Kirche sucht Hoffnungsträger

Die katholische Kirche in Europa altert, die kirchliche Jugend schrumpft: Europas Bischofskonferenzen suchen nach neuen Wegen in der Begleitung von Heranwachsenden. Dabei geht es auch um die eigene Zukunft.

Typisch für viele ist die Definition, die Carlota Cumella von einer katholischen Messe gibt: „45 Minuten, in denen jemand von etwas spricht, was man nicht wirklich versteht, und das inmitten von alten Leuten.“

„Die Frage nach Mitbestimmung von Jugendlichen stellt sich nicht, weil sie sich nicht für Kirche interessieren“, sagt Weihbischof Everard De Jong aus Roermond. Nach seinen Worten leben in den Niederlanden 80 Prozent der Heranwachsenden ohne Kontakt zur Kirche – und nicht weniger glücklich. Glaube scheint verzichtbar: Darin liegt für den Bischof die eigentliche Herausforderung.

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[http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/kirche-sucht-hoffnungstrager

 

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  1. #1 von Hypathia am 2. April 2017 - 08:30

    „Nach seinen Worten leben in den Niederlanden 80 Prozent der Heranwachsenden ohne Kontakt zur Kirche – und nicht weniger glücklich. Glaube scheint verzichtbar: Darin liegt für den Bischof die eigentliche Herausforderung.“

    Glaube scheint nicht nur verzichtbar, Glaube IST verzichtbar!
    Wozu soll es also gut sein, nicht glaubende Menschen, die ja augenscheinlich glücklich sind, in Kontakt mit der Kirche und dem Glauben zu bringen?! Außer natürlich um die eigenen Interessen bzw die Kirchen vor der absoluten Bedeutungslosigkeit bewahren zu wollen.

  2. #2 von Deus Ex Machina am 2. April 2017 - 09:00

    „Dabei geht es auch um die eigene Zukunft.“

    –> Es geht NUR um diese, alles andere ist Mittel zum Zweck.

  3. #3 von oheinfussel am 2. April 2017 - 09:40

    Vor allem geht es auch um Macht und Deutungshoheit – wenn sich die Kirche nicht mehr überall einmischen und ihre Auffassung allen anderen aufrücken darf, verschwindet sie auf der Müllhalde der Geschichte.

  4. #4 von Noch ein Fragender am 2. April 2017 - 10:17

    leben in den Niederlanden 80 Prozent der Heranwachsenden ohne Kontakt zur Kirche – und nicht weniger glücklich.

    Einfach aussitzen.

    Die nächste Generation findet Religion, von der ihre Eltern keine Ahnung haben, wieder unglaublich interessant.

    Zyn off

    P.S. Ich glaube zwar nicht, dass die Geschichte sich im Kreise dreht, aber von einer geradlinigen Entwicklung sehe ich auch keine Anhaltspunkte. Ich hoffe noch, dass die Geschichte sich wenigtens spiralförmg zu immer vernünftigeren Vehältnissen entwickelt.

  5. #5 von Rene am 2. April 2017 - 10:29

    So kann der Sonntag beginnen. Die Sonne scheint und ich lese diese wunderschöne Bankrotterklärung.
    Besonders gefällt mir die Stelle, wo Franz-Peter Tebartz-van Elst seine Meinung dazugibt. Die Ministranten müssen merken, dass „hier was los ist“. Jahaha, das haben sie schon, Franz-Peter, und zwar tausende von ihnen, weltweit.
    Und der andere Kumpel, Everard De Jong, sieht dass Problem darin, dass 80% der Jugendlichen kirchenfern UND zufrieden ist. Soweit kommt’s noch.
    Wie wär‘ denn damit: Die Geschichte von Huhu und seinem ranzigen Sohn, gezeugt durch einen Ohrenfick, ist zu absurd und lächerlich, um noch jemanden hinter dem Ofen vor zu locken. Mit diesem Mist geht ihr den Leuten auf den Geist.
    Besser kann dieser Sonntag nicht mehr werden.

  6. #6 von Gerry am 2. April 2017 - 10:51

    10 Jahre Beterei für mehr Pfarrer haben nix gebracht. Die nachwachsende Generation hat keinen Bock auf Kirche.

    Vielleicht sollten die Kirchen sich einfach mit der Einsicht abfinden dass der große Huhu keine Kirche mehr haben will?

    Wäre es im Weltbild der Gläubigen nicht die naheliegendste Variante dass der Huhu es sich nach zwei Tagen (im biblischen Zeitrahmen) eben anders überlegt hat?

  7. #7 von manglaubtesnicht am 2. April 2017 - 15:34

    „Huhu“? – Das gefällt mir 🙂