Essen: Christliche Autowerkstatt

Menschen einen Ausbildungsplatz geben, die wahrscheinlich nirgendwo anders eine Chance hätten – das ist das Konzept einer christlichen Autowerkstatt in Essen. Inzwischen hat das Konzept Schule gemacht, in Oldenburg setzen Kfz-Meister nun ebenfalls das christliche Gebot der Nächstenliebe in ihrer Werkstatt konkret um.

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[https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/gesellschaft/2017/02/24/schrauben-fuer-gott/

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  1. #1 von Willie am 25. Februar 2017 - 04:01

    Ich kenne ein paar kleine/mittlere Firmen in D. die ebenso das Konzept „eine Chance geben“, sowohl bei den Auzubildenden als auch Angestellten,z.B. mit Gefängnishintergrund, verfolgen. Darüber wird wenig bis nicht bereichtet, aber wenn da ein christliches „Nächstenliebe“ draufgepappt wird, dann ist das einen mentalen Orgasmus wert.

  2. #2 von stephancologne am 25. Februar 2017 - 09:30

    Was haben die in den Werkstätten denn vor der „Nächstenliebe“ gemacht?

    Jedem Kunden erstmal eins auf die Fresse gegeben und die Bremsschläuche durchgeschnitten?

  3. #3 von Skydaddy am 25. Februar 2017 - 10:12

    Zu der Werkstatt kann man dann fahren, wenn die (am Armaturenbrett angebrachte) Christophorusplakette versagt hat.

  4. #4 von Deus Ex Machina am 25. Februar 2017 - 10:29

    @ Willie:

    Chriten sind halt begnadete Selbstdarsteller.

  5. #5 von Yeti am 25. Februar 2017 - 11:31

    @DxM:

    Chri[s]ten sind halt begnadete Selbstdarsteller.

    Nicht alle. Mein Onkel war auch sehr christlich. Wirklich christlich. Ein regelrechter „Gutmensch“ vor dem Herrn. Jeden Sonntag in der Kirche und so. Bauunternehmer.
    Er hat seinen Angestellten und Arbeitern auch dann immer wieder eine Chance gegeben, wenn sie Scheiße gebaut hatten. Mein Stiefvater hat den mal beklaut, und ist trotzdem wieder genommen worden. Er hat wirklich viele Leute direkt aus der Scheiße in sein Unternehmen geholt und davor bewahrt, komplett abzustürzen.

    Die kirchliche Dorfgemeinde hat sich aber in den Arsch gebissen vor Frust, dass er sich auf dem neu eingerichteten „Armen-Teil“ des örtlichen Friedhofs hat begraben lassen, als Erster. Kleines Grab, für ein halbes Jahr ein Holzkreuz, danach fährt der Friedhofswärter mit dem Rasenmäher drüber und „er ist weg“.
    Sein ältester Sohn hat Journalistik und Theologie studiert, war eine zeitlang als Priester in einer noblen Gegend im Frankfurter Raum und hat sein Amt niedergelegt und ist ausgetreten, als Papst JP2 gewählt wurde. Danach hat er Psychologie studiert und auch noch den Dr. gemacht. Jetzt ist er Mitarbeiter der AIDS-Hilfe in Frankfurt. In der psychosozialen Beratungsstelle, kümmert sich um Prostituierte (m. sowie w.). Ehrenamtlich. Er lebt von dem, was er geerbt hat. DAS nenne ich christlich im positiven Sinne! Er hat zu seinem Vater gesagt, als der die letzte Ölung haben wollte (damit er auch wirklich in den Himmel kommt), „Du brauchst echt keine ‚Eintrittskarte‘ für den Himmel und beten kann ich auch mit Dir“. Er hat dann bis zum Schluss neben ihm gesessen und zusammen mit meinem Onkel gebetet. Bis der an seinem Bauchspeichdrüsenkrebs gestorben (== jämmerlich verreckt, er hat echt zum Schluss mehr oder weniger aus jeder Körperöffnung geblutet) ist.

    Seine Frau (meine Tante, Schwester meiner Mutter) dagegen will sich verbrennen lassen und dafür extra eine „Urnenwand“ auf dem Friedhof spendieren, wo sie als erste ausgestellt wird. In die Kirche geht sie aber nicht und sie ist auch mal mit einem Köfferchen voll Geld auf dem Weg von Luxemburg nach Deutschland erwischt worden (mein Onkel wusste davon nichts). Das nenne ich bigott. Außerdem hat sie mal gemeint, dass sie sich dafür schämt, „von de Judde“ abzustammen … Das ist zwar auch richtig christlich, aber halt anders.

  6. #6 von Unechter Pole am 28. Februar 2017 - 00:29

    Rosenkranz anstatt Gurt.
    Gebet anstatt Airbag.

  7. #7 von Monika am 5. März 2017 - 10:10

    Ja, Stephan mit ph, was machen die anders? Ich vermute, daß der Werkstattinhaber auch den Zehnten zahlen wird, daß unterscheidet eine christliche Werkstatt von einer gewöhnlichen.