Islam-Experte: Deutscher Staat muss Imame mitbezahlen

Deutsche Moschee-Gemeinden sollen ihre Imame angemessen bezahlen. Das Geld dafür soll laut einem Islamexperten aus Deutschland kommen.

Mit der Gründung der Zentren für Islamische Theologie vor sechs Jahren habe die Politik zwar das Fundament für die Ausbildung von Imamen in Deutschland gelegt, sagte der stellvertretende Direktor des Instituts für Islamische Theologie in Osnabrück im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd): „Aber sie hat nicht daran gedacht, eine Einnahmequelle für Imame zu schaffen.“

Für eine Bezahlung von Imamen unter anderem aus Steuermitteln hatten sich auch der Göttinger Kirchenrechtler Hans Michael Heinig und der CDU-Poltiker Jens Spahn ausgesprochen.

weiterlesen:

[https://www.derwesten.de/politik/islam-experte-deutscher-staat-muss-imame-mitfinanzieren-id210128033.html

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  1. #1 von Veria am 2. April 2017 - 13:51

    Vielleicht ist das ja jetzt endlich ein Grund, damit aufzuhören, christliche Geistliche vom Staat zu bezahlen.

  2. #2 von drawingwarrior am 2. April 2017 - 14:12

    Als der Staat damals das duale Ausbildungssystem in Zusammenarbeit mit den Berufsschulen und Innungen ins Leben rief, hat der Staat tatsächlich vergessen, jedem Gesellen und Meister, der diese Lehranstalt durchläuft, ein Einkommen zu verschaffen!
    So eine Scheiß-Argumentation hab ich in meinem Leben noch nicht gehört.

  3. #3 von parksuender am 2. April 2017 - 14:32

    Für eine Bezahlung von Imamen unter anderem aus Steuermitteln hatten sich auch der Göttinger Kirchenrechtler Hans Michael Heinig und der CDU-Poltiker Jens Spahn ausgesprochen.

    Klingt etwas missverständlich, daher nochmals im Klartext:
    Heinig und Spahn sind sich einig darüber, dass lediglich die Ausbildung von Imamen aus Steuermitteln bezahlt wird.

    [https://www.nwzonline.de/politik/cdu-politiker-fordert-islamgesetz_a_31,2,3071769042.html

  4. #4 von Gerry am 2. April 2017 - 14:57

    @ Veria

    GENAU DAS dachte ich mir auch. Da wäre die latente Xenophobie doch tatsächlich mal nützlich.

  5. #5 von m0ebius am 2. April 2017 - 15:03

    Das eigentliche Problem ist doch das Grundproblem der Finanzierung jeder religiösen Organisation: wird sie von den einfachen Mitgliedern bezahlt, wird sie dadurch unattraktiver. Wird sie es nicht, ist sie gezwungen, sich anderweitig Gönner zu verschaffen. Und in der Regel erwarten die die Gegenleistung, Einfluss auf die Gläubigen auszuüben. Wes‘ Brot ich ess, des‘ Lied ich sing.

    Eine Finanzierung durch die Allgemeinheit würde zwar dieses Problem lösen, wäre aber gleichzeitig eine ungerechtfertigte Subvention (gleichzeitig kann man mit Recht argumentieren, dass es nichts anderes als eine weitere Einflussnahme darstellt – nur, dass man mit ihren Zielen mehr übereinstimmt als wenn sie z.B. von der Saudi-Kleptokratie oder der Türkischen Religionsbehörde kommt). Außerdem wird der Religion insgesamt von staatlicher Seite eine Legitimität verliehen, die sie nicht verdient. Die Reaktion auf den radikalen Islam sollte Aufklärung sein, nicht das Heranzüchten eines aus der Hand fressenden „Euro-Islams“. Und die Geldflüsse aus dem Ausland muss man trockenlegen.

    Die islamischen Gemeinden sollten sich aus ihren eigenen Mitgliedern finanzieren – und die christlichen Kirchen ebenso.

  6. #6 von user unknown am 2. April 2017 - 22:04

    Schon dass die Ausbildung unter dem Vorwand „Wissenschaft“ staatlich gefördert wird ist ein Unding. Bei Christen natürlich auch.

  7. #7 von Willie am 2. April 2017 - 22:30

    Staatliche Märchenerzähler gibt es doch genug, da braucht es nicht noch die der vielen Religionsmärchen.

  8. #8 von stephancologne am 3. April 2017 - 06:53

    „Aber sie hat nicht daran gedacht, eine Einnahmequelle für Imame zu schaffen.“

    Sich von denen entlohnen lassen, die die Dienste des Imam in Anspruch !?