Die Simpsons und die Theologie

Ab 1:20 im folgenden Video:

Lisa Simpson: „Evolutionslehre und Schöpfungstheorie passen nicht zusammen, Leute“

Falsch, sagt die Theologin. Beides muss man beides miteinander lesen, innernander lesen, beides hat einen anderen Fokus. Die Schöpfungsgeschichte sagt aus, dass Gott die Welt wollte … Dieses selbgewählte JA zu dieser Schöpfung ist der Kerngedanke, der hier erzählt wird.

Advertisements
  1. #1 von Predator am 26. März 2017 - 08:50

    Diese bezahlten (und was noch schlimmer ist: gesellschaftlich anerkannten) Profi-Religioten übertreffen sich doch immer wieder selber.

    Die verstehen nicht einmal die Simpsons, noch merken sie, dass diese Zeichentrickserie realer ist, als ihre geistige Projektion in Form ihres Gottes und des ganzen Brimboriums, was damit zusammen hängt.

    PS: Außerdem schön, dass Sonntag ist und schön, dass mich das städtisch-bayerische Gebimmel wieder einmal so „sanft“ weckte heute morgen… aber es ist ja Tradition und man kann darauf nicht verzichten… genau…

  2. #2 von Skydaddy am 26. März 2017 - 08:55

    Ich weiß nicht, was Lisa Simpson in der englischen Originalfassung sagt, aber in der obigen deutschen Fassung ist von „Schöpfungstheorie“ die Rede – damit dürfte der Kreationismus gemeint sein, oder Intelligent Design. Allerdings bestreiten selbst die Kreationisten nicht, dass „Schöpfungstheorie“ im Widerspruch zur Evolution steht – das ist ja gerade der Punkt der Kreationisten.

    Ich finde es daher ziemlich erbärmlich, wie eine Theologin, die ja im Studium Textkritik ausführlich beigebracht bekommt, den Clip von vornherein so falsch auslegen kann.

  3. #3 von Noch ein Fragender am 26. März 2017 - 10:02

    Die Schöpfungsgeschichte sagt aus, dass Gott die Welt wollte … Dieses selbgewählte JA zu dieser Schöpfung ist der Kerngedanke, der hier erzählt wird.

    Demnächst werde ich allen Leuten erzählen, dass ich mein neues Auto selbst konstruiert und zusammengebaut habe.

    Und wenn jemand behauptet, mein neues Auto stamme von einem großen Automobilhersteller, werde ich ihm sagen, dass er den Fokus meiner Erzählung nicht verstanden hat: Mit meiner Erzählung sage ich nämlich aus, dass ich mein Auto wollte – das selbstgewählte JA zu diesem Auto sei der Kerngedanke meines Berichts.

  4. #4 von oheinfussel am 26. März 2017 - 11:30

    Mit ausreichend Knoten im Gehirn ist sogar die Verknüpfung paradoxer Aussagen möglich…

  5. #5 von Deus Ex Machina am 26. März 2017 - 11:48

    Jetzt krallen sie sich schon die Simpsons, um noch irgendwie zeitgemäß rüberzukommen!

    Die Theologin ist einfach nur eine hohle Nuss. Ich hab bislang nur 3 Minuten vom Video gesehen und könnte mich schon wieder 10 Minuten über den Inhalt aufregen.
    @ Skydaddy: Texte nach eigenem Gutdünken und eben nicht der eigentlichen Textaussage (who cares anyway?) auszulegen, ist doch das heutige Kerngeschäft der Theologen.

  6. #6 von Rene am 26. März 2017 - 11:58

    Man muss nur mit diesem debilen Lächeln und dem kindlichen Tonfall lang genug rumschwurbeln. Und diese weit geöffneten Augen können doch auch nicht lügen. Man erkennt die Absicht und ist verstimmt.

  7. #7 von K.Brückner am 26. März 2017 - 14:39

    Evolutionstheorie und Schöpfungsgeschichte der Bibel schließen sich völlig aus. Für die Schöpfungsgeschichte der Bibel gibt es nicht einen wissenschaftlichen Beweis, für die Evolutionstheorie Millionen.

    K.Brückner

  8. #8 von Torchy am 26. März 2017 - 23:25

    Ein Theologen-Satz wie „Gott gibt den Menschen ein unabhängiges ‚Ja‘ in dieser Welt, das für die Naturwissenschaften unzugänglich ist“ enthält keinerlei Weisheit, keine Erkenntnis, keine Aussage.
    Ein leerer Satz, nachgeplappert, entstanden in völliger Ignoranz gegenüber Wissenschaft und Verstand. Die einzige Aussage, die ich höre, lautet „Ich habe einen Knall und nenne ihn ‚Verbindung zu Gott ‘ um mich damit aufzuwerten.“
    Solche Theologen sind eine Schande für richtige Wissenschaftler, Simpson-Fans und Steuerzahler, die soche Leute mitfinanzieren müssen, während religionskritische Vereine leer ausgehen.

  9. #9 von user unknown am 27. März 2017 - 00:16

    „Wir haben Liebe mit dem theologischen Blick angeschaut“.

    Oh, je, die arme Liebe, das hat sie nicht verdient!

  10. #10 von Willie am 27. März 2017 - 02:45

    Die Schöpfungsgeschichte sagt aus, dass Gott diese Welt wollte.

    Dann kann dieser Gott nicht die Liebe oder der Frieden sein, da er als Allmächtiger ja im voraus wußte, was daraus werden wird. Da nutzt dann auch ein Verweis auf einen mitgegebenen, sogenannten Freien Willen nichts, da dieses Wesen dann immer noch wußte was es tat und was aus seiner Tat werden wird – eben nicht Liebe und Frieden. Selbst ein Hinweis auf seine „Unergründlichkeit“ nutzt da nichts, da ein Allmächtiger durchaus seine Gründe für diese Tat kund tun können müsste und tun würde, wenn er denn Liebe und Frieden wollte. Auch seine Uneindeutigkeiten bei den ihm zugesprochenen göttlichen Weisungen und (Ritual-)Wünschen deuten nicht auf diese übermächtige Liebe und Frieden hin, da er eben Hass und Zwist dabei bewußt für eine für Menschen sehr, sehr lange Zeit mit in Kauf nehmen würde.

    Aus dieser unterstellten, besonderen Beziehung zwischen Gott und Mensch ergibt sich damit nur: Nichts genaues weiß man nicht und daher ist es absolut vertane Zeit diesem Gottwesen gefallen zu wollen. Auch für diese Theologin ist kein Platz in der Ewigkeit reserviert, da dieser Gott eben unergründlich ihr auch ewige Höllenqualen auferlegten könnte – und sie würde noch ewiglich unter diese Unergründlichkeit zusätzlich leiden.

  11. #11 von deradmiral am 27. März 2017 - 14:02

    An was für einer Mist-Universität wird denn so ein Quatsch gelehrt?!?!!