Religionsmonitor: Fast jeder zweite Muslim in der Flüchtlingshilfe aktiv

Der Auftaktstudie des Bertelsmann Religionsmonitors 2017 zufolge haben sich 44 Prozent der befragten Muslime haben im Jahr 2016 für Geflüchtete engagiert, verglichen mit 21 Prozent der Christen und 17 Prozent der Konfessionslosen.

Vorurteile, Muslime würden sich wenig bis gar nicht in der Flüchtlingshilfe beteiligen und kaum gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, treffen somit nicht zu. Auch die Annahme Muslime würden die Flüchtlingshilfe für eine religiöse Einflussnahme missbrauchen, sind laut aktuellem Religionsmonitor 2017 haltlos. Allenfalls bei ein bis zwei Prozent der Helfer kann von einer Absicht, Geflüchtete zu radikalisieren, gesprochen werden. Die große Mehrheit der Muslime wirbt hingegen für eine offene Haltung gegenüber anderen Religionen. Sie setzen sich damit für demokratische Grundprinzipien ein. Durch ihre eigenen Integrationserfahrungen und ihre demokratischen Kompetenzen können engagierte Muslime in der Flüchtlingshilfe ein Vorbild sein, wie Integration in einer vielfältigen Gesellschaft gelingt. „Muslime sind mit ihrem Engagement in der Flüchtlingshilfe wichtige Brückenbauer in unsere Gesellschaft“, sagt Stephan Vopel, Experte für gesellschaftlichen Zusammenhalt der Bertelsmann Stiftung.

Pressemitteilung des Bertelsmann Religionsmonitors:

[https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/pid/fast-jeder-zweite-muslim-in-der-fluechtlingshilfe-aktiv/

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  1. #1 von Noch ein Fragender am 27. März 2017 - 11:58

    Vergleiche dazu aber den „moschee-report“:

    Als ich dort war, hielt ein sehr konservativer Imam die Predigt, den die syrischen Flüchtlinge von der Kleidung her als salafistisch bezeichneten. Und der predigte, man dürfe sich nicht mit Christen befreunden, sondern nur mit streng gläubigen Muslimen und solle den Islam verbreiten. Die syrischen Flüchtlinge, mit denen ich gesprochen habe, waren total überrascht, was hier für aggressive, rückwärtsgewandte Predigten gehalten werden, das kannten sie aus Syrien nicht.

    https://blasphemieblog2.wordpress.com/2017/03/27/moscheereport-hoppla-was-wird-denn-hier-fuer-eine-meinung-verbreitet/

  2. #2 von Fabian Hoemcke am 28. März 2017 - 01:05

    In wiefern ist das ein Vergleich NeF?

  3. #3 von Noch ein Fragender am 28. März 2017 - 09:14

    @ #2 von Fabian Hoemcke

    Im Interview zum moschee-report wird dieser mit Aussagen des Bertelsmann-Monitors verglichen.

    https://blasphemieblog2.wordpress.com/2017/03/27/moscheereport-hoppla-was-wird-denn-hier-fuer-eine-meinung-verbreitet/#comment-265968

  4. #4 von aranxo am 30. März 2017 - 05:38

    Die große Mehrheit der Muslime wirbt hingegen für eine offene Haltung gegenüber anderen Religionen.

    Damit ist gemeint, man wirbt bei den Nicht-Muslimen für eine offene Haltung gegenüber dem Islam. Was anderes habe ich noch nie von einem Muslim gehört.

  5. #5 von Fabian Hoemcke am 30. März 2017 - 14:18

    @Noch ein Fragender
    Nein, wird dort nicht. Dort geht es nicht um Flüchtlingsarbeiter muslimischen Glaubens.