Muslimin wäscht keine Männer: Gericht weist Klage gegen Kündigung ab

Mannheim – Weil eine muslimische Pflegehelferin keine männlichen Patienten waschen wollte, hat ihr Arbeitgeber sie entlassen – mit Recht, wie ein Gericht entschieden hat.

Das Arbeitsgericht Mannheim wies eine Klage der 40-Jährigen am Donnerstag ab. Nur eine Woche lang hatte die gebürtige Litauerin für den ambulanten Pflegedienst gearbeitet, ehe das Unternehmen sie entließ.

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  1. #1 von Gerry am 24. März 2017 - 17:56

    Ich gründe eine Religion die das Arbeiten als Todsünde verbietet…

    P.S.
    Bin ich eigentlich der einzige der es für schwachsinnig hält dass wir angeblich einen EU-Binnenmarkt haben und öffentliche Aufträge europaweit ausgeschrieben werden müssen; es gleichzeitig aber nicht möglich ist, EU-weit die Bildungsabschlüsse anzuerkennen?

    In Litauen habe sie Medizin studiert, aber in Deutschland fehle ihr die Arbeitserlaubnis. Deswegen schlage sie sich als Pflegehilfe und hauswirtschaftliche Betreuerin durch.

    Vermutlich meint die gute Frau die Anerkennung der litauischen Berufsausbildung / Studium; ansonsten dürfte sich der Zoll für ihre frühere Tätigkeit interessieren…

  2. #2 von Unechter Pole am 24. März 2017 - 18:07

    The Tide is turning, Sylvester…

  3. #3 von dirk am 24. März 2017 - 18:41

    @#1 von Gerry

    Zitat Gerry

    „es gleichzeitig aber nicht möglich ist, EU-weit die Bildungsabschlüsse anzuerkennen?“

    Man ist ja dabei, in Deutschland ist man ja bei vielen Studiengängen von Diplom auf Bachelor-Abschlusses umgeschwenkt.

    (Ob dadurch die Qualität des Studiums erhalten blieb ist mal eine andere Frage)

    Bezüglich Ärzte gilt aber generell das eine Kommunikation mit dem Patienten oft sehr hilfreich ist, wer also die Landessprache nicht gut kann wird schwerlich eine Zulassung bekommen. Warum sie jetzt nicht als Ärztin zugelassen ist weiß ich. Übrigens der Hausarzt meiner Mutter hat einen Doktortitel aus Jugoslawien.

  4. #4 von Hal am 24. März 2017 - 19:05

    Mein Hausarzt ist Pole, und kleidet sich mit Geschmack – ist er schwul? Mir egal, er ist ein guter Arzt und er spricht meine Sprache. Ich könnte Polen, Schwule oder polnische Schwule hassen wie die Pest, aber sollte ich deswegen einen guten Arzt meiden? Andersherum, wenn er aus Polen „geflüchtet“ ist wegen extremen katho-schwulenhass, so ist es wahrscheinlicher dass er ein vernünftiger Mensch ist – womöglich ein besserer Arzt sogar.

  5. #5 von m0ebius am 24. März 2017 - 19:26

    Wenn ich den Artikel richtig verstehe, ist die Klage aus formalen Gründen gescheitert.

    Im Ergebnis ist es aber trotzdem richtig so. Dem Pflegedienst und seinen männlichen Patienten ist es wohl kaum zuzumuten, dass die Arbeit so organisiert wird. dass sie keine männlichen Patienten waschen muss. Vielleicht kann sie ja in einem Pflegeheim für alte Nonnen arbeiten. 😉

    Zur Diskussion über die Abschlüsse: ja, äquivalente Abschlüsse sollten anerkannt werden (ggfs. mit zusätzlichen Nachweisen der Sprachqualifikation), aber aus dem Artikel geht doch nicht hervor, dass sie ihr Medizinstudium in Litauen auch tatsächlich abgeschlossen hat.

  6. #6 von dieblasphemie am 24. März 2017 - 19:55

    Schon erstaunlich, welche Berufe muslimische Frauen in europäischen Staaten wählen und dann nach kurzer Zeit merken, wie unvereinbar die mit dem Job verbundenen Tätigkeiten mit ihrer Religion sind. Was hat die Dame denn erwartet? Natürlich wird dann versucht, die Rechtsmittel auszuschöpfen. Dies ist auch ihr gutes Recht, aber wenn schon materiell nichts an der Entlassung zu bemängeln ist, dann sollte sie sich ihre nächste Jobwahl vielleicht zwei Mal überlegen.

  7. #7 von Willie am 25. März 2017 - 04:15

    @m0ebius

    Selbst wenn wir mal das Medizinstudium annehmen, fragt man sich auch wie sie dort mit ihren Patienten umgehen wird. Ich behandle keine Männer, ich jodiere oder dezinfiziere sie sich nicht im Operationsbereich, da es einem Waschen gleich kommt …. ?

    Sorry, aber wenn ihre Religion ihr da solche Auflagen macht, dann stimmt doch was mit der Religion nicht und nicht mit der von ihre frei gewählten Gesellschaft oder der Firma.

  8. #8 von awmrkl am 26. März 2017 - 05:48

    Ich versteh das nicht so recht:
    „Nur eine Woche lang hatte die gebürtige Litauerin für den ambulanten Pflegedienst gearbeitet, ehe das Unternehmen sie entließ“

    Ich kenne es so (meine LAG ist sog. Pflegekraft): es findet erstmal Probearbeit statt (meist 1 Tag), und dann 1/4 – 1/2 Jahr quasi „Bewährung“, währenddessen der AG nach Belieben und ohne Begründung(!) sagen kann (er kann es begründen, muß aber nicht) „den/die will ich nicht“.

    Wäre ich sowas wie Pflegedienstleiter, dann würde ich die betreffende Person schnellstens allen möglichen Situationen aussetzen, die evtl auftreten können, und dann (u.a.) aufgrund der Reaktion auch entscheiden: bleibt oder bleibt nicht.

    Insofern war mE die Entscheidung des Pflegedienstleiters und seiner Vorgesetzten richtig, und das Urteil vollkommen i.O.

    Denn kein Betrieb muß sich zwangsweise von vorherein i-welchen ideologischen Einstellungen beugen, schon gar nicht, wenn die schon nach einer Woche so sehr durchbrechen. IMO.

  9. #9 von deradmiral am 28. März 2017 - 10:38

    0,6% der Litauer sind Muslime. Das sind 21.000. Hätte ich nicht gedacht. Das kommt von den Lipka-Tataren, deren prominentester Vertreter Charles Bronson ist. Da habe ich mal wieder was gelernt.