Pro und Contra: Soll Karfreitag ein stiller Feiertag bleiben?

Streit um lustige Theaterstücke, Unterschriftenlisten, in denen Bürger fordern, Altstadt-Discos in der Nacht zu Karsamstag ab 0 Uhr zu öffnen: Stille Feiertage sorgen für kontroverse Debatten.

Wir haben eine Humanistin und einen Christen um ihre Meinungen gebeten.

„Es ist eine groteske Zumutung und Realsatire, welche Verbote sich in den Gesetzen zu den ’stillen Feiertagen‘ finden, sagt Ricarda Hinz.

(…)

Stille Feiertage sind eine Zumutung, sagt Pfarrer Heinrich Fucks – „Aber sie kommen dem Zusammenleben in Deutschland zu Gute.“

weiterlesen:

[http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/soll-karfreitag-ein-stiller-feiertag-bleiben-aid-1.6707778

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  1. #1 von paul0f am 28. März 2017 - 08:30

    Soll Karfreitag ein stiller Feiertag bleiben?<

    Die Christen können gerne in aller stille diesen Tag feiern – kein Grund, dies auch Konfessionsfreien bzw. Menschen anderer Konfessionen aufzuerlegen.

    Die Christen (bzw. die Theisten aller Couleur) müssen lernen, sich selbst nicht als Nabel der Welt zu sehen.

  2. #2 von Gerry am 28. März 2017 - 08:39

    Stille Feiertage sind eine Zumutung, sagt Pfarrer Heinrich Fucks

    Jaaa, anderen kann man gern was zumuten, gell Herr Pfarrer. Nur wenn die Christen selbst lieb gewonnene Privilegien (!) abgeben sollen, dann ist die Zumutung natürlich nicht zumutbar.

  3. #3 von Simone am 28. März 2017 - 09:39

    Schon ziemlich arrogant, den Leuten Vorschriften machen zu wollen, wie sie sich an einem Feiertag (Ostern), den sie von den Heiden übernommen haben, benehmen sollen.

  4. #4 von Noch ein Fragender am 28. März 2017 - 09:52

    Ich habe nichts gegen stille Feiertage, wenn sie menschheitsübergreifend sind und nicht nur trennende Ideologien religiöser Sondergruppen spiegeln,

    z. B.

    Juni 2017 Internationaler Tag zur Unterstützung der Folteropfer 2017
    Oktober 2017 Welttag gegen die Todesstrafe

    02.Dezember 2017 Internationaler Tag zur Abschaffung der Sklaverei

    Dezember 2017 Internationaler Tag der Menschenrechte

  5. #5 von Noch ein Fragender am 28. März 2017 - 09:56

    Nachtrag zu #4

    Warum werden im Post die Daten nicht vollständig wiedergegeben?

    Folteropfer: 26. Juni 2017

    Todesstrafe: 10. Oktober 2017

    Menschenrechte: 10. Dezember 2017

  6. #6 von deradmiral am 28. März 2017 - 09:59

    @Noch ein Fragender

    1. Möglicherweise
    2. interpretiert WordPress
    3. das als
    4. Liste

    kommt raus als:

    1. Möglicherweise
    2. interpretiert WordPress
    3. das als
    4. Liste.
  7. #7 von parksuender am 28. März 2017 - 10:06

    Gegenfrage: Müssen Christen auch am Penis-Fest fröhlich sein?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kanamara-Matsuri

  8. #8 von Noch ein Fragender am 28. März 2017 - 10:54

    @ #6 deradmiral

    Danke für den Hinweis.

    Lässt sich diese Fehlinterpretation durch bestimmte Zeichen ausschließen?

  9. #9 von Elvenpath am 28. März 2017 - 12:25

    Ich finde einen stillen Feiertag gut. Allerdings ohne religiösen Hintergrund. Man könnte den 21. März, die Tag- und Nachtgleiche, den Beginn der hellen Jahreszeit, als stillen Feiertag einführen. Damit kann sich jeder identifizieren.

  10. #10 von deradmiral am 28. März 2017 - 13:13


    01. Test
    "2. Test"
    '3. Test'
    -4. Test
    _5. Test
    6. Test
    +7. Test
    Achter Test

    1. Test
      „2. Test“
      ‚3. Test‘
      -4. Test
      _5. Test
    2. Test
      +7. Test
      Achter Test
  11. #11 von Veria am 28. März 2017 - 16:28

    Feiertage sind persönliche Dinge. Jeder feiert was anderes, diverse Geburtstage, Jahrestage, traditionelle Familienfeste, was auch immer. Ich finde, staatliche Feiertage gehören abgeschafft (abgesehen von mir aus von dem ein oder anderen Staatsfeiertag) und auf die Urlaubstage aufgeschlagen, idealerweise in der Form von Urlaubstagen, die der Arbeitgeber nicht ablehnen kann (oder zumindest: wenn doch, dann fällt das Feiertagsgehalt an).
    Gesetzlich still ist dann davon keiner, aber privat kann man still tun, so viel man will.
    (Und wenn wir gerade dabei sind, lassen wir jeden Arbeitnehmer seinen eigenen Ruhetag aus den sieben Wochentagen rauspicken, der dann für ihn und seinen Arbeitgeber gesetzlich als Sonntag behandelt wird.)

  12. #12 von Deus Ex Machina am 28. März 2017 - 19:10

    Wo soll denn da ein Pro sein?

  13. #13 von Unechter Pole am 28. März 2017 - 20:48

    @Elvenpath
    Ich finde nicht nur stille Feiertage, sondern auch verordnete Ladenschließtage absurd. Egal mit welchem Hintergrund. Jede gute Begründung hierfür lässt sich grundsätzlich auf das Gutheißen der Bevormundung reduzieren.

  14. #14 von Noch ein Fragender am 29. März 2017 - 00:10

    @ # 10 deradmiral

    Danke. 🙂

  15. #15 von Willie am 29. März 2017 - 04:35

    Für Christen dürfte der Fall klar sein. Jesus hat die Sache geklärt: „Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.“ (Markus 2, 27)

    Wie jetzt legt man auf einmal wert auf einen Freitag als Sabbath?

    Also: Was hat der Mensch vom Feiertag – gerade, wenn er still ist? Feiertage unterbrechen den Alltag.

    Diese Feiertage sind nie still, dafür hat doch bereits deren Gott bei der Schöopfung gesort und bevor man solche Tage erfand. Die Natur kmert sich einen sch…dreck um solchen Quatsch.

    Sie setzen Akzente, die im Alltag untergehen.

    Ja, ohne den Karfreitag wäre mir der Akzent der Religionsbeeinflussung in unseren Gesellschaften kam klar 😉

    Der arbeitsfreie Sonntag steht gegen den arbeitsreichen Alltag. Der Akzent ist die Freiheit von der Arbeit, der Nutzen besteht in Muße und zwischenmenschlichem Kontakt.

    Bis auf die Pfaffen und all die anderen zur Arbeit verpflichteten.

    Stille Feiertage setzen Akzente, denen man sonst lieber aus dem Weg geht. Allerheiligen und Totensonntag sind still, weil sie Tage des Gedenkens der Verstorbenen sind – nicht nur für Christen.

    Karfreitag ist aber ein stiller Feiertag, weil man dort eines nicht Gestorbenem gedenken soll. Sogar noch einem, der wegen seiner Gottschaft ganicht nie mal sterben können und den Menschen da nur eine makabre Show abgeliefert haben soll.

    Sie machen Aspekte öffentlich, die sonst im Alltagslärm untergehen: Tod, Trauer, Sterblichkeit.

    Aha, weil man sonst mir diesen Aspekten in Familie und im Freundeskreis nicht damit in Berührung kommt? Der Apsekt bei diesen christlichen, stillen Tagen liegt ganz eindeutig in einem Märtyretum begründet.

    An solchen Tagen ist kaum Party angesagt. Freilich eine Zumutung, eine Zumutung mit der Chance auf Besinnung.

    Der Herr Pfarrer ist wohl noch nie aus seinem deutschen Nest herausgekommen. Und nein, damit meine ich nicht nur unchristliche Staaten.

    Das Kreuz ist ein Skandal, eine skandalöse Welt voll von Gewalt und Elend.

    Das Kreuz ist eines von vielen Skandalen die es in der Menschheitgeschichte gab. Der gößere Skandal dabei ist, dass man gefälligst um einen nie gestorbenen Gott trauern und still sein soll, während man all die anderen Gekreuzigten (im weitetsten Sinne) niemals in stillen Kirchen gedenkt oder gedacht hat.

  16. #16 von Thorsten am 29. März 2017 - 10:49

    Ich wäre ja generell für die Umwandlung der religiösen Feiertage in Urlaubsanspruch für Gläubige. Statt X Feiertag im Jahr, hätte dann jeder +X Urlaubstage und wer „Glaubt“, soll halt ein Recht haben, diese an seinen Feiertagen einlösen dürfen. Schon alleine zu sehen, dass Arbeitskollegen wegen leicht anderem Glauben (orthodox statt mainstream-christlich) zu Weihnachten frei haben und dann stets hoffen müssen 3 Wochen später (zum gleichen Anlass) Urlaub nehmen zu können, lässt das ganze sinnvoll erscheinen.

    Aber, hey, Kafreitag darf ruhig ein stiller Feiertag bleiben. Man sollte aber ändern was „still“ bedeutet. Dass da man da keine öffentlichen Festtagsparaden abhalten darf, wäre für mich ja einzusehen, aber dass einem in geschlossenen Räumen(z.B. Discos und Kinos) , denen Gläubige einfach fernbleiben können, Regeln aufdiktiert werden, ist weit weniger einzusehen.

  17. #17 von oheinfussel am 29. März 2017 - 17:42

    Wenn die an Karfreitag heulen wollen, können sie das doch machen.

    Nur warum ich dann mit Frau Flausch – Fussel nicht gute Laune haben und das Dance – Fussel geben darf, das ist schon verdammt dreist.

    Ich erwarte doch auch nicht, dass an meinen privaten Trauertagen alle schluchzend sich in der Kammer verkriechen müssen