Australien: Queensland schafft homophobes Gesetz ab. Du wirst nie erraten, wer dahinter steckt

Radio Vatikan meldet:

Dank der langjährigen Lobbyarbeit eines katholischen Priesters hat der australische Bundesstaat Queensland das homosexuellenfeindliche „gay panic“-Gesetz abgeschafft. Das Gesetz legitimierte zur Abwehr homosexueller Annäherung Gewalt und ermöglichte es Richtern, Morde in solchen Fällen nur als Totschlag zu werten. Das Parlament von Queensland habe das Gesetz jetzt abgeschafft, berichteten australische Medien am Mittwoch.

„Ich bin absolut begeistert, dass die 290.000 Unterschriften unter meine Petition auf change.org und die Unterstützung durch die Justizministerin von Queensland, Yvette D’Ath, zu der Abschaffung dieses homophoben, archaischen und altmodischen Gesetzes geführt haben“, sagte der Priester Paul Kelly.

Anderen Berichten zufolge dürften wohl in erster Linie LGBTQ-Aktivisten verantwortlich sein. Von katholischer Opposition gegen das Gesetz im letzten Bundesstaat, Südaustralien, war nichts zu lesen.

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  1. #1 von Hypathia am 24. März 2017 - 15:13

    Ich möchte gar nicht ausschließen, dass auch ein Priester gegen dieses Gesetz Stellung bezogen hat (ab und an gibt es ja auch halbwegs vernünftige Priester). Aber dadurch wird sich irgendwann in der Zukunft wieder die Kirche als Vorreiter hinstellen, wie schon so oft, und sich mit fremden Federn schmücken.

  2. #2 von oheinfussel am 24. März 2017 - 17:34

    Die Kirche war schon immer für die Gleichstellung Homosexueller, das wurde bisher nur übersehen. Oder so

  3. #3 von Hal am 24. März 2017 - 18:48

    Naja, dass dieser Priester selbst Schwul sein könnte wird außer acht gelassen. Wenn er so ganz katholisch zölibatär unterwegs ist würde er es vorziehen nicht totgeschlagen zu werden. Dem kann das Urteil des Richters am kalten Arsch vorbeigehen, ob Mord oder Totschlag, er ist fertig. Wenn Gesetze abschreckend wirken so ist es jedoch zu seinen Vorteil.