Ist Islamismus heilbar?

Seit Sigmund Freud wird extreme Religiosität als eine Form von Geisteskrankheit gesehen. Nur den Islam schließen wir aus dieser Sichtweise aus. Dabei gehören Islamisten doch meistens auf die Couch, oder?

Bei der medialen Wahrnehmung spektakulärer Gewalttaten kommt es häufig zu so etwas wie psychologischem Rassismus. Westlich geprägte Täter gelten in erster Linie als psychisch kranke Amokläufer. Muslimisch geprägte Täter gelten – zum Leidwesen muslimischer Gemeinden – in erster Linie als religiös motiviert. Aber glaubt wirklich jemand, ein kleinkrimineller Drogendealer wie Anis Amri wäre zu so was wie einer ernst zu nehmenden religiösen Motivation fähig? Und war das, was in London passierte, wirklich mehr als ein Amoklauf?

weiterlesen:

[http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/radikalisierung-als-krankheit-ist-islamismus-heilbar-a-1139607.html

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  1. #1 von Hal am 1. April 2017 - 19:39

    Es mag sein das der Verfasser in einigen punkten recht hat. Nur ist seit Freud einiges geschehen und so müsste dieses Verfasserschwein etwas mehr lernen und weniger schreiben.

    Warum dürfen so eklatant dumme Menschen, gut entlohnt, schreiben? Ich verstehe es nicht.

  2. #2 von m0ebius am 1. April 2017 - 23:59

    Ist es denn so, dass wir den Islam hier freundlicher behandeln, indem wir ihn nicht als psychische Störung betrachten?

    Erstens denke ich nicht, dass eine Mehrheit islamistische Selbstmordattentäter für psychisch gesund hält. Zweitens ist es doch eher so, dass wir, als christlich geprägte Kultur, eher dem Christentum einen Bonus entgegenbringen und ihm unterstellen, es könne z.B: für Terrorismus ja nicht verantwortlich sein, weil es ja so aufgeklärt und pazifistisch sei. Dann bleibt als Schuldiger nur das Individuum übrig.

    Tatsächlich sind aber immer beide Seiten verantwortlich: die religiöse Ideologie, die menschenverachtende Züge zumindest enthält, und der Extremist, der aus den Spielarten der Religionen die extreme auswählt – in der Regel, weil das seiner Persönlichkeit entspricht, z.B., weil er ein besonders ausgeprägtes Bedürfnis nach einfachen, unhinterfragten Welt- und Feindbildern und Moralvorstellungen hat.

  3. #3 von Torchy am 2. April 2017 - 00:55

    Dabei ist es eigentlich längst Teil des gesunden Menschenverstands, Äußerungen extremer Religiosität als Ausdruck psychischer Krankheit zu sehen.

    Das wäre schön! Warum will es dann einfach nicht in den Verstand einiger Menschen, dass Kindern schon in der Grundschule oder noch früher im konfessionellen Religionsunterricht bewusst die ersten Schäden verpasst werden.

  4. #4 von oheinfussel am 2. April 2017 - 09:50

    Ach, aber wenn Homosexuelle von Bischöfen (auch in Deutschland)degradiert und diffamiert werden, ist das okay?!

    Wenn Abtreibungsgegner ungewollt schwangeren Frauen das Leben schwermachen und wieder bis in den Bauch der Frauen hinein regieren will und jede Schwangerschaft erzwingen will und sie einfach nicht kapieren wollen, dass ungewollte Mutterschaft nur noch mehr Probleme schafft – ist das kein Zeichen psychischen Problemen?