Moscheereport: „Hoppla, was wird denn hier für eine Meinung verbreitet!“

Die Sendung „der moscheereport“ dokumentiert Freitagspredigten und übersetzt sie aus dem Arabischen oder Türkischen ins Deutsche. Damit werden diese Predigten erstmals für ein deutschsprachiges Publikum verständlich und nachvollziehbar. Constantin Schreiber fragt die Imame, was sie damit aussagen wollen, und diskutiert die Inhalte kritisch mit Islamwissenschaftlern und Experten. „der moscheereport“ will einen Beitrag dazu leisten, islamisches Leben in Deutschland transparenter und verständlicher zu machen, unterzieht die gepredigten Inhalte aber auch einem kritischen Diskurs.
Die erste Folge der dreiteiligen Sendereihe am Montag, 27. März, um 21.15 Uhr auf tagesschau24 führt Constantin Schreiber in die Al-Nour-Moschee im Hamburger Stadtviertel St. Georg. Diskussionsgäste im Studio sind Daniel Abdin, Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg, und Prof. Susanne Schröter, Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam.

Die beiden weiteren Ausgaben von „der moscheereport“ laufen am Montag, 24. April, und Montag, am 22. Mai, ebenfalls um 21.15 Uhr.

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[https://www.ndr.de/der_ndr/presse/mitteilungen/der-moscheereport-mit-Constantin-Schreiber-auf-tagesschau24-islamisches-Leben-in-Deutschland-transparenter-machen,pressemeldungndr18326.html

Herr Schreiber, Sie haben monatelang als Nichtmuslim in deutschen Moscheen recherchiert und damit offenbar Neuland betreten. Wie ist es dazu gekommen?

Als ich für meinen vorherigen Arbeitgeber für einen Dreh in einer Moschee war, bin ich dort auf ziemlich problematische Inhalte gestoßen. Sowohl in den Broschüren, die auslagen, als auch im Gespräch mit den Leuten, und da dachte ich, hoppla, was wird denn hier eigentlich an Meinung verbreitet! Dem wollte ich nachgehen und habe acht Monate lang verschiedene Moscheen in Deutschland besucht, die Predigten aufgezeichnet, übersetzt und mit Experten besprochen.

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[http://www.pnn.de/medien/1169163/

 

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  1. #1 von Noch ein Fragender am 27. März 2017 - 11:55

    Der aktuelle Bertelsmann Religionsmonitor hat festgestellt, dass sich die Einstellungen und Sichtweisen von in Deutschland lebenden Muslimen stark an den Grundwerten der Bundesrepublik orientieren und Deutschland für sie eine zweite Heimat geworden sei.

    Für die Predigten, die ich besucht habe, kann ich das nicht bestätigen. Der Aufruf zur Abgrenzung zieht sich wie ein roter Faden durch die Texte.

    Nach dem Bertelsmann Religionsmonitor gehen kaum noch Muslime in die Moschee und wenn, dann vor allem Ältere.

    Auch das kann ich nicht bestätigen. In keiner Moschee, die ich besucht habe, hat der Platz ausgereicht. Es war immer brechend voll, mindestens 1.000 Leute. In den meisten Moscheen wird freitags in mehreren Schichten gepredigt. Und die meisten Besucher sind jung. Es gibt auch sehr viele Schülergruppen.

    Wieso kommen der Bertelsmann-Monitor und der Journalist zu solch gegensätzlichen Aussagen?

    Berichtet der Journalist nur über spektakuläre „Einzelfälle“ oder haben sich die Bertelsmänner was vormachen lassen?

    Zur Täuschung von Besuchern siehe:

    Zum Beispiel waren wir in der Dar-as-Salam-Moschee in Berlin-Neukölln, als der Mitbegründer der islamistischen al-Nahda-Partei aus Tunesien eine unglaublich integrative, Deutschland lobende Gastpredigt hielt. In Tunesien setzen sich die Mitglieder dieser Partei für die Wiedereinsetzung des Kalifats ein. Deshalb haben wir nochmal jemanden inkognito an einem anderen Freitag hingeschickt, und da war die Predigt das Gegenteil von integrativ und rief die Gläubigen auf, sich vom Leben in Deutschland abzugrenzen.

  2. #2 von dezer.de am 28. März 2017 - 12:49

    Gute und wichtige Arbeit. Bin gespannt auf die Reports.