 12:02

    Freiheit bedeutet Unterschiede zuzulassen….
    Frei nach dem Motto: Die Freiheit nehm ich mir…und dir geb ich nix ab.

  4. #4 von m0ebius am 3. April 2017 - 14:14

    Wer eine Freiheitsdefinition vertritt („vorhandene Unterschiede zulassen“), in der die Aufrechterhaltung der sozialen Unterschiede zwischen Kaiser und Sklave als Verkörperung von Freiheit durchgeht, sollte nicht Innenminister eines Staates sein.

  5. #5 von manglaubtesnicht am 3. April 2017 - 15:11

    Das ist unfassbar.

  6. #6 von Yeti am 3. April 2017 - 15:58

    @mgen:

    Das ist unfassbar

    Jepp. Mir hat es gerade auch komplett die Sprache verschlagen …
    Dieser Typ ist Bundesinnenminister. Sind denn jetzt alle komplett bekloppt geworden? Ist denn schon wieder Wahlkrampf?

  7. #7 von user unknown am 3. April 2017 - 17:28

    „Das Christentum präge das Land seit Jahrhunderten und habe im Alltag immer noch diesen Einfluss.“

    Zum Glück auf die meisten Menschen nicht mehr.

  8. #8 von oheinfussel am 3. April 2017 - 18:35

    Oh man – ein guter Punkt, warum Religion privat sein sollte und dringend vom Staat getrennt gehört.

  9. #9 von itna am 4. April 2017 - 00:40

    Das Christentum prägt gar nichts mehr, sonst würden die Scheiterhaufen noch brennen. Es schmarotzt nur und will anderen Vorschriften machen, sich schamlos über Gesetze stellen usw..

  10. #10 von Torchy am 4. April 2017 - 04:34

    Wie bitte? Die Benachteiligten sollen die Klappe halten und ihre Diskriminierung im Namen der Freiheit „zulassen“?
    Ich kann gerade nicht in Worte fassen, wie sehr mich diese Denkweise von Herrn de Maizière anwidert. Sowas löst bei mir Gewaltfantasien aus…

  11. #11 von Deus Ex Machina am 4. April 2017 - 07:28

    „Wo Religion und Politik im selben Boot sitzen, da folgt ein Wirbelsturm.“

  12. #12 von Hinterfragerin am 4. April 2017 - 09:11

    So könnten die Saudis auch argumentieren…

    Das Problem dieser Leute ist, dass sie gerne die Privilegien der einen beibehalten wollen, keinesfalls aber den Anderen dieselben Rechte einräumen wollen. Kreuz an der Wand ja, Tuch auf dem Kopf, nein.

    Sorry Leut, so geht das in einem weltanschaulich neutralen Rechtsstaat halt nicht.

    Und der Hinweis auf den Unterschied zwischen Gleichbehandlung und Gleichheit ist hier verfehlt, auch wenn er an anderer Stelle Sinn machen mag.

    Nein, natürlich macht es keinen Sinn, bzgl. anderer Religionen alles genauso zu regeln wie bzgl. der christlichen Großkirchen, schon da die entsprechenden Institutionalisierungsmuster/ inneren Strukturen ganz andere sind. Wenn man also überhaupt staatlicherseits in diesem Bereich agieren will (besser wäre, es nicht zu tun) – etwa durch Lehrerausbildung oder Geistlichenausbildung an Universitäten – muss man eventuell jeweils unterschiedliche Lösungen finden.

    Aber es entspricht eben nicht dem „Grundsatz der Gleichbehandlung“, dabei auf Althergebrachtes und unterschiedliche Verwurzelung zu verweisen: damit wird deutlich für unterschiedliche Chancen votiert, nicht für grundsätzlich gleiche Rechte im Rahmen unterschiedlicher Kontexte.

    „Das Verhältnis zu den Religionen bestimme nicht der Staat allein, auch bei der Frage, was an religiösen Traditionen akzeptiert werden kann und was nicht, sagte de Maizière. Es müsse von der Gesellschaft ausverhandelt werden.“

    Das ist je nach Interpretation banal oder hochgefährlich. Banal in dem Sinne, als es natürlich gesellschaftliche Aushandlungsprozesse sind, die letztlich auch staatliches Handeln über Wahlen und Langzeittrends beeinflussen. Gefährlich in dem Sinne, als bei uns grundlegende Rechte fest verankert wurden, die einerseits die Akzeptanz mancher Traditionen eben ausschließen (jener, die Menschenrechte verletzen, eigentlich zumindest, siehe leider Umgang mit Beschneidung), während andererseits das Recht auf das Ausleben anderer Traditionen eben den Status eines Grundrechtes besitzt. Über diese Grundrechte Mehrheiten bestimmen zu lassen (nach dem Motto: will ich aber nicht, dass die mit Kopftuch rumlaufen) ist eine Einladung zur Diskriminierung.

    „Für die Diskussion forderte er, sich am „Gebot zur eigenen Haltung“ zu orientieren, um Grenzen der Toleranz gegenüber Religionen zu definieren.“

    Was soll das denn heißen? Wenn die eigene Haltung dagegen spricht, zieht man genau da eine Grenze? So könnten wiederum auch die Saudis argumentieren.. Ich denke eher, man sollte sich am Grundgesetz und an den Menschenrechten orientieren, silly me.

  13. #13 von Friedensgrenze am 6. April 2017 - 00:06

    Gleichheit könne in der Debatte um mehr Rechte für muslimische Gemeinschaften in Deutschland nicht das Ziel sein.

    Der Innenminister de Maiziere verfolgt nicht die Interessen dieser Republik, sondern arbeitet für seinen eingebildeten Gott unter Inkaufnahme der Auslöschung der Respektabilität dieses Staates indem er seinen eigenen Irrglauben mit der Macht das Innenministers voranbringt ohne sich um Ausgewogenheit zu bemühen. Er ist ein Despot. Und wir haben dadurch ein im Grundgesetz festgelegtes Recht:

    Die Despotie begründet als illegitime Herrschaftsform nach Ansicht vieler Staatstheoretiker ein Widerstandsrecht, das im Grundgesetz in Deutschland in Art. 20 Abs. 4 GG garantiert ist.

    Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

    Gott ist scheißegal. Wenn der Herr Innenminister an der Wand seines Büros christlichen Woodoozauber anbringt bitte, aber es geht hier gar nicht um die Gleichheit der Religionen diese Idee ist schon angemaßt. Es geht im Grundgesetz ausschließlich um den Menschen und das was sie / er für entscheidend hält. Es geht um Menschliche Weltanschauung und ob es dem Herrn Demisiere gefällt oder nicht, die Religionen sind nur ein ganz kleines Segment im Kreis der Weltanschauungen. Er kann sich nicht einfach seine Religion raussuchen und sie zum Maßstab seines Urteils machen. Er ist verpflichtet Gleichheit der Weltanschauungen herzustellen wenn er als Innenminister handelt.

  14. #14 von Gerry am 6. April 2017 - 09:43

    @ Yeti

    Ich habe inzwischen den Eindruck dass aktive Innenminister – mit SEHR wenigen Ausnahmen – IMMER gegen eine freiheitliche Staatsordnung arbeiten.

    In diesem Zusammenhang möchte ich Werbung für die Gesellschaft für Freiheitsrechte machen weil ich der Ansicht bin dass wir zur Zeit so etwas brauchen:
    [https://freiheitsrechte.org/