Evangelische Allianz Gießen schenkt ihrer Stadt 10.000 Bibeln

Die bibeltreue Evangelische (d.h. evangelikale) Allianz Gießen schenkt der Stadt 10.000 Exemplare einer Spezialausgabe des Neuen Testaments mit

zehn Porträts von Gießener Persönlichkeiten, die ihre Erlebnisse mit der Heiligen Schrift schildern oder Bibeltexte kommentieren. … Die fast völlig gelähmte Autorin Maria Langstroff (30) – sie ist seit ihrem 19. Lebensjahr ein Pflegefall – bekennt, dass die Bibel ihr Mut zum Weiterleben macht. Gott sei jeden Tag bei ihr und lasse sie das Schlechte vergessen – durch eine SMS, einen Anruf von Freunden oder das aufmunternde Lächeln einer Pflegekraft. Der Fotograf und Psychologiestudent Lennart Pagel schreibt, dass er bei seinen Weltreisen immer wieder erlebe, dass Gott die Planung übernommen habe. Denn oft könne er Fotos machen, die er niemals hätte planen können.

Gießen hat etwa 84.000 Einwohner.

weiterlesen (nur für Abonnenten, aber sonst hat niemand berichtet – nicht einmal die Evangelische Allianz Gießen oder die Website der Aktion, noch hat die facebook-Seite der Aktion ihre 58 Follower informiert):

[http://www.idea.de/gesellschaft/detail/evangelische-allianz-giessen-schenkt-ihrer-stadt-10000-bibeln-100477.html

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  1. #1 von Skydaddy am 1. April 2017 - 06:13

    Aus dem Artikel:

    Die Gießen-Bibel erschien in einer Auflage von 10.000 Exemplaren und wurde am 30. März der Gießener Stadtverordnetenversammlung offiziell vorgestellt. Stadtverordnetenvorsteher Egon Fritz (SPD) und die Oberbürgermeisterin erhielten die ersten Exemplare. Der stellvertretende Vorsitzende der Evangelischen Allianz, der Baptistenpastor Thorsten Lehr, und ein Vertreter der evangelischen Johannes-Kirchengemeinde, Gottfried Kramer, hatten für jeden der 59 Stadtparlamentarier eine Ausgabe dabei.

  2. #2 von K.Brückner am 1. April 2017 - 08:31

    Der übliche Schwachsinn von religiös extrem indoktrinierten Menschen. Warum hat der liebe Gott, wenn es denn gäbe, nicht verhindert, dass die erwähnte Autorin Maria Langstroff mit 19 Jahren ein Pflegefall wurde? Über die Einfalt und Gedankenlosigkeit solcher vom Schicksal schwer gestraften Menschen kann man nur den Kopf schütteln.

    K.Brückner

  3. #3 von Gerry am 1. April 2017 - 08:56

    Und was soll die Stadt jetzt damit?
    An die frisch Verheirateten verschenken wie damals beim „Führer“?
    Oder an die Kindergärten verteilen damit die Pappmaché machen können?

    dass Gott die Planung übernommen habe

    Gibt’s für diesen Speziallfall der religiösen Verblendung eigentlich inzwischen einen Fachbegriff oder wird das einfach unter Narzissmus / Egoismus einsortiert?

  4. #4 von Deus Ex Machina am 1. April 2017 - 09:42

    Ja, denn wenn es heute in Städten an irgendetwas mangelt, dann – natürlich – Bibeln. Tolles Geschenk, der Scheiß muss doch auch irgendwo gelagert werden.
    @ Gerry: Der Fachbegriff lautet „Religion“ und ist geprägt durch den von dir genannten Egoismus, Narzismus plus einem massiven Realitätsverlust.

  5. #5 von Noch ein Fragender am 1. April 2017 - 11:43

    Eine Schenkung ist ein zweiseitiger Vertrag, d. h. man braucht die Schenkung nicht anzunehmen.

  6. #6 von Rene am 1. April 2017 - 12:48

    Ich hätte fast Probleme mit der Polizei bekommen, weil ich ein paar Zettel wegen einer entlaufenen Katze aufgehängt habe. Umweltverschmutzung, meinte der Polizist. Was ist mit 10.000 Bibeln?

  7. #7 von manglaubtesnicht am 1. April 2017 - 16:04

    Niemand sonst hat berichtet? Ist das ein Aprilscherz?

    Dumm genug ist es ja.

  8. #8 von m0ebius am 1. April 2017 - 17:54

    @K. Brückner:
    Klar, für die Pflegebedürftigkeit ist Gott natürlich nicht verantwortlich. Dafür ist er verantwortlich für „eine SMS, einen Anruf von Freunden oder das aufmunternde Lächeln einer Pflegekraft.“ Das sind ja auch alles Sachen, die mit netten Menschen offensichtlich nichts zu tun haben.

    Wenn die Dame sagt, ihr Glaube sei wichtig für sie, um mit ihrem bedauerlichen Schicksal klarzukommen, will ich mich nicht darüber lustig machen oder mich über sie stellen. Kann gut sein, dass ich in einer Extremsituation auch die Flucht in die Irrationalität antreten würde. Traurig ist es trotzdem, dass ihr zu den körperlichen Fähigkeiten auch noch ein wesentlicher Teil der Kritikfähigkeit abhanden kommt.