Mathematiker Rudolf Taschner: „Ich preise Gott, den ich nicht kenne“

Der Wiener Mathematiker Kurt Gödel hat einen mathematischen Beweis für die Existenz Gottes erbracht. Was heißt: Ein göttliches Wesen existiert? Und was bringt so ein Beweis für den Glauben?

Rudolf Taschner: Warum müssen wir Gott beweisen? Ein Gott, von dem man weiß, dass er existiert, davon habe ich gar nichts. Das Wissen ist nicht so wirklich das Interessante, das Glauben ist es. Ein Gott, an den man glaubt, ist ein interessanter Gott. Diese ganzen Gottesbeweise sind ein Zeichen dafür, dass diese Menschen den Glauben fast verloren haben. Sie sehen Gott als beweiswürdig an. Gott ist mehr als beweiswürdig, sonst wäre er uninteressant. Für Gödel stellt sich außerdem die tiefe Frage, was bedeutet: „Es existiert!“ Er gibt dafür eine ganz einfache Antwort: „All das existiert, was widerspruchsfrei in ein System eingebaut werden kann. Sobald es widerspruchsfrei ist, ist dieses auch existent.“ Das ist ein rein formaler, mathematischer Existenzbegriff. Gödel hat auch gesagt, es existieren Gespenster. Denn sie waren in seinem System einbaubar.

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[https://www.erzdioezese-wien.at/site/home/nachrichten/article/55057.html

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  1. #1 von stephancologne am 20. Februar 2017 - 10:16

    Gott mag zwar, unter den „richtigen“ Prämissen in ein System einbaubar sein.
    Die entscheidende Frage ist vielmehr – ist Gott für dieses System notwendig?
    Nö. Isser nicht.
    Denn das System hat ja auch schon ohne Ihn funktioniert.

  2. #2 von ptie am 20. Februar 2017 - 10:27

    Gott scheint – nach Gödel – also genauso existent zu sein, wie es Gespenster sind.

  3. #3 von Gerry am 20. Februar 2017 - 10:55

    Einfach peinlich wie sich gebildete Menschen ihre Kindheitsindoktrination schönreden. Nur um sich nicht eingestehen zu müssen, dass ihre Eltern ihnen Schwachsinn erzählt haben…

  4. #4 von Charlie am 20. Februar 2017 - 11:22

    „All das existiert, was widerspruchsfrei in ein System eingebaut werden kann.

    Danke, hier hätten wir auch schon die Widerlegung des „Gottesbeweises“.

  5. #5 von dezer.de am 20. Februar 2017 - 11:55

    Das Wissen ist nicht so wirklich das Interessante, das Nichtwissen ist es. Ein Gott, von dem ich nichts weiss, ist ein interessanter Gott.

  6. #6 von user unknown am 20. Februar 2017 - 13:30

    Sobald man versucht genauer darzulegen, wie dieser Gott beschaffen ist – etwa die Frage zu kären, ob er dreifaltig ist, welche Essenstabus ihm vorschweben, in welche Himmelsrichtung die Tempel ausgerichtet werden müssen usw. wird es schwierig mit diesem Gott.

  7. #7 von Deus Ex Machina am 20. Februar 2017 - 13:51

    „Warum müssen wir Gott beweisen? Ein Gott, von dem man weiß, dass er existiert, davon habe ich gar nichts. “

    –> Ja, genau! Warum muss man beweisen, dass die Machtgrundlage auf deren Basis man sich Autorität zu irgendwas einbildet, auf deren Geheiß hin Gesetze erlassen und Menschen massakriert werdern, auch tatsächlich wirklich real ist? Ich, für meinen Teil, bin von Föderationspräsident Jaresh-Inyo dazu beauftragt worden, diesen ganzen Planeten……………….Ach, Bullshit!

  8. #8 von Noch ein Fragender am 20. Februar 2017 - 14:56

    „Ich preise Gott, den ich nicht kenne“

    Es gibt 10.000 Götter, die er nicht kennt. Da kann er sein ganzes Leben lang preisen.

  9. #9 von Elvenpath am 20. Februar 2017 - 16:24

    Gödel hat keinen mathematischen Beweis für „Gott“ erbracht. Schon gar nicht für den christlichen. Und das war auch gar nicht seine Absicht.
    Gödel wollte nur zeigen, dass sich mit der passenden Wahl der Ausgangsvoraussetzungen ALLES was man will, logisch beweisen lässt. Selbst „Gott“. Das ist ihm gelungen.

    Leider scheint Herr Taschner auch den Unterschied zwischen religiösem Glauben und glauben als Wahrscheinlichkeitsannahme nicht zu kennen.
    wenn ich sage: „Ich glaube, morgen regnet es“, oder „Ich glaube, dass die Evolutionstheorie korrekt ist“, dann ist das qualitativ eine völlig andere Aussage, wie, „Ich glaube an Gott“. Denn erstere beruhen auf Fakten und werden verworfen, falls sich die Fakten ändern sollten. Der Gottesglaube bleibt von Fakten jedoch unberührt.

  10. #10 von manglaubtesnicht am 20. Februar 2017 - 21:40

    „Der Wiener Mathematiker Kurt Gödel hat einen mathematischen Beweis für die Existenz Gottes erbracht.“

    Das ist eine Lüge.

  11. #11 von deradmiral am 21. Februar 2017 - 08:42

    Mathematiker haben kein Problem irrwitzige Axiomen vorauszusetzen und dann sich in der daraus entstehenden Welt sich einzurichten. Sie haben aber ein Problem mit Widersprüchen und Logikfehlern.
    Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass Mathematiker lupenreine Christen oder Muslime werden können. Deisten schon eher.

  12. #12 von itna am 21. Februar 2017 - 08:53

    Der biblische Gott ist längst widerlegt. Da brauche ich kein Mathematiker zu sein. Entitäten, die sich in ihren Eigenschaften widersprechen, sind keine-also einexistent. Basta

  13. #13 von wahn am 21. Februar 2017 - 10:43

    Denke von der Theologie und deren Erkenntnisse hält er nicht soviel -zu mindestens will er davon nicht sprechen.Sagt er hier.