Facebook entschuldigt sich wegen Sperre eines Kontos mit Bibelzitaten

Das Facebook-Konto von Elizabeth Johnston wurde gesperrt, als sie Bibelzitate veröffentlichte, die Homosexualität verurteilen. Die soziale Medienseite hat die Sperre jetzt aufgehoben und sich entschuldigt.

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[http://www.kath.net/news/58691

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  1. #1 von oheinfussel am 1. März 2017 - 15:56

    Da bin ich ja beruhigt. Nicht, dass Facebook jetzt noch anfängt, menschenfeindlichen Müll zu entfernen.

  2. #2 von Noch ein Fragender am 1. März 2017 - 17:33

    Freie Fahrt für Hassprediger, die ihre „Heiligen“ Schriften zitieren.

  3. #3 von Rene am 1. März 2017 - 17:40

    Facebook ist mir Bildzeitung, also wurst. Was mich wurmt ist, dass Volksverhetzung nicht mehr gegeben ist, solange man die Hetze der Bibel entnimmt. Ich kann jeden Dreck mit dem Quellhinweiß „Bibel“ in die Welt setzen, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen.

    Ich habe schon Bedenken bei dem allseits beliebten Ausdruck „Kinderfickersekte“, und ich widerstehe zu sagen, hängt die Kinderficker und die Vertuscher verkehrt rum an der nächste Laterne auf.

    Das traue ich mich einfach nicht.

    .

  4. #4 von Friedensgrenze am 1. März 2017 - 17:50

    Wenn Hetze gegen Menschen betrieben wird dann muß das raus aus Facebook. Warum da jetzt der Fehler gemacht wird, das wieder zu erlauben, nur weil es in irgendeiner heiligen Schrift steht ist mir schleierhaft.

    Hetze bleib Hetz egal woher. Ich halte das für einen Skandal!

  5. #5 von user unknown am 1. März 2017 - 19:20

    Dem Text nach hat die Bestrafte die Stellen als Beleg der Position der Kirche angeführt. Wieweit sie sich die Stellen zu eigen gemacht hat, welche Stellen es genau waren steht da nicht. Hier und anderswo posten Atheisten mit konträren Motiven auch solche Stellen.

    Ohne mehr Details will ich da keine Bewertung abgeben.

  6. #6 von Yeti am 1. März 2017 - 19:43

    Ich finde, man sollte Hetze nicht verstecken.

    Dadurch geht sie – bzw. die Gesinnung dahinter – nicht weg. Dann suchen sich die Hetzer andere Medien.
    Man muss sie veröffentlichen und entsprechend darauf reagieren (a.k.a. „Gesetze anwenden“) und Kontra geben.

    Manche Sachen müssen einfach an die Luft und an’s Licht, sonst fangen sie an zu Eitern. ((c) fefe, nicht in diesem Zusammenhang)

  7. #7 von Hal am 2. März 2017 - 01:06

    Die Grenze zwischen Hetze und Zensur ist nicht einfach zu finden. Die Zensurbestrebungen der Bundesregierung EU und einiger gesellschaftlicher Gruppen finde ich jedoch sehr besorgniserregend und im Zweifel bin ich für die freie Meinungsäußerung.
    Ich möchte lieber Meinungen ertragen, als dass eines der wichtigsten Menschenrechte beschnitten zu sehen und dass nur zum Vorteil des nicht existenten Menschenrecht nicht beleidigt zu werden. Injurien, Mordandrohungen und Volksverhetzung sind schon gesetzlich geregelt.
    In sozialen Zusammenhängen erleichtert es das identifizieren von Idioten ungemein, danach ist es Geschmackssache ob diese gemieden/ausgegrenzt werden oder ob sie von etwas besseren zu überzeugen.

    Ich bin einfach kein Herdentier!

  8. #8 von Elvenpath am 2. März 2017 - 02:11

    Nichts schreckt mehr vom Christentum ab, als das Studium der Bibel. Besonders des alten Testaments. Also lasst sie ruhig!

  9. #9 von Friedensgrenze am 2. März 2017 - 07:48

    #7 Hal

    Zensur ist schlecht, das seh ich auch so. Aber wenn Facebook schon so ein Instrument anwendet halte ich es für einen Skandal daß die Regeln nicht für Alle gelten sollen.

    Wir sollten häufiger Regelverstöße gegen Menschlichkeit auf Facebook durch „heilige“ Bücher anzeigen.

    Das könnte ein full-time-job werden 🙂

  10. #10 von Hal am 2. März 2017 - 13:18

    @Friedensgrenze

    Erstens meldet man sich freiwillig bei Facebook an und liest was andere so schreiben.
    Zweitens sollte jeder mit mehr als zwei Hirnzellen wissen was die ethischen Standards dieses Unternehmens sind – nämlich keine! Daraus folgt dass persönliche Daten frei zu Verkauf stehen und Inhalte des Nutzers per Mausklick das Eigentum von Facebook werden. (Wer deren EULA oder AGB oder was auch immer gelesen haben sollte, was ja keiner macht, könnte wahrscheinlich die völlige Aufgabe der Rechte des Nutzers im Detail beschreiben)

    Ist es nicht naiv zu erwarten dass Facebook fair agieren sollte?

    Das Geschäftsmodell des „kostenfreien“ Facebook´s erlaubt es nicht Inhalte per Hand rein zu waschen, es würde den Profit schmälern. Sie nutzen Algorithmen, die zwar systematisch Inhalte auf ihre politischen Korrektheit überprüfen, aber die können nicht so richtig zwischen Fragen und legitimer Hetze unterscheiden. Satire und Ironie sind selbstverständlich noch schwerer zu identifizieren.

    Man kann sich ja auch freiwillig als IM/Petze bei FB beschäftigen, man meldet „bedenkliche“ Inhalte nach eigenen oder gruppenspezifischen Sensitivitäten und kann somit zum „Hexenjäger“ im Internet werden – ganz bequem im Sofa sitzend. Die Möglichkeiten sind viele, die Konsequenzen noch vielfältiger und meist sehr dystopisch.

    Ich würde für Nutzer (teil)finanzierte Soziale Medien plädieren, in diesen Rahmen ist es möglich ethisch verträgliche Geschäftsmodelle zu unterstützen und die Privatsphäre zu schützen.

    Last but not least, wer Zensur fordert, sollte sehr genau über die möglichen Folgen nachdenken und nicht einfach aus dem Gefühl her handeln.

  11. #11 von Hal am 3. März 2017 - 01:20

    Die Bindung an gewisse Urheber/Produzenten habe ich persönlich gerade erfahren. Der Transfer von Daten zwischen verschiedenen Android basierten Telefonen ist nur via Google möglich. Es gibt keine einfachen Lösungen für Nerds, die nicht Hacker sind, um Inhalte zwischen Produkte verschiedener Produzenten zu migrieren (außer begrenzt via der SIMcard).

    Letzteres war meine Wahl, da kein nächstes Sony(-Ericcson) Gerät das Ziel meiner Informationen war, immer noch anderes Android Dings und ich habe keinen direkten Zugriff auf meine Daten. Es bedeutet auch Kontrolle.

    Wenn FB Nutzer sich blöd fühlen, dann steh nicht besser vor euch. Ich versuche nur Mittelmänner auszuhebeln, unabhängig zu bleiben – sollte es möglich sein – und es ist mehr als nur ein post Snowden Hobby.

    FB Nutzer, bitte denkt nach.