Pädophile Priester: Papst bittet um Verzeihung

Der Papst bittet um Verzeihung für Verbrechen pädophiler Priester. „Wie kann ein Priester im Dienst Christi und seiner Kirche so viel Leid verursachen?“, schreibt Franziskus im Vorwort des Buchs eines Schweizer Missbrauchsopfers, Daniel Pittet (57).

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[http://religion.orf.at/stories/2825383/

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  1. #1 von Charlie am 13. Februar 2017 - 15:05

    Wie oft noch?

  2. #2 von paul0f am 13. Februar 2017 - 15:20

    Papst bittet um Verzeihung<

    Bitte abgelehnt .. tue Busse in dem du alle Unterlagen betreffend der Täter und Vertuscher/Unterstützer sofort den entsprechenden Behörden übergibst, dich selbst als Anführer dieses Bande anzeigst und „last but not least“ den Verein auflöst.

    Alles andere ist nur geheuchelt.

  3. #3 von Gerry am 13. Februar 2017 - 15:24

    Hermes: What do we do when we break somebody’s window?
    Dwight: Pay for it?
    Hermes: Oh, heavens no. We apologize, with nice cheap words.

    Futurama, The Route of All Evil

  4. #4 von deradmiral am 13. Februar 2017 - 16:05

    Papst bittet um Verzeihung? Wie wäre es erst mal mit einer angemessenen Entschädigungszahlung in Deutschland! Statt eines Schweigegeldes, das man strafbewehrt nicht einmal als solches bezeichnen darf (in Regensburg dank Kardinal Müller).

  5. #5 von Deus Ex Machina am 13. Februar 2017 - 17:08

    Worte sind ja so billig!

  6. #6 von oheinfussel am 13. Februar 2017 - 18:12

    Moah – dieses Geschwafel ist so unerträglich -.-
    Genau den gleichen Mist musste ich mir letzte Woche schon anhören: Das tut mir so leid. (Wohl eher, weil du so blöd warst und nicht gewartet hast, bis ich 14 bin). Ich habe einen Fehler gemacht. (Du hast deinen Schwanz in ein Grundschulkind gesteckt, das ist kein Fehler – das ist widerliche Scheiße). Und ich kann es nicht rückgängig machen. (Du hättest es auch einfach komplett sein lassen können!)

    Dieses selbstmitleidige Gewinsel und dieser jammerige Ton sind so dermaßen unerträglich – und der Papst kann mich mal so was von kreuzweise :-/

  7. #7 von omnibus56 am 13. Februar 2017 - 19:05

    Wie kann ein Priester im Dienst Christi und seiner Kirche so viel Leid verursachen?

    Weil Bischöfe, Kardinäle und Papst sie lassen und nicht zur Verantwortung ziehen!

  8. #8 von drawingwarrior am 14. Februar 2017 - 10:08

    @oheinfussel

    Tut mir leid, dass Dir so etwas angetan wurde.
    Du hast jedes Recht wütend auf Deinen Vergewaltiger zu sein.
    Ich denke, es ist wichtig, dass Du dieser Wut Ausdruck verleihst.

    Und Du hast natürlich Recht, indem Du hier eine Verknüpfung zwischen dem Verhalten Deines Peinigers mit dem der kath. Kirche siehst.
    Beiden geht es darum, möglichst ohne Schaden aus der „Sache“ raus zu kommen.
    Das ist, so schlimm die Vorfälle für die Geschädigten auch sind, der Urinstinkt zu Überleben.
    Ich will weder Deine Qual noch die der zahllosen anderen Opfer von Gewalt und sexuellen Übergriffen in irgendeiner Weise in Abrede stellen, mir ging es darum, zu erklären, warum sich Menschen und Institutionen so verhalten.
    Diese Haltung „Es kann nicht sein, was nicht sind darf!“ liegt meiner Meinung nach genau dort begründet.
    Das hilft Dir überhaupt nicht weiter, ich bin mir dessen bewusst.

    Das ganze Gewinsel, dass Du völlig richtig als selbstmitleidige und unerträglich empfindest und bezeichnest, ist im Grunde gar nicht an Dich als Opfer gerichtet, sondern soll die Autoritäten, die nun über Deinen Peiniger urteilen, milde stimmen.
    Genau diesen „Schachzug“ verwendet dieser verlogene Wichser aus Rom, wenn er ein Vorwort zu der Autobiografie eines Opfers seiner Vereinigung und deren Politik verfasst.
    Sowohl Du als auch die Opfer der kirchlichen Angestellten kommen nun in Zugwang; wenn Du trotz der reumütigen Worte die volle Bestrafung forderst, bist Du eine rachsüchtige Person und nicht mehr das hilflose Opfer; im Falle der Kirche dürften dezent gestreute Hinweise zu einem christlich übertünchtem Konzept namens Vergebung nicht gefehlt haben.

    Damit machen die Täter in Kooperation mit der Gesellschaft die Opfer erneut zu Opfern.
    Ich kann mir sehr gut vorstellen, was eine solche Situation zu Zeiten bedeuten haben mag, in der Staat und Kirche noch enger bei einander als heute waren.
    Daher wundert es mich überhaupt nicht, dass es so lange gedauert hat, bis überhaupt Notiz genommen wurde und mit welcher Gleichgültigkeit hier die Staatlichen Organe die Aufklärung in den Händer derer lassen, aus dessen Reihen die Täter stammen.

    Diese Vorfälle zeigen eindeutig, dass wir in Deutschland noch einen weiten Weg zu einer säkularen Gesellschaft zu gehen haben und das Staat und Kirche immer noch nicht so klar voneinander getrennt sind, wie es sich für eine Demokratie gehört.

  9. #9 von oheinfussel am 14. Februar 2017 - 10:25

    @dw

    Wie du bereits selber angemerkt hast, hilft mir diese Erklärung(die mir rein rational natürlich klar ist) emotional Müll weiter – aber es macht natürlich durchaus Sinn.

    Das erklärt auch, warum dieser #$/&* in Berufung gegangen war und

  10. #10 von oheinfussel am 14. Februar 2017 - 10:37

    Und jetzt noch einmal Einspruch einlegen will – Revision in dem Fall. Obwohl er keine Chance auf ein drittes Verfahren (dieses mal wäre das vor dem Oberlandesgericht) hat, versucht er auf biegen und brechen seinen Arsch vor dem Gefängnis zu retten, Obwohl er sich dem Risiko einer noch höheren Strafe bewusst aussetzt. Natürlich verzögert sich dann wieder alles. Das kann gut ein halbes Jahr dauern, bis die dritte Instanz die Revision überprüft hat.

    Das ist alles so ermüdend und anstrengend – es ist kein Wunder, warum Betroffene oft aufgeben oder gar nicht erst anzeigen (abgesehen von der schwierigen Beweisbarkeit). Es ist so zermürbend und ohne rechtskräftiges Urteil fällt der Abschluss schwer.

    Natürlich diente sein halbgares Geständnis und seine Reue vor allen der Schadensbegrenzung – ich bin sehr froh, dass ihm dass kein Richter abgekauft hat – die Selbstanzeige müssen sie natürlich dennoch berücksichtigen. Aber dass sein ganzes Geheule, Gejammer und Gewinsel letztlich ein ziemlich armselige Versuch war, die überlegende juristische Kraft milde zu stimmen, war denen klar und die haben sich auch nicht davon einlullen lassen. Stand auch schon im ersten Urteil drin.

    Drück mir die Daumen, dass er auf die Revision verzichtet.

  11. #11 von drawingwarrior am 14. Februar 2017 - 10:42

    @oheinfussel

    Alle meine Daumen!
    Sorry, wenn ich da was angetatscht habe…

  12. #12 von oheinfussel am 14. Februar 2017 - 11:53

    @dw

    Alles gut 🙂
    Mich frustriert und ärgert nur diese dummdreiste Art, dass er allen ernstes versucht hat, nen minderschweren Fall draus zu machen – minderschwer, klar jahrelang sein Schwanz in ein Kind reinstecken, ohnehin nur für einen Bruchteil der tatsächlich begangen Taten belangt werden, vor Gericht dann wie einen getretener Hund rumjammern, dabei null tatsächliche Schuldeinsicht zeigen und dann in Berufung gehen, weil man sich ja selbst angezeigt hat und total reuevoll war, man ja sonst in kein anderes Kind seinen Penis reingesteckt hat und überhaupt – ich wollte das doch! Da hatte er Ja quasi keine andere Wahl mehr. Was ich immer alles so wollte, ohne es zu wissen…

  13. #13 von ptie am 14. Februar 2017 - 12:23

    @oheinfussel
    unterstützen kann man dich als außenstehender wahrscheinlich nicht, oder?

  14. #14 von oheinfussel am 14. Februar 2017 - 12:59

    @ptie

    Hm. Schwierig. Ein respektvoller Umgang mit dem Thema – also weder unsensibel sein noch das Thema auf Teufel komm raus umgehen, so wie einiges an Verständnis für meinen eigenen Umgang mit dem Thema und den Spätfolgen ((also etwa depressive Phasen, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit durch Schlafprobleme etc…pp.)

  15. #15 von oheinfussel am 14. Februar 2017 - 13:08

    Na ja und sinnvoll ist es natürlich auch, mir weder meine Gefühle noch meine Gedanken in Abrede zu stellen oder mit Forderungen um die Ecke zu kommen, wie ein Opfer sich zu verhalten hat.

    Drawingwarrior sagte es bereits ganz richtig – mir wird Rachsucht und Belastungseifer vorgeworfen, wenn ich seine Entschuldigung abschmettere und eine harte Bestrafung will.

    Das passt nicht ins Bild eines Opfers – Opfer sind passiv und hilflos und nicht aggressiv, fordernd und hart.