Atheistischer Blogger wegen Pokemon-Go-Spiels in Kirche vor Gericht

Weil er sich beim Spielen von Pokemon Go in einer russisch-orthodoxen Kirche gefilmt hatte, ist in Russland am Montag ein junger Blogger vor Gericht gestellt worden. Dem religionskritischen Mann drohen bis zu sieben Jahre Haft.

(…)

Laut Life News sagte er vor Gericht aus, er sei Atheist und habe mit dem Video „kritische und polemische Ziele“ verfolgt. Er habe aber niemanden beleidigen wollen und sei zu einer Entschuldigung bereit, wenn jemand sich beleidigt fühle.

weiterlesen:

[http://religion.orf.at/stories/2830792/

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  1. #1 von deradmiral am 14. März 2017 - 10:18

    Wahnsinn! Wird dann demnächst auch noch in der Nase popeln und schief singen mit Haft belegt?

  2. #2 von namsawam am 14. März 2017 - 12:51

    …wenn es ausschließlich dem Amüsement und der Störung dient: zu Recht!

  3. #3 von ichglaubsnicht am 14. März 2017 - 12:57

    @namsawam

    Sieht mir nicht aus, als ob er das zur Zeit des Hauptgottesdienstes gemacht hätte.

  4. #4 von namsawam am 14. März 2017 - 13:04

    Offensichtlich nicht. Das entkräftet aber den – wenn auch etwas pingeligen – Vorwurf nicht, da er das öffentlich und in einem öffentlichen Raum gemacht hat.

  5. #5 von oheinfussel am 14. März 2017 - 17:56

    7 Jahre Haft… für dem Spielen mit dem Handy
    Ich bin wirklich froh dass man sich um die wirklich ernsten Probleme dort kümmert

  6. #6 von namsawam am 14. März 2017 - 19:26

    … noch nicht:

    Dem 22-jährigen Ruslan Sokolowski drohen bis zu sieben Jahre Haft wegen der Verletzung religiöser Gefühle und Anstachelung zum Hass. Laut Video, das die russische Nachrichtenwebsite Life News veröffentlichte, beteuerte Sokolowski, er habe mit der Aktion niemanden beleidigen wolllen. Das Computerspiel Pokemon Go für mobile Geräte sorgte bereits des öfteren für Unmut bei Religionsvertretern.

    Das Rumgefummele und das Weggetretensein mit diesen Verblödungs- und Abzockmitteln ist auch an vielen anderen Stellen ungern gesehen und obendrein wegen der Ablenkung auch noch gefährlich.
    Ich bin für jede Einschränkung hierzu in der Öffentlichkeit dankbar.

  7. #7 von deradmiral am 15. März 2017 - 00:08

    @namsawam
    Und ich bin für die Freiheit des Menschens.

  8. #8 von namsawam am 15. März 2017 - 07:14

    @deradmiral

    Wer ist nicht dafür? Mit dem Herz und dem Mund. Und ohne irgendwelche Grenzen. Und ohne sagen zu können, was er darunter versteht.
    Ich nehme mir die Freiheit, alle mir Unliebsamen Nazis und/oder Terroristen zu nennen. Das ist eine sehr schöne und eine sehr nützliche Freiheit!
    Oder meinst Du vielleicht die Freiheit des Oberpfaffen?

  9. #9 von drawingwarrior am 15. März 2017 - 08:43

    @namsawam

    „Das Rumgefummele und das Weggetretensein mit diesen Verblödungs- und Abzockmitteln ist auch an vielen anderen Stellen ungern gesehen und obendrein wegen der Ablenkung auch noch gefährlich.
    Ich bin für jede Einschränkung hierzu in der Öffentlichkeit dankbar.“

    Da ich mich gerade auf der Baustelle befinde und mir das Mitführen eines Laptops nicht sehr sinnvoll erscheint, melde ich mich via Verblödungs- und Abzockmitteln zu Deinem Kommentar zu Wort.
    Wenn Du es nicht ertragen kannst, dass andere Menschen andere Verhaltensweisen an den Tag legen, als Du es Dir wünschen würdest, dann ist dass in erster Linie mal Dein Problem.
    Es gibt verschiedene Mittel und Wege mit diesem fertig zu werden.
    Du kannst die Menschen, die Dir mit ihrem Verhalten auf die Nerven gehen, einfach mal ansprechen und so Deinen Standpunkt klar machen.
    Wenn es, wie Du richtigerweise angemerkt hast, gefährlich wird, beispielsweise im Staßenverkehr, dann gibt es einen Strafenkatalog, der unter Berücksichtigung der Verhältnismässigkeit, auf die Gefährder einwirkt.
    Ist mir unlängst so widerfahren.
    Wie ich des öfteren schon erwähnte, bin ich Handwerker und recht häufig im Auto unterwegs.
    Leider greift auch bei mir der Gewöhnungseffekt und ich auch beim Fahren zu Telefon, wenn es läutet.
    Das haben die Helfer in dunkelblau gar nicht gerne gesehen und ich konnte 128€ latzen und habe nun einen Punkt in Flensburg.
    Alles absolut korrekt!

    Jede Einschränkung ist jedoch nicht akzeptabel und ich denke, eine eher unglückliche Formulierung von Dir, die Du vielleicht etwas relativieren solltest.
    Die Standrechtliche Erschießung von Pokemon-go-Spielern ist nämlich unter Deiner Prämisse auch eine mögliche Einschränkung.
    Das die sieben Jahre Haft für eine Ordnungswidrigkeit das Mass erheblich überschreitet ist wohl jedem klar, ist jedoch unzweifelhaft mit der Tatsache verknüpft, dass Putin und die Kirchen in Russland gerade sowas von gemeinsam in Bett sind.
    So, muss jetzt wieder schaffen,schönen Tach noch…und nich immer gleich das hohe C anpeilen. 😉

  10. #10 von namsawam am 15. März 2017 - 09:19

    @drawingwarrior

    …Jede Einschränkung ist jedoch nicht akzeptabel…

    Liegt und lag auf der Hand. (s.o.) Sonst hätte ich mindestens ‚Unterbindung‘ geschrieben. Daher hab‘ ich auch eine genauere Definition von „Einschränkung“ (Bedeutungsgleichheit zu „Definition“!) für überflüssig gehalten. Da hab‘ ich mich wohl geirrt.

    Die Standrechtliche Erschießung von Pokemon-go-Spielern ist nämlich unter Deiner Prämisse auch eine mögliche Einschränkung.

    Unter meiner Prämisse also eben nicht. Du hättest durchaus noch weiter ins Absurde übertreiben können.

    Das die sieben Jahre Haft für eine Ordnungswidrigkeit das Mass erheblich überschreitet ist wohl jedem klar…

    Und dabei habe ich unter #6 ‚drohen‚ extra fett geschrieben, also: Das Urteil ist noch gar nicht gesprochen (s.o.) und die „sieben Jahre Haft“ sind die Höchststrafe.
    I.Ü. mußt Du schon jedem Staat (!) überlassen, wie er „Ordnungswidrigkeit“ definiert.

  11. #11 von drawingwarrior am 15. März 2017 - 09:53

    @namsawa

    Jede Einschränkung meint in erster Linie „jede“ zur Einschränkung geeignte Methode, weil die Betonung auf „jede“ liegt.
    Diese Einschränkungsbandbreite reicht dann von dem erwähnten Gespräch bis hin zu öffentlicher Hinrichtung, weil auch mit Letzterem eine Einschränkung erreicht werden kann.
    Deshalb würde ich in diesem Zusammenhang empfehlen, von jeder angemessenen Einschränkung oder von jeder vernünftigen Einschränkung zu sprechen, respektive zu schreiben.
    Ich hingegen hätte präziser formulieren müssen, dass die Forderung der Staatsanwaltschaft, die Höchststrafe für diese Ordnungswidrigkeit zu fordern das Mass der Verhältnismäßigkeit überschreitet und zwar nach dem Standart, nach dem ich sozialisiert wurde.
    Die Überspitzung, die Dir offensichtlich aufgefallen ist, ist also so weit nicht hergeholt, da es durchaus Gemeinschaften gibt, die unter den gegebenen Umständen mit meiner letzten Konsequenz, zu diesem zugegebener Massen unwichtigen Sachverhalt, kein moralisches Problem hätten.

  12. #12 von namsawam am 15. März 2017 - 10:46

    Kann es sein, daß hier Liberalität mit Libertinage verwechselt wird? Man zu!

  13. #13 von drawingwarrior am 15. März 2017 - 11:07

    @namsawam

    Ich wüsste nicht, wie ich mit einer Aufforderung zu vernünftigem Umgang mit Einschänkungen zu Hemmungslosigkeit aufgerufen habe.
    Habe ich geschrieben, dass ich alle Schranken fallen sehen will, oder habe ich geschrieben, dass ich selbst neulich eine empfindliche Strafe bekommen habe und das völlig korrekt fand?
    Kann es sein, dass Du einfach gern das letzte Wort hast?

  14. #14 von namsawam am 15. März 2017 - 11:29

    Ich wüsste nicht, wie ich mit einer Aufforderung zu vernünftigem Umgang mit Einschänkungen zu Hemmungslosigkeit aufgerufen habe.

    Hast Du wirklich nicht. Aber das habe ich auch wirklich nicht geschrieben.

    Habe ich geschrieben, dass ich alle Schranken fallen sehen will, oder habe ich geschrieben, dass ich selbst neulich eine empfindliche Strafe bekommen habe und das völlig korrekt fand?

    Deine Doppelfrage muß jeder (- außer er kann nicht lesen -) 1. mit Nein und 2. mit Ja beantworten. Davon darfst Du – und sowet müßest Du mich schon kennengelernt haben – immer ausgehen.
    Also eine hyporhetorische Frage.

    …Moment, gleich weiter!

  15. #15 von drawingwarrior am 15. März 2017 - 11:37

    Wenn Du möchtest, darfst Du auch auf eine Doppelfrage mit ganzen Sätzen antworten.
    Du kannst davon ausgehen, dass ich durchaus in der Lage bin, die Antworten zuzuordnen und dem entsprechend zu würdigen.
    Ich habe wohl eine andere Definition von Libertinage, vielleicht gibst Du mir mal Deine, damit wir über das Gleiche reden.

  16. #16 von paul0f am 16. März 2017 - 08:48

    Welch absurdes Spektaklulum. 😦