What Atheism Is and Isn’t

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  1. #1 von user unknown am 5. März 2017 - 19:09

    Who can disagree?

    Well, as so often – me! 😉

    Er sagt ja, dass aus dem Atheist sein nichts anderes folgt.

    Da regt sich mein erster Widerstand. Wieso machen wir dann so einen Bohei drum, und besuchen ein Radieschenforum?

    Zweitens sagt er, dass, wenn man es morgen Evidenz für einen Gott gäbe, wir bereit wären unseren Standpunkt zu ändern.

    Das ist aber ein fundamentales Missverständnis. Ein Gott, für den es Evidenz gibt, wäre keiner. Es wäre ja dann kein Glauben mehr, sondern ein Wissen. Die religiösen Honks und Honkeusen sähen sich ja auch übelst reingelegt von ihrem Gott – mal angenommen es wäre ein Gott, der als einer der bekannten identifizierbar wäre, vielleicht der protestantische Christengott nach Käßmann. Jahrzehntelang haben sind sie das Risiko eingegangen das Blaue vom Himmel runter zu glauben, zu investieren ohne Ende in eine leere Versprechung, und dann liefert sich dieser Gott den Laboren aus, lässt sich mit jeder Digicam festhalten, gibt DNA-Proben ab, vollführt für jeden einzelnen Erdenbürger Privatwunder, überalll gleichzeitig, inklusive dem oft geforderten Nachwachsen abgetrennter Gliedmaßen?

    Das wäre nun ja kein Gott mehr, sondern ein lächerlicher Kitsch.

    Als Atheisten sind wir uns wohl größtenteils einig, dass es keinen Gott gibt. Was es gibt, das sind Projektionen, die sich Menschen von etwas machen, das sie Gott nennen. Diese Projektionen sind real. Und deren konkrete Gemeinsamkeit ist sehr wenig.
    Die Gemeinsamkeit ist eben diese Beziehung auf eine selbstgemachte Projektion hin. Die Annahme, dass eine übersinnliche Wesenheit existiert, die aber nicht wie der Ultraschall ist, vor seiner Entdeckung oder der Radioaktivität, die lange Zeit unerkannt existierte – nur ein bißchen so. Der Unterschied ist, dass diese Wesenheit ganz prinzipiell unentdeckbar ist. Im Christentum nimmt man allgemein an, dass man entweder mit dem Tod in eine andere Sphäre wechselt, in der dann eine Erfahrung, ein Kontakt möglich ist, der aber eben losgelöst vom sterblichen Körper stattfindet – die Seele soll es machen, nicht die Augen, Ohren, Haut usw.
    Eventuell erlebt man auch persönlich lebendig den Tag des jüngsten Gerichts. Dazu gibt es aber keine kanonisierten Annahmen, wie das dann aussieht.

    Mit fernöstlichen Religionen und Stammesreligionen kenne ich mich nicht aus oder mit ausgestorbenen Religionen. Womöglich haben die was, das ich nicht auf dem Schirm habe, aber ich denke nicht.

    Aber nochmal zurück zur These, aus dem Atheist sein folge nichts spezielles.

    Das kann man wohl sagen, weil die einzelnen Religionen so unterschiedlich sind, dass ein Atheist in Japan und einer in Europa andere Unterschiede zur Restbevölkerung formulieren wird, wenn dazu aufgefordert.
    Wer einer Religion den Rücken kehrt, der wird vielleicht primär in Abgrenzung zu dieser erklären, was für ihn daraus folgt.
    Ich kann natürlich Folgerungen aufzählen in Abgrenzung zu allem, was ich über religiöse Menschen weiß. Mit der Schnittmenge wird es vielleicht schwierig, aber ich kann ja sagen, dass ich weder zum Freitagsgebet muss, noch zum Sabbat in die Synagoge und auch nicht am Sonntag i.d. Kirche. Dass ich keine theologischen Esstabus habe, aber andere. Wäre das Atheist sein folgenlos, man müsste es nicht machen.

  2. #2 von Veria am 7. März 2017 - 15:55

    Ich widerspreche auch. Atheismus und Agnostizismus beziehen sich auf verschiedene Eigenschaften einer Person. Mancher erinnert sich vielleicht noch an meine Erklärung mit dem Benziner, der tatsächlich auch noch ein Cabrio ist.

    Agnostischer Atheist
    Gnostischer Atheist

    Agnostischer Theist
    Gnostischer Theist

    (Wahrscheinlich verzieht sich das Diagramm, das tut mir leid.)

    (A)Theismus bezieht sich auf den Glauben, (A)Gnostizismus auf die Überzeugung. Wenn ich nicht nur nicht an einen Gott glaube, sondern auch noch davon überzeugt bin, dass es ihn ganz sicher nicht gibt, dann bin ich rechts oben im Diagramm. Wenn ich an Gott glaube, aber zugebe, dass ich es eigentlich nicht weiss, dann bin ich im Diagramm links unten. Tyson ist wohl links oben und darf sich damit sowohl als Agnostiker als auch als Atheist bezeichnen.
    (Blöd ist nur, das Gnostiker eine andere Bedeutung hat als das Gegenteil eines Agnostikers.)

  3. #3 von Veria am 7. März 2017 - 15:56

    Okayyyy, das Diagramm hat sich nicht nur verzogen, die Striche sind ganz verschwunden. Ich probier’s ohne Striche und mit Punkten nochmal:

    Agnostischer Atheist : Gnostischer Atheist
    ……………………………:…………………………..
    Agnostischer Theist : Gnostischer Theist

  4. #4 von awmrkl am 8. März 2017 - 17:48

    @Veria

    Zustimmung! Stört mich auch immer!

    Aber für die Darstellung nehm doch das hier und speichere es evtl:

  5. #5 von Veria am 8. März 2017 - 19:05

    Danke. Hab ich doch gleich gemacht.

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