Studie: Atheisten haben weniger Angst vor dem Tod als Wischiwaschi-Gläubige

Einer Metastudie zufolge haben Atheisten und stark religiöse Menschen am wenigsten Angst vor dem Tod.

Die (mit Vorsicht zu genießende) Daily Mail meldet in einem ausführlichen Artikel:

Researchers say atheists and the most religious are least scared

  • Found those who believe because of social or emotional benefits are most afraid
  • Those motivate by ‘true belief’ are among those least afraid of dying
  • Experts said atheists seem to find comfort in death, so they are not scared
  • Also found those who are not afraid of death do not seek out a religion

Auf der Website der Universität Oxford gibt es ebenfalls einen ausführlichen Text dazu.

Some studies also distinguished between intrinsic religiosity and extrinsic religiosity. Extrinsic religiosity is when religious behaviour is motivated by pragmatic considerations such as the social or emotional benefits of following a religion, whereas intrinsic religiosity refers to religious behaviour driven by ‚true belief‘. The meta-analysis showed that while people who were intrinsically religious enjoyed lower levels of death anxiety, those who were extrinsically religious revealed higher levels of death anxiety.

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  1. #1 von Der Markus am 25. März 2017 - 19:39

    Was dann mal erklärt, warum die meisten religiösen Menschen keineswegs darauf erpicht sind ihrem Schöpfer möglichst bald gegenüber zu treten …

  2. #2 von oheinfussel am 25. März 2017 - 19:41

    Na sowas, das überrascht mich ja dermaßen…

  3. #3 von Diamond Mcnamara am 25. März 2017 - 22:27

    Gebetsvorschlag:Oh allmächtiger, allwissender und immer zugegener Gott: Nachdem Du schon die Opfer in London nicht vor Leid schützen konntest, so gewähre ihnen nun wenigsten die Himmelfahrt in Dein Reich. (Ekelgott, gut dass es den nicht gibt, sonst müsste man ausfallend gegen den werden)

  4. #4 von Deus Ex Machina am 25. März 2017 - 23:06

    Offenbar wissen die Wischiwaschis doch ganz tief in ihrem Hinterkopf, dass sie „ihren“ Glauben nicht wirklich befolgen und nach dessen Regeln bestraft gehören.

  5. #5 von Willie am 26. März 2017 - 00:19

    Ohne den Artikel und die dort behandelte Studie gelesen zu haben, scheint es mir eher so zu sein, dass Menschen an sich Angst vor dem Tod selbst haben, wohl aber vor einem langen, leidvollen Sterben. Je älter der Mensch, desto weniger Angst vor einem unausweichlichen Tod.

  6. #6 von Hal am 26. März 2017 - 00:49

    Für mich ist es das Huhn und Ei Pseudoproblem. War meine Wahl der Geologie (evt. Biologie, mein Schnitt war zu niedrig dafür oder Geschichte zu studieren) nicht wegen der Erkenntnis meiner eigenen Endlichkeit begründet? Ich will verstehen, bin im klaren über meine Natur, die meine Sterblichkeit beinhaltet, gehe aber einen Fausttischchen Austausch ein in dem ich nichts zu gewinnen habe – des Wissens willens.

  7. #7 von Predator am 26. März 2017 - 08:53

    Ich habe mehr Angst vor Religioten, die mir ein qualvolles Leben bescheren, als vor einem (hoffentlich schnellen und schmerzlosen) Tod. Das garantiere ich.

  8. #8 von Elvenpath am 27. März 2017 - 10:35

    Im Angesicht des Todes sind die meisten Gläubigen dann doch Atheisten, die inständig hoffen, dass sie sich irren.

  9. #9 von deradmiral am 28. März 2017 - 10:32

    Der Artikel wird im nächsten Ketzerpodcast besprochen und liegt mir vor. Die Autoren sprechen von einer umgedrehten U-Kurve:

    • nicht religiös = wenig Angst vor dem Tod
    • bisschen religiös = viel Angst vor dem Tod
    • sehr religiös = wenig Angst vor dem Tod

    Das ist auch einleuchtend, denn die Leute die nur ein bisschen religiös sind, haben sich zumeist auch wenig Gedanken über die Natur des Todes gemacht. Die extrem Religiösen reden sich mit Märchentexten ihren Tod schön und die knallharten Atheisten wissen, dass der Tod nur ein Problem anderer Leute ist. Schließlich ist man ja nicht mehr da, wenn man tot ist.