Kurienkardinal Müller: Keine systematische Vertuschung von Missbrauchsfällen

Ahnungslosigkeit soll der Grund sein, dass Missbrauchsfälle in der Katholischen Kirche nicht gemeldet und rechtzeitig nachgegangen wurde, dieser Meinung ist Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller, beim Thema Missbrauch verdecke „die Kirche […] auf jeden Fall nichts“. Wenn ein Missbrauch durch Geistliche auffällt seien die zuständigen Priester und Bischöfe angehalten den Täter zur Selbstanzeige zu verpflichten.

religion.orf.at/stories/2827875/

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  1. #1 von Noch ein Fragender am 28. Februar 2017 - 12:04

    Es könne in einigen Fällen aus Ahnungslosigkeit geschehen sein, „aber nicht systematisch“, so der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation.

    Die weltliche Strafverfolgung behindernde Handhabung der Missbrauchsfälle als „päpstlichen Geheimnis“, war sicher nur Ahnunglosigkeit.

    https://hpd.de/node/9315

  2. #2 von Yeti am 28. Februar 2017 - 16:13

    … seien die zuständigen Priester und Bischöfe angehalten den Täter zur Selbstanzeige zu verpflichten.

    Ähem, was ist das denn für eine Anweisung?
    Wenn ich weiß, dass mein Nachbar regelmäßig Kinder vergewaltigt und ich ihn nicht anzeige, mache ich mich wegen unterlassener Hilfeleistung oder ähnlichem strafbar.

    „angehalten“ „zur Selbstanzeige zu verpflichten“. Anzeigen muss man die Täter, was denn sonst?

    Außerdem: wenn „Vorgesetzte“ ahnungslos sind – und das immer und immer wieder, selbst wenn die Öffentlichkeit schon mit Mistgabeln vor der Tür steht – machen sie irgendwas falsch und gehören ebenfalls zur Verantwortung gezogen!