Hilfe, die Schaden anrichtet: Geistlicher Missbrauch in der katholischen Kirche

Spiritualität ist keine harmlose Sache. Was helfen und stärken soll, richtet manchmal den größten Schaden an. Klaus Mertes zeigt, wie und wozu geistliche Beziehungen missbraucht werden (können) und was dagegen zu tun ist.

weiterlesen:

[http://www.feinschwarz.net/hilfe-die-schaden-anrichtet-geistlicher-missbrauch-in-der-katholischen-kirche/

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  1. #1 von Hal am 13. März 2017 - 14:10

    Ob sie für Geld auch eine Messe für die Seele des lebenslangen Katholiken Adolf H. oder den abtrünnigen Mönch Martin L. durchfeiern würden? 5€ wären für so etwas wie ein Schnäppchen.

  2. #2 von drawingwarrior am 13. März 2017 - 14:50

    @Hal
    Falscher Artikel?

    Habe mir mal den Artikel hinter dem Link durchgelesen.
    Was für ein Schwachsinn.
    Das wird ein theologisches Problem, also kein reales Problem, thematisiert und gewälzt, um am Ende den Schluß zu ziehen, dass sich dieses Problem nur theologisch dekonstrurieren lasse.
    Derweil ficken sich die Priester weiter durch die Reihen ihrer Schutzbefohlenen, verursachen also realen Missbrauch.
    Es ist zu aus der Haut fahren.

  3. #3 von Rene am 13. März 2017 - 15:54

    Das ist Theologen-Sprech. Dafür studiert man Theologie /Rhetorik. Damit kann man jeden geistigen / geistlichen Missbrauch rechtfertigen.

  4. #4 von paul0f am 14. März 2017 - 09:19

    Hilfe, die Schaden anrichtet: Geistlicher Missbrauch in der katholischen Kirche

    Spiritualität ist keine harmlose Sache. Was helfen und stärken soll, richtet manchmal den größten Schaden an. Klaus Mertes zeigt, wie und wozu geistliche Beziehungen missbraucht werden (können) und was dagegen zu tun ist.<

    Und am Ende ist die Kirche das wahre Opfer und die Missbrauchten die wahren Täter.
    In meinen Augen ist das die typische (und bewusste/gewollte) Realitätsverzerrung der Verklärten.

    Man will sich einfach nicht eingestehen, das die Kirche ein Sumpf des Verbrechens ist. 😦

  5. #5 von Noch ein Fragender am 14. März 2017 - 10:30

    Klaus Mertes hat die Aufklärung des Missbrauchsskandal 2010 als Rektor des Canisius-Kollegs in Berlin ins Rollen gebracht.

    http://www.spiegel.de/panorama/missbrauch-in-der-katholischen-kirche-was-wurde-aus-klaus-mertes-a-1012776.html

    Deshalb gehe ich davon aus, dass er mit seinem Artikel (gekürzte Fassung einer Gastvorlesung an der Universität Tübingen im November 2016) weder von heute noch geschehenden Übergriffen ablenken noch geistlichen Missbrauch rechtfertigen will.

    Wenn ich ihn recht verstehe, hofft er geistlichen Missbrauch folgendermaßen „theologisch zu dekonstruiren und zurückzuweisen“: Keine Person kann eine andere Person lehren, was Gott von ihr will. Sie kann sie nur lehren, zur eigenen Erkenntnis im religiösen Verhältnis zu kommen.

    Ob ihm dieser Ansatz innerhalb der katholischen Kirche gelingt, scheint mir fraglich.

    Mich interessiert mehr, wenn man diesen Ansatz atheistisch übersetzt: Folge nicht religiösen Fantasien anderer, sondern mache dir deine eigene.

    Erinnert mich an Kant: „Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“ Religiöse Unmündigkeit wäre dann „das Unvermögen, sich seiner religiösen Fantasie ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“

    Und damit wären wir bei den großen Traditionen in Literatur, Musik, Oper, Theater und Kunst, die alte Mythen kreativ verarbeiten. „Wer Wissenschaft und Kunst besitzt, braucht keine Religion“ (Goethe).

    Das wäre dann die Befreiung von der „geistlichen Macht“ von Religionsgemeinschaften und Gurus, die sich auf die abergläubisch Rezeption von Mythen und Mystizismen stützen.

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