Hauptangeklagte in Exorzismus-Prozess muss in Haft

Im Prozess um eine Teufelsaustreibung mit tödlichem Ende hat das Landgericht Frankfurt die 44 Jahre alte Cousine des Opfers zu sechs Jahren Haft verurteilt.

weiterlesen:

[http://www.spiegel.de/panorama/justiz/frankfurt-am-main-hauptangeklagte-in-exorzismus-prozess-muss-in-haft-a-1135423.html

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  1. #1 von Noch ein Fragender am 21. Februar 2017 - 14:32

    Der Vorsitzende Richter sagte, das zu Prozessbeginn in Medien gezeichnete Bild der Angeklagten als „grausame Folterer“ habe sich als nicht richtig erwiesen. Die Angeklagten hätten aus einer spirituellen Überzeugung heraus gehandelt und im Glauben, ihre Verwandte von einem Dämon heilen zu können.

    Das hat nichts mit Spiritualität zu tun, sondern mit Religion und ihrem Glaubenswahn.

    Zu Spiritualität ohne Religion siehe

    Sam Harris, Waking Up: Searching for Spirituality Without Religion.

    Thomas Metzinger, Spiritualität und intellektuelle ‚Redlichkeit
    http://www.philosophie.uni-mainz.de/metzinger/Metzinger_Berlin_2010.pdf

  2. #2 von Willie am 22. Februar 2017 - 04:17

    Der Vorsitzende Richter sagte, das zu Prozessbeginn in Medien gezeichnete Bild der Angeklagten als „grausame Folterer“ habe sich als nicht richtig erwiesen. Die Angeklagten hätten aus einer spirituellen Überzeugung heraus gehandelt und im Glauben, ihre Verwandte von einem Dämon heilen zu können.

    Dazu kann ich nur sagen: Der Richter hat mMn zuviel am Kreuz geleckt. „Grausame Folter“ ist grausame Folter, egal aus welchem Grund. Das „tragische Geschehen“ endete mit dem Tod eines Menschen, der eindeutig an den Folgen von Folterung verstorben ist.