Türkischer Außenminister warnt vor „Religionskriegen“ in Europa

Nach der Wahlschlappe der Rechtspopulisten in den Niederlanden zeigen sich viele europäische Politiker erleichtert. Anders in der Türkei: Außenminister Cavusoglu, der Wahlkampf für das Referendum macht, versteigt sich zu immer wilderen Drohungen.

(…)

Europa werde schon lernen, wie man mit der Türkei umzugehen habe, sagte Cavusoglu weiter. Ansonsten werde die Türkei es Europa beibringen. „Ihr werdet von eurem befehlenden Diskurs absehen. Die Türkei befiehlt“, sagte er. Mit der Türkei könne nicht im Befehlston gesprochen werden. „Ihr müsst anständig reden, Ihr könnt um etwas bitten.“

weiterlesen:

[http://www.spiegel.de/politik/ausland/mevluet-cavusoglu-tuerkischer-aussenminister-warnt-vor-religionskriegen-in-europa-a-1139051.html

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  1. #1 von Charlie am 17. März 2017 - 11:38

    Drohen und gleichzeitig um Geld betteln. Was geht in solchen Hirnen vor?

  2. #2 von paul0f am 17. März 2017 - 11:43

    Bald könnten und werden Religionskriege in Europa beginnen.“

    Europa werde schon lernen, wie man mit der Türkei umzugehen habe, sagte Cavusoglu weiter. Ansonsten werde die Türkei es Europa beibringen. „Ihr werdet von eurem befehlenden Diskurs absehen. Die Türkei befiehlt“, sagte er. Mit der Türkei könne nicht im Befehlston gesprochen werden. „Ihr müsst anständig reden, Ihr könnt um etwas bitten.“< (Quelle: Spiegel.de)

    Es ist nur ein Grund von vielen, das (frei nach Atatürk) diese gewaltverherlichende und zutiefst primitve Ideologie auf den Müllhaufen der Geschichte gehört.

    „Ihr kämpft umsonst. Eure Macht reicht nicht, um die Türkei aufzuhalten. Hey Europa… Hey Deutschland… Hey Holland… Hey Faschisten… Hey Nazi-Überbleibsel… Hey Bild… Glaubt Ihr, dass wir uns vor eurem Geschrei, eurer Aufregung und euren unmoralischen Verleumdungen fürchten werden?“<

    Um von den eigenen Problemen und Fehlern abzulenken, muss die Türkei wohl ihre eigene Einstellungen auf andere übertragen?

    „Ihr ücretsiz savaşır. Gücünü demokrasi durdurmak yeterli değildir. Hey Türkiye… Hey Erdowahn… Hey Müslümanlar… Hey Faşistler… Hey Nazi kalıntısı… Hey Türk basınında… „Olduğumuzu sandığımız ağladığını, sizin heyecan da ahlaksız, iftira da korkarlar? „< 😉

  3. #3 von ichglaubsnicht am 17. März 2017 - 12:51

    Im eigenen Land den bewährten Laizismus kaputt machen aber andere vor angeblich drohenden Religionskriegen warnen.
    Die sind wohl alle nicht mehr ganz dicht in der Erdogan-Clique.

  4. #4 von namsawam am 17. März 2017 - 13:46

    Dieses besondere Verhalten scheint mir auch ein wenig in der türkischen Mentalität verankert:
    Machtbesessen, rechthaberisch, narzisstisch und rotzfrech wie auf dem Basar, um nur einige Macken zu nennen.
    Jedenfalls paßt das alles wie geschmiert zum neuen Postfaktischen.

  5. #5 von Gerry am 17. März 2017 - 14:13

    @ Charlie

    Aus deren Sicht betteln sie ja nicht, die Kohle steht ihnen ja zu! Meinen sie zumindest. Ist bei den Kirchenfunktionären dasselbe…

  6. #6 von Rene am 17. März 2017 - 15:52

    @namsawam. Ich war oft in der Türkei, auch beruflich. Diese Erfahrung habe ich jedoch nicht gemacht. Ich stehe mit vielen liebenswerten Leuten in Verbindung. Schade, wenn Du andere Erfahrungen gemacht hast.

  7. #7 von namsawam am 17. März 2017 - 17:20

    @Rene

    … ich betone nochmal: „auch ein wenig“. Die von mir benannten Macken sind keineswegs überall und andauernd sichtbar (bei den wenigen Türken, die ich beobachten und erleben konnte). Vielleicht sind sie überall dort zu finden, wo mindestens patriarchalische Tradition, ein damit verbundener empfindlicher Ehrbegriff und Heißblütigkeit herrschen…

    Man muß dazu oft genug erlebt haben, wie sie miteinander (unbeobachtet und ungastlich) bei Streit miteinander umgehen können und mit welcher Ausdauer (und Lautstärke) das passieren kann. Das sitzt mir schon noch heute in den Knochen! Das erste Mal Anfang der 70er!

    Natürlich hat niemand auf solche Macken einen Alleinvertretungsanspruch.

    Sei froh, daß Du nur mit umgänglichen Leuten in Kontakt gekommen bist. Das kann jedem so gehen – man muß nur die richtige Auswahl treffen.

  8. #8 von namsawam am 17. März 2017 - 17:45

    … und dieser unsägliche Erdoğan wird wohl gerade wegen seines cholerischen und ehrbetonten Wir-lassen-uns-von-niemandem-etwas-sagen-Auftretens von einem Großteil der türkischen Bevölkerung abgöttisch (sic!) verehrt.

  9. #9 von Hal am 17. März 2017 - 22:39

    Gefährdogan ist ein starker Mann, zumindest in seiner Rhetorik. Er verkauft seinen Landsleuten das osmanische Reich, Größe, Träume und anderen Bullshit, er betont die Wichtigkeit der Türkei im Gerangel um die Neuordnung von Syrien und verspricht territoriale Gewinne.

    Er ist jedoch nur ein kleiner, dummer Mann der sich Schwanzverlänger üppige Paläste baut und sehr brutal gegen seinen Feinden, und denen die er als solche empfindet, vorgeht. Er ist letztendlich nur Kalif solange die Amerikaner es zulassen, sein jetziges autoritäres vorgehen gefällt denen scheinbar sehr gut.

  10. #10 von Noch ein Fragender am 18. März 2017 - 09:46

    @ #5 Rene

    Ich war oft in der Türkei, auch beruflich. Diese Erfahrung habe ich jedoch nicht gemacht. Ich stehe mit vielen liebenswerten Leuten in Verbindung.

    Das ist auch meine Hoffnung, dass solche Leute sich nicht von Erdogan aufhetzen lassen.