Frau hinter US-Abtreibungsrecht: „Jane Roe“ tot

Die US-Amerikanerin Norma McCorvey, die unter dem Pseudonym „Jane Roe“ den Frauen in den Vereinigten Staaten vor Gericht das Abtreibungsrecht erstritten hatte, ist im Alter von 69 Jahren gestorben.

(…)

McCorvey wurde später strenggläubige (1994 evangelikal, später katholisch) Christin und nannte ihre Rolle bei der Legalisierung von Abtreibungen den größten Fehler ihres Lebens. Sie wurde eine entschiedene Abtreibungsgegnerin.

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[http://orf.at/stories/2379959/

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  1. #1 von Charlie am 19. Februar 2017 - 11:07

    Wenn Gott durch die Menschen wirkt, hat er hier viel Humor bewiesen. Abtreibung ist doch für Gott ein Frevel.

  2. #2 von Deus Ex Machina am 19. Februar 2017 - 11:30

    Jaja, als es ihr selbst genutzt hätte, da wollte sie das Recht zur Abtreibung haben. Stattdessen bekam sie aber das Kind dann doch, und erst 4 Jahre später wurde ihrer Klage zugestimmt. Aber wen (soll heißen Sie“) interessiert dann noch sowas?
    Klingt für mich schwer nach einem Fall von „Nach mir die Sintflut: wenn ich das Recht nicht hatte, soll es auch niemand sonst haben!“.

  3. #3 von meteo am 19. Februar 2017 - 12:31

    Die meisten Konfessionslosen kennen so gut wie nichts vom Inhalt der Religionen und von den atheistischen Argumenten. Sie sind einfaches Wild für Missionare, zumal nur derer Argumente in der Gesellschaft hörbar sind (fast niemand nimmt sich die Mühe zu antworten, obwohl die Antworten sehr gut sind, und die wenigen die es tun stoßen auf das totale Unverständnis der Gersellschaft).

  4. #4 von m0ebius am 19. Februar 2017 - 13:50

    @meteo Das glaube ich nicht. Die Botschaft des Christentums ist doch für Menschen in unserer Gesellschaft – zumindest in Grundzügen – schon bekannt. Sie wirkt auf Außenstehende einfach nicht besonders plausibel und ziemlich altbacken.
    Missionare sind deshalb nicht da erfolgreich, wo sie Argumente vortragen können, sonder da, wo Menschen emotional verwundbar sind.

  5. #5 von oheinfussel am 19. Februar 2017 - 15:12

    Moah, diese Abtreibungsgegner gehen mir so auf den Wecker!

    Natürlich muss das geregelt werden und es müssen Richtlinien da sein – vor allen müssen die Gründe für Abtreibungen bekämpft werden. Etwa eine gute medizinische/finanzielle Unterstützung, Zugang zu Verhütungsmitteln, Aufklärung, eine verantwortlich gelebte Sexualität von Männern und Frauen(Frauen werden schließlich nicht aus heiteren Himmel schwanger).

    Aber genau diese wichtigen Punkte werden eben nicht angegangen – die werden teilweise sogar noch torpediert.

    Und erzwungene Mutterschaften und ungewollte Kinder sind keine Lösung.

    Dennoch ist es klar dass es immer Frauen geben wird, die die Schwangerschaft abbrechen lassen wollen, selbst bei optimaler Unterstützung und Versorgung. Ungewollte Schwangerschaften sind immer möglich, Verhütungsmittel können versagen und es gibt auch kriminologische Hintergründe. Einfach Abtreibung zu verbieten löst kein Problem – entweder die Frauen gehen zu Engelmacher, riskieren damit ihr Leben oder ihre Gesundheit, oder die Kinder kommen zur Welt – werden, ungewollt wie sie sind, ausgesetzt oder umgebracht oder bei sich behalten. Erfahren aber nie Liebe, Vertrauen und Geborgenheit und eine Generation von stark geschädigten Menschen wächst ungeliebt heran und leidet. Ein Leben lang.

    Also, Ursachen von Abtreibungen angehen ist sinnvoll – aber auch dann wird es immer Frauen geben, die nicht Mutter sein wollen. That’s it