Atheismus war ein Fehler

Wer Religion ablehnte, galt in akademischen Kreisen als gebildet und hellsichtig. Der Atheismus habe ihm in seinen besten Jahren aber nur Leere und Sinnlosigkeit gebracht, sagt Mark Bauerlein.

(…)

Im Laufe der Zeit stellte er Fehler und Unzulänglichkeiten in der Argumentation atheistischer Autoren fest. Insbesondere störte ihn die Verachtung, mit der Autoren wie Bertrand Russel und Richard Dawkins über Religionen und gläubige Menschen urteilten. Die überhebliche Gewissheit, mit der sie ihre Position vertraten, schien ihm zunehmend ein Ausdruck des Bemühens zu sein, von ihrem mangelnden Verständnis für religiöse Themen abzulenken.

Bauerlein kam schließlich zu der Einsicht, dass der Atheismus intellektuelle Schwachstellen habe.

weiterlesen:

[http://www.kath.net/news/58524

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  1. #1 von Torchy am 16. Februar 2017 - 16:35

    Wenn Herr Bauerlein wirklich so argumentiert, wie der Artikel beschreibt, dann muss man ihm selbst leider intellektuelle Schwachstellen attestieren.

    Jemandem Arroganz vorzuwerfen ist das eine. Ganz davon abgesehen, dass er in diesem Fall nur seine Gefühle nutzt, um anderen unredlich die Meinung zu verbieten. Was meiner Meinung nach die vermeintliche Arroganz von Dawkins und Russell noch übertrifft.

    Das andere ist, dass der Tonfall oder die Formulierung von Aussagen überhaupt nichts mit dem Wahrheitsgehalt dieser zu tun haben! Der Spruch „Wer schreit, der lügt“ ist Blödsinn, den man kleinen Kindern erzählt, damit sie ruhig sind.

    Und genau auf dem Niveau des beleidigten Kindes, dass bei den Erwachsenen nicht mitspielen darf, ist Herr Bauerlein stehengeblieben.

  2. #2 von Elvenpath am 16. Februar 2017 - 16:54

    Diese Leute haben einen Diener-Komplex. Sie sind nicht glücklich, wenn sie ihre Leben keinem Herrn widmen können. Also das Gegenteil einer Führungspersönlichkeit.
    Eventuell würde dem Mann eine Anstellung als Butler helfen.

  3. #3 von Deus Ex Machina am 16. Februar 2017 - 17:59

    „Fehler und Unzulänglichkeiten in der Argumentation atheistischer Autoren fest.“

    –> Ich bin gespannt! Lass mal hören.

    “ Insbesondere störte ihn die Verachtung, mit der Autoren wie Bertrand Russel und Richard Dawkins über Religionen und gläubige Menschen urteilten.“

    –> Jemandem Arroganz vorzuwerfen ersetzt nicht das Widerlegen seiner Aussagen. Dann soll er sich mal ansehen, wie das liebe Christentum sich über andere erhebt und selbst nur Scheiße baut. „Glashaus, Steine“! Ich warte noch immer auf eine argumentative Widerlegung von Dawkins…..

    „Atheismus war für ihn eine intellektuelle Errungenschaft, die gleichzeitig alle weiteren Ziele wertlos machte.“

    –> Wieso? Nur weil man sich bewusst ist, dass irgendwann alles von einer sich aufblähenden Sonne verschlungen wird, zählt doch das Hier und Jetzt nicht weniger. Woher immer diese egozentrische Einbildung, dass man etwas „für die Ewigkeit schaffen“ muss/will? Und wo sind diese tollen Argumente gegen Dawkins?

    „Die überhebliche Gewissheit, mit der sie ihre Position vertraten, schien ihm zunehmend ein Ausdruck des Bemühens zu sein, von ihrem mangelnden Verständnis für religiöse Themen abzulenken.“

    –> Erneut: „Glashaus, Steine!!“ Von welchem mangelnden Verständnis spricht der Mann?

    „Bauerlein kam schließlich zu der Einsicht, dass der Atheismus intellektuelle Schwachstellen habe.“

    –> Und wieder: Wie stellen die sich dar?

    „Ein Freund brachte ihm die katholische Kirche nahe, in die er 2012 aufgenommen wurde. “

    –> Und wäre sein Kumpel Moslem gewesen, wäre er jetzt auch einer? In den Kommentaren labert einer von „atheistischer Beliebigkeit“, es ist doch genau umgekehrt: welcher Religion man sich anschließ, hängt primär vom sozialen Umfeld ab, dem man beim Geburts-Roulette zugeteilt wird.
    Tja, auf Argumente gegen den Atheismus, vieleicht sogar für den Katholizismus, wartet man hier wohl vergebens. Der Typ hätte sich auch gleich nur schreiben können „Atheismus is voll doof, ey!“

    Was ein hohler, leerer Artikel ohne geistigen Nährwert. Lahm!

  4. #4 von Gerry am 16. Februar 2017 - 18:02

    He endorsed Donald Trump in the 2016 U.S. Presidential elections.

    Ohne Worte…..

  5. #5 von Deus Ex Machina am 16. Februar 2017 - 20:14

    Ich tausche das überflüssige „sich“ in meinem Kommentar für ein noch fehlendes „t“ ein.

  6. #6 von Predator am 16. Februar 2017 - 22:03

    Wer meint, ein Leben mit (katholischer) Religion zu brauchen, bitte – nur zu.
    Wer meint, ein Leben mit Zigarettenkonsum zu brauchen, bitte – nur zu.

    Beides braucht man aber FÜR EIN MÖGLICHST GUTES LEBEN nicht, das ist gewiss und kann belegt werden.

    Vielleicht denke ich zu radikal, aber ich würde nur zu gerne beiden Unsinn aus der Öffentlichkeit verbannt wissen, denn beides ist schädlich – für mich persönlich und für die Gesellschaft im Allgemeinen. Fakten stärken diese Aussage. (no alternative facts!)

    Aber dann würde ich ja die „Freiheit“ der Menschen infrage stellen wollen.

    Darüber (inkl. was Freiheit ist) kann man nun ausgiebig diskutieren… jedoch in dem Fall kaum mit (abhängigen) Rauchern oder (fanatischen) Religiösen…

    Ja, Religionen und Rauchen – das hat so einiges gemeinsam. Was die Leute auf kath.net dazu wohl sagen würden?

    Und ganz so radikal bin ich eventuell doch nicht, denn in ihren eigenen Räumlichkeiten können die Gläubigen so viel beten wie sie möchten und die Nikotinsüchtigen auch so viel rauchen wie sie wollen, solange davon nichts nach außen dringt zu Menschen, die sich davon gestört fühlen oder denen dadurch ein Schaden entsteht.

    Was meint ihr, werte Kollegen?

    PS: Natürlich gibt es auch rauchende Atheisten. Dazu sage ich nur: Pfui! Nagelt sie an einen Baumstamm!
    PPS: Verdammt! Dumme Idee!… dann hätten die Raucher ja auch noch ein starkes Symbol für ihre Sache… kennt man ja… 😉

  7. #7 von Willie am 16. Februar 2017 - 23:09

    Wer Religion ablehnte, galt in akademischen Kreisen als gebildet und hellsichtig.

    Der Atheismus habe ihm in seinen besten Jahren aber nur Leere und Sinnlosigkeit gebracht, sagt Mark Bauerlein.

    Das heißt dann im Umkehrschluss, dass er in seinem Leben absolut keinen Sinn erkennt und daher das Außersinnliche nun bevorzugt. Er sah bzw. fand keinen Sinn in der Arbeit, keinen in der Wissenschaft, keinen in der Familiengründung …

    In der akademischen Welt, in welcher er Karriere machte, war sein Atheismus nie fehl am Platz, erinnert er sich.

    Mir sind die amerikanischen Sitten da nicht geläufig, aber stellen sich da die Atheisten auch so ihren Kollegen vor, wie das die Religiösen andauernd tun?

    Als er später drei Jahre in Washington D.C. arbeitete, war sein Vorgesetzter eine starke Persönlichkeit, die ihm viel über Menschenführung lehrte. Dieser Mann bewegte sich souverän in der Welt der Kunst, Literatur und Politik und war scheinbar nicht auf Gott angewiesen. Als Bauerlein ihn besser kennenlernte, erfuhr er, dass sein Vorgesetzter ein praktizierender Katholik war.

    Wow, erst ist in der akademischen Welt der Atheismus angeblich Pflicht und dann hat er einen Katholiken als Chef. Kann es sein, dass dieser sinnlose Bauerlein einfach nur nicht hinschauen wollte, da ja eh alles sinnlos war?

  8. #8 von drawingwarrior am 16. Februar 2017 - 23:24

    Als ehemaliger Raucher und Theist habe ich zu diesem Themenkomplex eine etwas andere Meinung als unser Kollege Predator.
    Ich bin ein trockener Raucher, mir hat jede Zigarette wirklich geschmeckt. Zur Zeit habe ich zwei Kollegen, die Beide rauchen.
    Es stört mich nicht die Bohne. Ich empfinde den Rauch nach wie vor nicht als etwas, dass mich schädigt, da gibt es gerade in meinem Job ganz andere Hausnummern. Glas-und Mineralwolle, Bohr-und Stemmstaub, Solus in Gussrohrverbindungen und last but not least der Killer Nummer 1, Astbest!
    Wenn der Kollege, der dreht, sich eine Zigarrette rollt, schnuppere ich gelegendlich an dem Tabak, ein Aroma, dass ich immer noch sehr gerne riche.
    Manchmal, wenn ich richtig einen im Tee habe, bekomme ich Lungen-Schmacht und weiß genau, wenn ich jetzt nachgebe und eine Kippe rauche, habe ich am nächsten Tag eine Schachtel in der Tasche.
    Ja, Rauchen und Religion haben viel gemeinsam, ich bin mir immer bewusst, dass ich nur einen schwachen Moment davon entfernt bin, einem von Beidem nachzugeben.
    Mit dieser Taktik habe ich mir diese beiden Laster bislang prima vom Leibe gehalten, obwohl ich mal 2 Bigpacks am Tag geraucht habe und 3 Jahre lang in meiner katholischen Gemeinde Messdiener war.

  9. #9 von parksuender am 17. Februar 2017 - 00:18

    Der kath.net-Artikel ist eine Auszug aus Bauerleins Blog. Ich hab ihn mal kurz überflogen (soweit mir das zu später Stunde noch möglich ist). Er scheint christlich, vermutlich katholisch, aufgewachsen zu sein, er erzählt von sonntäglichen Kirchgängen. Mit 17 stellte er fest hinter dem Busch ist nichts magisches, weder dahinter noch darüber Kein Gott oder irgendwelche Zauberwesen. Mit der Erkenntnis der naturalistischen Weltsicht kommt er aber nicht zurecht.

    The universe was open, but my life was closed. Others might take the disappearance of God as liberating, a chance to forge their own future, but not me. Whatever plan I might commence, whatever identity I might pursue, it shrank to pointlessness beside the yardstick of boundless nothingness.

    Ein Schlüsselerlebnis zum Glauben war dann der Kirchenbesuch mit seinem 4-jährigen Sohn

    My son’s eyes kept rising up the columns to the vaulted ceilings and stained-glass windows. When the priest and servers with their robes and candles passed by, he turned his head slowly to follow the procession step by step. When people lined up for Communion, he shed his customary shyness and pleaded to join them. At that moment, my atheism turned into a sorry lack of sensibility, a lack that I refused to pass along to my son.

    Und rein zufällig traf er in der Zeit einen Katholiken, der zuvor Atheist war und ihm von einem intellektuellen Zugang zum Glauben erzählte.
    Über Dawkins sagt er jedenfalls:

    Richard Dawkins’ The God Delusion has a subchapter on “the argument from personal ‘experience,’” but he spends no time exploring the actual experience of God.

    Zu guter Letzt schließt er aus seinem eigenen Unbehagen auf alle Atheisten:

    <

    blockquote>This kind of certainty, I realized, reflected a limit in understanding converted into a virtue, compensated for with dismissal and annoyance and contempt. I understood this from the inside and began to wonder if, for all their claim to intellectual progress, many atheists suspect they are missing something from which other people receive meaning and healing and even happiness

    <

    blockquote>

    Mir reichts für heute. Den Rest könnt ihr selbst nachlesen:
    [https://www.firstthings.com/article/2012/05/my-failed-atheism

  10. #10 von kereng am 17. Februar 2017 - 07:54

    Zu dem „argument from personal experience“ fällt mir ein, dass einige Menschen im Dunkeln Angst vor Geistern haben; eine persönliche Erfahrung, die nichts mit der Existenz von Geistern zu tun hat.

  11. #11 von paul0f am 17. Februar 2017 - 08:59

    Bauerlein kam schließlich zu der Einsicht, dass der Atheismus intellektuelle Schwachstellen habe.<

    Und zur Einsicht über die massiven Schwachstellen und dem ebenso massiven Schwachsinn seiner neuen Religion ist er noch nicht gelangt. ^

    Naja .. Gottes Wege sind halt unergründlich.^^

  12. #12 von Siegrun am 17. Februar 2017 - 09:01

    „Freiheit ist ein Geschenk, das sich nicht jeder gerne machen lässt.“

    Zitat aus „Das finstere Tal“

  13. #13 von Rene am 17. Februar 2017 - 17:45

    @drawingwarrior. Ich möchte als ehemaliger 2 bigpacks pro Tag User ganz off topic etwas dazu anmerken. Starke Raucher versuchen ein Lungenkrebs-Risiko einzuschätzen. Genau das ist aber das geringste Risiko. Für einige Folgeerscheinungen gibt es kein „Risiko“, sie kommen garantiert. Wie ich beobachtet habe sind sie genauso übel, wenn nicht schlimmer als Krebs. Also, bleib stabil!

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