Indien: Zwangsvegetarismus

Fleischgeschäfte und Restaurants werden mit Verweis auf fehlende Genehmigungen und Verstöße gegen Vorschriften geschlossen oder zum „freiwilligen“ Zumachen während der Hindu-Fastenzeit gedrängt.

Dass die Schließungen der Schlachthöfe und Fleischgeschäfte jetzt durchgeführt wurde, liegt daran, dass die Hindu-Partei BJP bei den Regionalwahlen Mitte des Monats mit knapp 40 Prozent Stimmenanteil die Zahl ihrer vorher 47 Sitze mehr als versechsfachen konnte und mit ihrer Dreiviertelmehrheit von 311 der insgesamt 403 Sitze den Hindu-Priester Yogi Adityanath zum Regionalregierungschef machte.

Der kahlgeschorene 44-Jährige, der in der Öffentlichkeit stets eine orangefarbene Robe trägt, lebt nach eigenen Angaben das ganze Jahr über vegetarisch und zölibatär. Seine Anhänger halten ihn teilweise für die Reinkarnation einer Gottheit und glauben, dass er mit seinen 500 Kühen, Affen, Hunden und Vögeln sprechen kann.

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[https://www.heise.de/tp/features/Indien-Zwangsvegetarismus-3670228.html

 

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  1. #1 von drawingwarrior am 31. März 2017 - 10:31

    Die Idee, dass ganze Jahr über zölibatär zu leben finde ich gut.
    Ich wünsche ihm möglichst viele und konsequente Nachahmen.
    Auf lange Sicht bereinigt sich auf die Art der Genpool.

  2. #2 von Noch ein Fragender am 31. März 2017 - 10:32

    So sieht es aus, wenn die Staatsmacht in die Hände von Priestern und reinkarnierten Gottheiten, die mit Tieren sprechen, fällt.

    Es kann nicht die Aufgabe eines aufgeklärten Rechtsstaats sein, die Religionsvorschriften einer bestimmten Gruppe – und sei sie auch in der Mehrheit – für alle zwangsweise durchzusetzen.

  3. #3 von Rene am 31. März 2017 - 11:42

    Darin gleichen sich alle Religionen, sie sind Vehikel für irgendwelche machtgeilen, unfertigen Menschen. Du sollst keine Kühe essen, Du sollst keine Schweine essen, Du sollst nicht vögeln, Egal was, es geht nur um das Verbot an sich.