Warum ich gerne Kirchensteuer zahle

Gestern habe ich unsere Steuererklärung ausgefüllt. Die Mitgliedschaft in der Reformierten Landeskirche kostet unsere Familie eine ganze Stange Geld. Letztes Jahr habe ich alles in allem etwa acht kirchliche Veranstaltungen besucht: Zweimal Asylessen, einmal Taufgottesdienst, einmal normaler Gemeindegottesdienst (in dessen Anschluss meine Frau in der Kirchgemeindeversammlung als Kirchenpflegerin gewählt wurde), einmal Universitätsgottesdienst, einmal Gottesdienst vor dem MitarbeiterInnen-Jahresessen und zweimal Weihnachtsgottesdienste. Ich liege damit über dem Durchschnitt, glaube ich. Trotzdem: Weniger als ein Besuch pro Monat, vier davon alleine in der Weihnachtszeit. Hätte ich mein Fitnessabo auch so wenig benutzt, hätte ich ausgerechnet, dass mich ein einziges Training hundert Franken kostet und gekündigt.

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[https://www.diesseits.ch/warum-ich-gerne-kirchensteuern-zahle/

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  1. #1 von Gerry am 22. Februar 2017 - 17:08

    Die Caritas-Lüge wird immer noch zu sehr geglaubt

    Gewiss leisten die Kirchgemeinden und die kirchlichen Hilfswerke viel gute Arbeit. Bestimmt haben sie auch in diesem Jahr zig-fach unkompliziert geholfen, wo die gesellschaftlichen Maschen zu weit waren. Ich finde das gut. Mir persönlich sind die Kirchen aber deshalb so wertvoll, weil sie ein Refugium des Zweckfreien, des Nicht-käuflichen geblieben sind. Ich will nicht Kirchensteuern zahlen, obwohl sie die Gebete und Feiern am Sonntagmorgen ermöglichen, sondern genau deshalb.

  2. #2 von Rene am 22. Februar 2017 - 17:35

    Schön für ihn. Wen juckt’s? Ich fördere die GBS. Jeder Jeck ist anders.

  3. #3 von namsawam am 22. Februar 2017 - 17:57

    Die Mitgliedschaft in der Reformierten Landeskirche kostet unsere Familie eine ganze Stange Geld.

    Ach was. Das ist also Dein Tellerrand! Was bist Du für ein Ignorant.

    Jeden, auch den militantesten Atheisten – auch Dich Rene -, kostet die Kirchensteuer hier in D und wohl auch in CH eine „ganze Stange Geld“.
    Zahlen denn nicht wir alle die Kosten für Erpressung, Verwaltung und Eintreibung dieses Groß-Raubes???
    Dazu kommen noch alle direkten Zuwendungen aus den Landeskassen, die ebenfalls jeder von uns mitfüllt.
    Auch ohne diese faschistoide „Kirchensteuer“ (sinngemäß sollten eigentlich die Kirchen dadurch besteuert werden wie bei fast jeder anderen Steuer auch, z.B. Luxus-, Tabak-, KfZ- oder Alkoholsteuer) können und konnten die Kirchen u.a. Religiotenvereine ganz gut leben – und immer spielte auch Zwang und leere Versprechungen, also Betrug, eine Rolle.

    Und selbst um das kleine bißchen, das von dieser Zwangsabgabe an die Gesellschaft wieder zurückfließt, wird noch gefeilscht, s. Mitarbeiterbezahlung!

    Eine unerhörte Schande, daß das Konkordat in dieser Gestalt derart lange existiert (Reichskonkordat vom 20. Juli 1933).

    Wiki:

    Ein zweiter Kritikpunkt betrifft die eingeschränkte Mitwirkung des Parlaments, das einem ausgehandelten Staatskirchenvertrag wie bei (anderen) völkerrechtlichen Verträgen nur im Ganzen zustimmen oder ihn insgesamt ablehnen, aber seinen Inhalt nicht mitgestalten könne.

  4. #4 von Rene am 22. Februar 2017 - 19:37

    @Namsawam. Da widerspreche ich Dir nicht. Ich bin nur nicht gewillt, mich 24/7 darüber aufzuregen. Religionsverbrecher gibt es überall, woanders mehr, bei uns weniger.

  5. #5 von Rene am 23. Februar 2017 - 13:39

    Ich verstehe Leute nicht, die einen thump down geben und dies dann nicht erläutern. Wie soll denn da ein Gespräch entstehen? Wenn jemand eine andere Meinung hat, dann soll er sie auch kund tun. Dafür haben wir doch dieses Forum.

  6. #6 von namsawam am 23. Februar 2017 - 16:57

    Das ist eine uralte Krankheit, wie Du weißt. dw hatte, glaub‘ ich, einmal 36 miese, aber keinen negative Kommentar! Das mußte erst mal schaffen. – Natürlich auch, Dich darüber ebenfalls nicht aufzuregen.
    {Vollidioten nicht nur in D} > ⅞ aller.

  7. #7 von namsawam am 10. März 2017 - 10:53

    @Rene #4

    Ich bin nur nicht gewillt, mich 24/7 darüber aufzuregen. Religionsverbrecher gibt es überall, woanders mehr, bei uns weniger.

    Habe das heute (!) abgewertet, weil mir diese Haltung heute als zu indifferent und ein bißchen feige erscheint. B.u.E. für die Verzögerung.