„Monster, die sich Muslime nennen, pervertieren meine Religion“

Sawsan Chebli ist SPD-Staatssekretärin in der Berliner Senatskanzlei. In einem privaten Beitrag auf Facebook hat sie ihre Wut über den Anschlag von London beschrieben. Der Tagesspiegel dokumentiert ihren Beitrag:

„Wieder hat der Terror im Herzen einer europäischen Metropole zugeschlagen und Unschuldige in den Tod gerissen. Als Muslima macht es mich wütend und traurig, schon wieder ohnmächtig mitanzusehen, wie Monster, die sich Muslime nennen, meine Religion pervertieren und im Namen des Islams morden. Ich habe den Islam immer als friedfertige, vergebende und barmherzige Religion gelebt.

Weiterlesen beim Tagesspiegel oder auf facebook.

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  1. #1 von paul0f am 24. März 2017 - 15:11

    M.E. sind es nicht Monster die sich Muslime nennen, sondern Menschen die Aufgrund dieses fanatischen und blinden Glaubens zu theistischen Monstern mutieren.

  2. #2 von dirk am 24. März 2017 - 15:48

    Da ahmt also ein Gläubiger eine Tat nach welche der Religionsstifter auch durchführen ließ, und Frau Chebli jammert als wenn irgendjemand ihre Religion gekränkt hätte. Ich kann diese Aussage von Frau Chebli nicht ernst nehmen. Aber ich habe auch andere Werte als Frau Chebli, ich finde es ist keine gute Integration welche ihr Vater vorlebt, der laut ihren Aussagen, auch nach Jahrzehnten in Deutschland, kaum deutsch kann und Analphabet ist.

    Ob das was sie sagt um den Islam gegenüber Kuffar zu preisen auch irgendetwas mit ihrer Meinung zu hat, ist eine weitere Frage.

  3. #3 von drawingwarrior am 24. März 2017 - 17:04

    Ich habe das Interview gelesen und..oh Wunder, es findet sich kein einziges Wort über die Opfer des Anschlages, kein Bedauern oder Mitgefühl für die Hinterbliebenen.
    Frau Chebli nutzt dagegen weitlich die Gelegenheit zur Selbstbetrachtung und zur Ausübung der Opferrolle.
    Natürlich ist es ermüdent, sich von den Attentätern zu distanzieren, genau hier liegt ja der Fehler.
    Statt sich von diesem Arm des irrationellen Glaubens, dem sie selbst anhängt, zu distanzieren, wäre es an der Zeit, die Schuld für den Terror dort zu suchen, wo er entsteht.
    In ihrer Religion.

  4. #4 von oheinfussel am 24. März 2017 - 17:31

    Wenn gar nichts mehr geht, war es einfach kein echter Muslim.

    Wie praktisch -.-

  5. #5 von oheinfussel am 24. März 2017 - 17:32

    Oder die Islamfeindlichkeit war dran schuld…

  6. #6 von Rene am 24. März 2017 - 17:37

    Taqiyya, die Jesuiten beherrschen das auch ganz gut.

  7. #7 von Skydaddy am 24. März 2017 - 17:37

    Nur seltsam, diese diese Monster in letzter Zeit fast ausschließlich Muslime sind …

  8. #8 von Hal am 24. März 2017 - 17:37

    Der Täter war der Polizei oder geheimen und unbeaufsichtigten Diensten bekannt.

    Ja toll, das hilft uns weiter, ein völlig verblödeter Muslim begeht Massenmord und die Schlapphüte oder gar unsere Freunde und Helfer hatten ihm im Auge. Nun gibt es ein Problem, das Arschloch war britischer Staatsbürger. Wenn Polizei und der sogenannte Verfassungsschutz Leute im Kieker hat, sollten sie diese nicht in ihr Heimatland zurückführen?

    Saudische Absolventen des totalitär-wahabistischen Islams des Landes verweisen und denen keine Waffen verkaufen – als Minimum! Wenn man davon absieht das die Bundesrepublik syrischen Luftraum kränkt und Aufklärung betreibt. Wir sind mitschuldig am Mord und den daraus entstehenden Flüchtlingen.

  9. #9 von Unechter Pole am 24. März 2017 - 18:08

    Schon wieder diese perfide Schotten.

  10. #10 von Hinterfragerin am 24. März 2017 - 21:39

    Ich halte ihre Haltung für recht differenziert. Gut, sie hätte klarer anerkennen können, dass sich diese Leute nicht nur „Muslime nennen“, sondern eben einfach Muslime SIND, auch wenn sie die Religion anders auslegen und leben als sie selbst. Aber ihr ist zuzustimmen, wenn sie schreibt:

    „Wir haben die Pflicht und Verantwortung, täglich und immer wieder aufs Neue für einen friedlichen und toleranten Islam zu werben. Dazu gehört es, dass wir auch in der Öffentlichkeit kritischer mit Fehlentwicklungen in unseren Communities umgehen.“

    und

    „Eine der größten Aufgabe für Muslime wird es sein, ein zeitgemäßes Islamverständnis zu vermitteln.“

    In diesen Aussagen wird eben auch deutlich, dass es zahlreiche Muslime gibt, die einen anderen Islam leben..

    Ja, wie so viele andere vor ihr meint sie, dass IHR Islam der einzig wahre ist, die Auslegungen der Anderen sind natürlich falsch, die betreffenden Gelehrten „self-made“ u.a.m. Diese Position ist auch insofern absurd, als der Pluralismus, den sie als Merkmal des Islam preist,auch dem Christentum eigen war. Was eben nicht bedeutet, dass man früher aller Positionen gleich anerkannte – ja, es gab immer verschiedene Positionen, aber wie im Christentum auch ging man mit den je Andersdenkenden nie so besonders freundlich um.

    Kurz: Ich bin ganz auf ihrer Seite, wenn sie vor jenen warnt, die Muslime ausgrenzen wollen. Ich unterschreibe es, wenn sie schreibt:

    „Die Grenze ist da, wo religiöse Vorstellungen über Recht und Gesetz gestellt werden, wo Rechte anderer eingeschränkt, unsere Gesellschaft und ihre Ordnung aktiv bekämpft oder abgeschafft werden sollen.“

    Ich bin auch gerne bereit, sie und andere liberale Muslime zu unterstützen in ihrem Einsatz für einen toleranten Islam. Für beides muss ich aber nicht meine Meinung revidieren, dass der Islam der Terroristen und der etwas gemäßigtere Islam der Traditionalisten ebenso „wahr“ ist wie ihr liberaler Islam, dass diese eben auch Muslime sind.

  11. #11 von itna am 24. März 2017 - 23:45

    Nein, die pervertieren nicht deine Religion, deine Religion IST die Perversion.

  12. #12 von Hal am 25. März 2017 - 00:19

    Hinterfragerin, wenn Muslime in unseren Lande zur Hälfte ihren glauben über die Gesellschaftsordnung stellen dann ist es ein fucking Problem.
    Wenn Du feinfühlig wegsehen willst, dann möchtest Du nicht Teil einer Lösung sein. Du hast Dich aus Deiner Wahnvorstellung herausgekämpft, aber dieses ist nur 1/10 aller Menschen gegönnt. Welche Maßstäbe legst Du an? Bist Du Dir nicht im klaren wie entsetzlich Menschen sein können, welch Unheil in München einst begann?

  13. #13 von Noch ein Fragender am 25. März 2017 - 15:21

    Ich habe den Islam immer als friedfertige, vergebende und barmherzige Religion gelebt.

    Wenn es nur darum geht, friedfertig, vergebend und barmherzig zu leben, braucht man keine Religion.
    Was über die Menschenrechtsethik hinausgeht, schafft uns die vielen überflüssigen Probleme, mit denen sich die Menschenheit seit Jahrtausenden herumschlägt.

  14. #14 von Torchy am 26. März 2017 - 04:22

    Ich werde hier mal ganz deutlich: Menschen wie Frau Chebli sind der Grund, warum eine innerislamische Reformationsbewegung unmöglich ist!

    Ich glaube hier mit meinem Standpunkt den von Hamed Abdel-Samad wiederzugeben, wenn ich behaupte, dass Frau Chebli das Problem der Diskriminierung gemäßigter Muslime, dass sie (zu Recht) kritisiert, mitverursacht. Statt den Fundamentalisten in den eigenen Reihen die Hand zu reichen und ihnen zu zeigen, wie der Islam noch sein kann (und in Zukunft sein muss), grenzt sie aus und spielt sich ebenso fundamentalistisch auf, wenn sie den wahren Islam für sich reklamiert. Und dieser ebenso totale Geltungsanspruch verbunden mit der Ignoranz gegenüber dem Problem Religion/Islam gießt Benzin in die Feuer der Islamgegner, die schon längst gemerkt haben, dass der Islam sehr wohl ein Problem sein kann.

    Und hier bin ich absolut bei Abdel-Samad, der schon lange kritisiert, dass friedliche Muslime wie Frau Chebli endlich kapieren müssen, dass man dieses Problem nicht angehen kann, wenn man allen weismachen will, Muslime seien immer die Opfer und nie die Täter.

  15. #15 von deradmiral am 28. März 2017 - 10:44

    Ihr versteht Sawsan Chebli falsch. Die Terroristen pervertieren seinen Wischiwaschi-Islam. Wir sollten nicht die Kraft der europäischen Wischiwaschi-Religionen unterschätzen. Schließlich vereinen sie Ignoranz ihrer heiligen Schriften mit der Kraft ihre unfundierten Ansichten auf radikale wortgetreue Gläubigen zu übertragen. Mittels dieser Allianz bilden sie einen Kleister, den sie Religionskritikern in die Augen schmieren, während ihre Kinder entweder vom Glauben ganz abfallen oder zu radikaleren (sprich verwurzelten) Interpretationen des Glaubens übertreten.

    Wischiwaschi-Islam ist gelebte kognitive Dissonanz. Und mir persönlich noch der Liebste.

  16. #16 von Hinterfragerin am 28. März 2017 - 22:11

    @ Hal

    Ich verstehe nicht ganz, wie Du von meinem Kommentar zu Deinen Fragen kommst.

    Deswegen möchte ich meine Position noch einmal klarstellen:

    Ja, fundamentalistische und auch konservative religiöse Strömungen sind ein Problem für Pluralismus und Demokratie.

    Bei aller weltanschaulichen Differenz zwischen Menschen wie mir und Chebli, bei aller Kritik auch am liberalen Glauben – ob muslimisch oder christlich – ich halte eine Liberalisierung der Religionen für realistischer als einen weitgehenden Abfall der Menschen vom Glauben. Deshalb halte ich es für sinnvoll, liberale Muslime zu unterstützen.

    Gleichzeitig hat Torchy recht: Es gibt verschiedene Ausprägungen liberaler Muslime – jene, die anerkennen, dass eben auch der Fundamentalismus islamisch ist, und sich damit kritisch auseinandersetzen, und jene, die meinen, die Fundis als „keine echten Muslime“ ausgrenzen zu können, und damit den kritischen Dialog eher erschweren.

    Ich sehe nur nicht ganz so klar, dass Chebli in letztere Kategorie fällt, denn sie erkennt ja durchaus an, dass es ein Problem innerhalb ihrer Community gibt.

    Diese Haltung ist nicht „feinfühlig“, sondern eher pragmatisch. Ja, es gibt ein Problem, aber Menschen wie Chebli, oder Abdel-Samad, oder Nawaz, sind Teil der Lösung.