Der Islam in unserem Alltag – wo liegt das Problem?

Mit Dr. Michael Schmidt-Salomon

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  1. #1 von Hal am 20. Februar 2017 - 00:40

    ui – das Publikum ist ganz klar Säkular, wann werden es die politischen Hohlbirnen endlich begreifen?

  2. #2 von PMA am 20. Februar 2017 - 02:34

    Schwer traumatisiert die arme Muslimin, weil ihr der Lehrer, das Kopftuch auf unglaublich brutale Art madig gemacht hat, wo sie sich doch voll bewusst und frei für selbiges entschieden hatte.
    Die Arme war doch erst 11:(
    Dieser Lehrer muss eine Bestie gewesen sein.
    Heute ist die Dame erfolgreiche Kopftuchdesignerin und auch um es dem Lehrer und den ehemaligen
    Mitschülern so richtig zu zeigen aber vor allem ist sie für andere Frauen da! Die Frauen von heute müssen sich keine traumatisierenden Sätze von Lehrern oder Mitschülern mehr anhören.
    Gebt dieser Dame doch bitte irgend einen Preis!

  3. #3 von PMA am 20. Februar 2017 - 02:40

    Verharmlosungen, Opfergehabe, Forderungen ist so ziemlich alles, was ich wahrgenommen habe.
    Bin ja gespannt ob die Dame sich tatsächlich noch gegen Kopftuchzwang einsetzt, was ihr der gute Schmidt-Salomon ja quasi „untergejubelt“ hat^^
    Wie sollte diese selbstbestimmte und frei denkende Vorzeigemuslima da auch selber drauf kommen ?

  4. #4 von Friedensgrenze am 20. Februar 2017 - 07:45

    Cool fand ich die Direktorin, die kurz und schlüssig die Unsinnigkeit von konfessionell getrenntem Religionsunterricht klar gemacht hat.

    An diesem Beispiel zeigt sich so schön, daß es die Kirchen sind die das betreten eines Lösungsweges verhindern.

  5. #5 von user unknown am 20. Februar 2017 - 14:02

    @PMA:
    Das ist eine heikle Frage, finde ich.
    Es klingt in der Diskussion so, als sei sie selbständige Designerin oder Betreiberin eines Klamottenladens und habe einen, auf die Berufstätigkeit, sehr freien Lebensweg eingeschlagen, untypisch für ihre Herkunft, während das Kopftuch, als Symbol eigentlich für das Gegenteil steht, für Zurückhaltung, Unterordnung und Schweigen. Als ob sie sich, gerade weil sie sich ans Symbol klammert von dem, was das Symbol symbolisiert, hätte lösen können – vielleicht weil sie sich davon in einer paradoxen Situation lösen musste, um es als Symbol zu verteidigen.

    Und einen solchen Effekt hat man oft, dass eine Gruppe benachteiligt wird, und man kommt mit einem Zwang daher und dieser Zwang führt zu einer Trotzreaktion: Erst weil man es verbieten will wird dann von einigen das Kopftuch getragen – solchen, denen es vorher eher egal war und die es auch nicht getragen haben. Der Druck sich entscheiden zu müssen bindet die Benachteiligten oder Ausgegrenzten enger zusammen, sie identifizieren sich stärker miteinander und handeln aus Trotz.

    In den 80ern gab es Zeitungsmeldungen über Schulen, da wurde einem Schüler verboten einen Button „Schwerter zu Pflugscharen“ an der Schule zu tragen. Zack besorgten sich soundsoviele Schüler so einen Button um zu sehen, ob es auch in ihrer Schule Zoff geben würde. Teilweise solche, die nie auf einer Friedensdemo gewesen sind – einfach mal Stunk machen. So etwas gewinnt rasch eine Eigendynamik.

    Man darf jetzt natürlich nicht den Fehler machen und annehmen, dass alle Frauen mit Kopftuch eine heldenhafte Emanzipationserfahrung an ihrer Schule durchgemacht haben und viel freier sind als die, die sich vielleicht zu Hause gegen Eltern und Sippe aufgelehnt haben, und keines tragen.

  6. #6 von dezer.de am 20. Februar 2017 - 15:26

    Bei der jungen Dame mit dem Kopftuch sehe ich ähnliche Muster wie bei Impfgegnern.
    Sie geniessen und nutzen die Freiheit, profitieren von den Errungenschaften der Freiheit und Moderne (Herdenschutz, Gleichberechtigung , Frauenrechte etc.) besitzen aber gleichzeitig die Frechheit diese nicht Aufrecht zu erhalten sondern reaktionär zu unterwandern. Und: sie sind nicht in der Lage das selbstkritisch zu erkennen.
    Grossen Respekt an die Vorsitzende der Ex-Muslime. Für sie muss dieses reaktionäre Gebaren der jungen Frau am schlimmsten zu ertragen sein.

  7. #7 von PMA am 20. Februar 2017 - 15:37

    @ user_unknown

    Das Mädel war 11 als sie diesen Konflikt heraufbeschwor (viel wahrscheinlicher ihre Eltern, zumindest als Mitschuldige…) und erzählt, sie hätte ohne Zwang in einer Klasse (mit ihr als die einzige Muslimin) darauf bestanden, das Koftuch zu tragen.
    Nun wundert sie sich über Konsequenzen und redet von Traumatisierung, was eine Beleidung für alle ernsthaft Traumatisierten oder in der Schule (ernsthaft) gemobbten ist.
    Ich habe traurigerweise erlebt, was es heisst anders zu sein als die anderen und wie schlimm Kinder andere Kinder deswegen fertigmachen können. Da rede ich jetzt nicht von mir, da ich mich eigentlich relativ gut verteidigen konnte.
    Da ist die Geschichte dieser Frau sowas von harmlos und lächerlich auch wenn´s natürlich nicht leicht war für selbige…

    PS:
    Ich war z.B. auch als einziger in meiner Schulklasse mit 13-14 Jahren Metal-Fan und hatte mir die Haare lang wachsen und diverse T-Shirts und natürlich, musste ich da auch einiges einstecken (vermutlich mehr als diese Dame) aber ich würde nie davon sprechen, dass mich das Traumatisiert hätte und im übrigen höre ich nun viele verschiedene Musikstile. Klar ist das jetzt nicht 1 zu 1 zu vergleichen aber ich bin jetzt nicht in der „Metal-Branche“ tätig ums meinen ehemlaigen Mitschülern und Lehrern zu zeigen wie richtig ich damit lag NUR Metal-Musik zu hören und mich ausschliesslich damit zu identifizieren^^

  8. #8 von user unknown am 20. Februar 2017 - 16:02

    PMA: Dass sie traumatisiert wurde, da würde ich auch leise Zweifel anmelden. Das wurde inzwischen zum Modewort und wird allgemein leichtfertig dahingesagt.

    Woher aber weisst Du, dass sie nicht ernsthaft gemobbt wurde? Ich würde das nicht so ohne weiteres in Frage stellen.

  9. #9 von Yeti am 20. Februar 2017 - 18:42

    @PMA:

    Das Mädel war 11 als sie diesen Konflikt heraufbeschwor

    Ich habe mir die ganze Sendung jetzt angesehen, und sehe nicht, dass sie einen Konflikt heraufbeschworen hat.
    Sie hat nicht aufgepasst (was jedem Schüler in dem Alter drölfzigmal am Tag passiert) und ihr Lehrer hat gemeint, das käme dabei raus, wenn man sein Gehirn mit einem Kopftuch zudeckt. Das war nicht richtig von dem Lehrer.

    Ich fand die Dame recht vernünftig. Zumal nach dem Schulterschluss mit Salomon und Mina Ahadi.

    Alles in allem eine sehenswerte – und ein klein wenig Hoffnung machende – Sendung.