Ehe für alle: Katholische Kirche und Evangelikale dagegen

Die von der SPD geforderte Öffnung der Ehe für homosexuelle Partnerschaften stößt bei der (katholischen) Deutschen Bischofskonferenz und der evangelikalen Bewegung auf Ablehnung. Die SPD-Fraktion hatte am 28. März einen entsprechenden Gesetzentwurf beschlossen und fordert vom Koalitionspartner CDU/CSU, die Einführung der sogenannten „Ehe für alle“ noch vor der Bundestagswahl auf den Weg zu bringen.

weiterlesen:

[http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/spd-vorstoss-ehe-fuer-alle-katholische-kirche-und-evangelikale-dagegen-100448.html

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  1. #1 von paul0f am 30. März 2017 - 09:08

    Erbärmlich, wie sich die Ewiggestrigen an unsinnige Dogmen und Verhaltensmustern klammern.
    Man könte den Eindruck gewinnen, die Christen und deren Lobbyisten hätten was Elementares zu verlieren.
    Dabei haben sie die wichtigste Dinge schon lange verloren .. Glaubhaftigkeit & Ehrlichkeit.

  2. #2 von Skydaddy am 30. März 2017 - 09:49

    Was mich dabei besonders anwidert ist, dass das Kriterium der „Kinderproduktion“ ziemlich offensichtlich im Nachhinein herausgegriffen wird, einzig mit dem Ziel, Homosexuelle von der Ehe auszuschließen.

    Ein kurzer Blick auf die traditionellen Eheversprechen straft diese Auffassung Lüge – es geht um Partnerschaft, von Kindern ist nicht die Rede:

    (Name), ich nehme dich zu meine(m/r) angetrauten Mann (Frau),
    ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens,
    in guten und in schlechten Zeiten, in Gesundheit und Krankheit.
    Bis das der Tod uns scheidet.
    Trage diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue.
    Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes………..Amen

    Liebe (Sie)/lieber (Er)!
    Im Vertrauen, dass Gott mit uns geht
    komme ich mit Dir auf den Weg, als dein Mann/ deine Frau.
    Ich sage ja zu Dir in und in schlechten Zeiten,
    wo der Weg steil ist und uns die Hoffnung fehlt.
    Wenn du traurig bist, werde ich dich trösten.
    Wenn dir Unrecht widerfährt, so werde ich für dich kämpfen.
    Wenn dein Leben auf dieser Welt endet, so wird mein Herz dich auf deinem Weg begleiten.
    Ich will dich lieben, achten und ehren
    und dir stets die Treue halten.
    Denn du bist mein Glück, meine Liebe, mein Leben.
    Trag diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue.
    Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
    Amen.

    Man beachte, dass es sich hierbei bereits um CHRISTLICHE Formulierungen handelt!

  3. #3 von uwe hauptschueler am 30. März 2017 - 09:51

    Ehrlichkeit war bei den Kirchen noch immer eine Frage der Zweckmäßigkeit, vgl.
    Roemer, 3:7 – Denn so die Wahrheit Gottes durch meine Lüge herrlicher wird zu seinem Preis, warum sollte ich denn noch als Sünder gerichtet werden

  4. #4 von Rene am 30. März 2017 - 11:46

    „…könnten auch andere Lebensformen – etwa eine polygame Gemeinschaft – eine Eheschließung beanspruchen.“ Du Depp! Wer keine Argumente hat, erfindet eben welche. Das ist ähnlich blöde wie die beton-islamische Behauptung, im Westen könne man seinen Esel heiraten. Deppen überall.

  5. #5 von Gerry am 30. März 2017 - 11:57

    „…könnten auch andere Lebensformen – etwa eine polygame Gemeinschaft – eine Eheschließung beanspruchen.“

    Ob seine Definition von „polygam“ auch auf die „Vielweiberei“ der Mormonen zutrifft?

    Und wenn wir schon beim Thema sind: Artikel 6 GG nennt zwar Ehe und Familie, definiert sie aber nicht.

    IANAL, aber da sehe ich zumindest juristisch keine Hinderungsgründe, auch polygame Beziehungen als Ehe und Familie zu betrachten. Müssen die Finanzämter eben Formulare und Software ändern 🙂

  6. #6 von Hypathia am 30. März 2017 - 12:25

    Und schon wieder versuchen diese verdummbibelten Vollpfosten in die weltliche Gesetzgebung einzugreifen.

    Verbietet euren Schafen doch was ihr wollt, aber lasst den Rest der Menschheit endlich in Ruhe!!!

  7. #7 von Unechter Pole am 30. März 2017 - 21:55

    Und die SPD zieht wohl den Schwanz ein.

  8. #8 von Willie am 31. März 2017 - 02:47

    Warum die Deutsche Bischofskonferenz auch dagegen ist kann ich mir gut vorstellen. Dann bekommen die noch weniger Personal, da man dann ja auch heiraten könnte um nicht alleine zu bleiben.

    Man kann es immer nur wiederholen: Keiner zwingt euch oder eure Kirchen dazu, es dann auch auszuführen.