„Autofasten“: Grazer Bischof mit S-Bahn und Bim

In einer Aussendung vom Freitag wirbt der Diözesanbischof der Diözese Graz-Seckau, Wilhelm Krautwaschl, für die österreichweite Aktion „Autofasten“ zugunsten einer nachhaltigen Mobilität – und beteiligt sich auch selbst daran.

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[http://religion.orf.at/stories/2827627/

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  1. #1 von Yeti am 24. Februar 2017 - 20:46

    Dagegen!!

    Ich habe mir diese Woche einen BMW Z4 gekauft. 2.2i Sechszylinder, Automatik (ich werde alt), genug PS (170), Cabrio (was sonst), 12 Jahre alt aber ernsthafte 53500 km gelaufen. Günstig. Teilweise regelrecht neuwertig. Das ist jetzt meine „Kompensation“ für fast 5 Jahre „Autofasten“ (Opel Corsa fahren).

    Das wird sicherlich kein „Autofasten“ im Frühjahr. Ich muss (Arbeit, Öffentliche Verkehrsmittel gibt es hier nicht in dem Sinne um von A nach B zu kommen, hauptsächlich werden Schüler befördert) ca. 12.000 km im Jahr fahren. Erfahrungsgemäß wird das mit so einem Auto aber mehr, je schöner das Wetter ist.

    Ich hoffe (hier in der Gegend) ist morgen genauso gutes Wetter wie heute, dann werde ich die beste Mutter, die ich je gehabt habe, auf den Beifahrersitz packen, die schwarze Mütze wegklappen, Schal um den Hals und die Sitzheizung auf elf und ihr ein wenig den Westerwald zeigen. Sie ist früher selbst TT gefahren (wie ich auch).

    Dafür verkneife ich mir den Karneval und verzeihe allen Frauen und Männern hier im Dorf schon im Voraus die drei bis vier Scheidungen, die jedes Jahr nach Karneval angeleiert werden.

  2. #2 von user unknown am 25. Februar 2017 - 06:16

    An Karfreitag wollen die Christen ihre Ruhe – können sie mit ihrer Fastenpropaganda dann auch warten, bis der Fasching vorbei ist?

  3. #3 von Noch ein Fragender am 25. Februar 2017 - 10:19

    Zeitliches begrenztes „Autofasten“ ist aus zwei Gründen völliger Quatsch, mit dem sich Kirchen wichtig tun und ihren religiösen Fastenwahn vernünftig erscheinen lassen wollen.

    Erstens braucht die Verkehrspolitik neue intelligente Ideen für eine dauerhafte und nachhaltige Umgestaltung des Verkehrs. Da hilft das 7-wöchige Ausnahmeverhalten „Autofasten“ nicht weiter.

    Und zweitens: Wenn die Kirche davon ausgeht, dass Autofahren umweltschädllich ist, dann bedeutet neuerdings Fasten, zeitweise auf schädliches Verhalten zu verzichten. Der fromme Fastenaktivist verzichtet öffentlichkeitswirksam auf schädliches Verhalten, ab Ostern aber muss er nicht mehr öffentliche Verkehrsmittel benutzen, dann werden die Autos wieder kirchlich gesegnet.

    Traditionell hatte kirchlicher Fastenwahn eine andere Bedeutung: zeitweiser Verzicht auf weltliche Freuden (Sex und gutes Essen), um sich religiösen und jenseitigen „Freuden“ angeblich besser widmen zu können. Aber das kommt offensichtlich heute nicht mehr so gut an, deshalb das krampfhafte Anhängen kirchlicher Fastenaktionen an Umweltprobleme.

  4. #4 von Rene am 25. Februar 2017 - 10:35

    Diese Idee ist super. Für den Esel, der endlich mal wieder aus dem Stall kommt.

  5. #5 von Yeti am 25. Februar 2017 - 10:55

    @uu:

    An Karfreitag …

    Bin ich auf dem Nürburgring, Nordschleife:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Carfreitag

  6. #6 von Elvenpath am 25. Februar 2017 - 14:41

    Ja, Motorradfahren macht eindeutig mehr Spaß, als Autofahren.

  7. #7 von Yeti am 26. Februar 2017 - 11:59

    @elvenpath: Ja, Motorradfahren macht mehr Spaß. Ist mir aber mittlerweile definitiv zu gefährlich.
    Ich habe mir als ich mit dem Studium fertig war, eine Suzuki GSXR 1100 mit 178 PS gekauft und nach zwei Wochen wieder verkauft, weil ich mir sicher war, damit fährst Du Dich aus eigener Schuld tot. Dann habe ich mir eine Suzuki DR Big (800 cm³ Eintopf) zugelegt. Mit der bin ich ca. 60000 Kilometer unfallfrei quer durch Europa getourt.
    Irgendwann ist mir aber klar geworden, dass es beim Motorradfahren nur eine Funktion der gefahrenen Kilometer ist, bis man unverschuldet von einem Autofahrer umgenietet wird. Drei Kumpels von mir sind schon, teils auch unverschuldet, am Motorradfahren gestorben … Letztens noch ein Arbeitskollege, der gerade das 2. Mal Vater geworden war … :-/

    Deshalb beschränke ich mich seit längerem auf Autos, die können auch Spaß machen.
    Und gestern habe ich den ersten Anhalter glücklich gemacht:
    – Fährst Du nach Hachenburg?
    – Ich fahre ohne Sinn in der Gegend rum, ich fahr‘ Dich hin, wo Du willst!
    – Na, dann mal los!

  8. #8 von Siegrun am 27. Februar 2017 - 06:19

    Aaah, dieses Showfasten regt mich jedes Jahr wieder auf! Junge, intelligente Leute, die das ganze Jahr mit ihrer wischi-waschi Religion nichts am Hut haben, brüsten sich damit nun beim „Autofasten“ oder „Shishafasten“ teilzunehmen. Können sie ja gerne alles tun, aber sie sollen mich damit in Ruhe lassen! Schaut her ich bin so toll, weil ich faste?!?? Oder was soll die Botschaft sein? Sehr christlich.
    Boah, dann lieber dummsaufen, da weiß man dann wenigstens, was mit den Gehirnzellen passiert ist!!!