Wie können Gott und die Menschen soviel Böses zulassen?

Wie können Gott und die Menschen soviel Böses zulassen? HL-live. de Pastor Heinz Rußmann widmet sich in seinen Gedanken zum Wochenende der Frage: „Wie können Gott und die Menschen soviel Böses zulassen?“ (…)

Diese Frage ist uralt: wenn Gott gütig ist und Macht hat, warum lässt er dann auf der Erde soviel Böses zu? Gottesleugner sehen in dieser Frage die Grundlage ihres Unglaubens. Dabei fühlen sie sich gewöhnlich sehr klug und blicken auf die Gläubigen oft arrogant herab. Alle Religionen, die an einen Gott glauben, halten dagegen die Un-Gläubigen für beschränkt. (…)

Welche christlichen Antworten gibt es auf diese Frage?

  1. Ein großes Problem ist für Gott als Schöpfer die Freiheit des Menschen, der seit Adam und Eva gut oder böse handeln kann. Als einzige Lebewesen auf der Erde handeln wir nicht nur instinktiv wie die Tiere. Unsere Größe und Gefahr ist unsere von Gott geschenkte Freiheit, zwischen Möglichkeiten bewusst zu unterscheiden. So wie liebe und verantwortungs-bewusste Eltern ihren Kindern seit der Pubertät Entscheidungsfreiheit lassen, Gott klebt dem Hass-Prediger durch Engel kein Pflaster auf den Mund. Auch uns nicht, wenn wir mal was Gemeines sagen zu anderen und über andere. Er reißt uns nicht das Beil aus der Hand, wenn es beim Holzhacken auf unser Bein abgleiten will ist oder verbrecherisch auf den Kopf eines Anderen zielt.
  2. Er lässt es zu, dass wir Heere von Soldaten zur Verteidigung der Humanität aufstellen. Leider steigt oft dabei die Gefahr von unmenschlichen Kriegen. Er lässt leider auch zu, dass Atombomben heute in der Hand unberechenbarer amerikanischer und anderer Politiker sind.

  3. Wir sollen durch das Böse lernen, gut zu sein, damit wir aus bösen Fehlern lernen. Manche Schicksalsschläge haben uns im Rückblick weitergebracht. Sonst wäre ich als ein Beispiel nicht Pastor geworden.

  4. Wir geben Gott gewöhnlich die Schuld im Grunde für eigene Fehlverhalten. Wie kann Gott den weltweiten Hunger zulassen, fragen manche empört. Dabei ist genügend Nahrung da für alle Menschen. Die reichen Länder und wir verteilen es bisher leider nicht.

  5. Wir fragen, warum Gott die Klima-Katastrophe zulässt mit Dürre und Hunger in der heißen Ländern? Dabei verursachen wir sie zum großen Teil selbst. Wir klagen über unsere Krankheiten und haben sie selbst durch Alkohol-, Nikotin- und Geldgier zerstört.

In vielem sollten wir ums fragen, ob wir das Leid nicht selbst verursacht haben? Wir sollten energisch ab jetzt selbst ändern, was wir zum Guten ändern können. Und mit Gottvertrauen sollten wir ertragen, was wir bisher nicht zum Guten ändern können. Jesus ist extra von Gott zu uns gekommen, hat unser Leid mitgetragen, fühlte sich am Kreuz auch mal von Gott verlassen und hilft uns als Auferstandener wie Gott Tag für Tag. Es bleiben Rätsel übrig. Am Ende aber, wenn Gottes Reich kommt, werden alle Tränen getrocknet und alle Fragen und Rätsel durch Gott gelöst (Offenbarung 21). Gott wird alle unsere Fragen beantworten.

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[https://www.hl-live.de/aktuell/textstart.php?id=112280

 

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  1. #1 von Andreas Moser am 12. Februar 2017 - 17:34

    Zwei Erklärungen:
    a) Es gibt keine Götter.
    b) Die Götter sind böse.

  2. #2 von oheinfussel am 12. Februar 2017 - 17:58

    Ich hab mich früher schon gewundert, warum Adam und Eva überhaupt bestraft wurden sind. Vor dem Biss in dem magischen Apfel konnten sie gut und böse nicht auseinanderhalten, sie waren unfähig zur Reflexion. Wie kann man jemanden überhaupt bestrafen, was eine logische Konsequenz des eigenen Handelns war – Eva hätte als unwissende naive und unbedarfte Frau keinen Grund gehabt, einer sprechenden Schlange zu misstrauen. Sie hatten die Sicht von Kindern, naiv, unreflektiert und nicht fähig Konsequenzen abzuschätzen. (Wenn es so gewesen wäre)

    Hätte Gott das nicht voraussehen können? Er hatte sie doch genauso erschaffen

    Und ehrlich gesagt hätte ein allmächtiges Wesen das doch locker verhindern können

    Dummfug, ehrlich.

    Und dass der Mensch einerseits selber verantwortlich für alles ist, gleichzeitig für seinen freien Willen geradestehen und sogar bestraft wird, falls er sein Leben anders lebt, als der magische Huhu sich das angeblich vorstellt und dann trotzdem auf die Knie sinken und ihm huldigen soll… so ein Schwachsinn

  3. #3 von Charlie am 12. Februar 2017 - 18:00

    Gottesleugner

    Und Christen sind dann Zeusleugner?

    Ein großes Problem ist für Gott als Schöpfer die Freiheit des Menschen, der seit Adam und Eva gut oder böse handeln kann.

    Laut der Evolutionstheorie hat es die nie gegeben. Ist Rußmann etwa ein Junge-Erde-Kreationist??

    Er lässt es zu, dass wir Heere von Soldaten zur Verteidigung der Humanität aufstellen. Leider steigt oft dabei die Gefahr von unmenschlichen Kriegen. Er lässt leider auch zu, dass Atombomben heute in der Hand unberechenbarer amerikanischer und anderer Politiker sind.

    Wo ist der Unterschied zwischen einem Gott der alles zulässt und einem Gott der nicht existiert??

    Wir sollen durch das Böse lernen, gut zu sein, damit wir aus bösen Fehlern lernen.

    Wie viel Böses müssen wir noch erdulden, bis auch Gott merkt, dass der Mensch nie daraus lernt?? Und welchen moralischen Wert haben Erdbeben?

    Wir geben Gott gewöhnlich die Schuld im Grunde für eigene Fehlverhalten.

    Typischer Strohmann. Ich gebe dem Allmächtigen nicht die Schuld, sondern warum hat er das nicht verhindert?

    Wie kann Gott den weltweiten Hunger zulassen, fragen manche empört. Dabei ist genügend Nahrung da für alle Menschen. Die reichen Länder und wir verteilen es bisher leider nicht.

    Warum hat Gott die Menschen mit einem Verdauungstrakt erschaffen? Ein intelligenter existierender Gott könnte seine Welt besser erschaffen.

    Dabei verursachen wir sie zum großen Teil selbst. Wir klagen über unsere Krankheiten und haben sie selbst durch Alkohol-, Nikotin- und Geldgier zerstört.

    Auch Gendefekte und Erbkrankheiten?? Warum denken Christen nur einen halben Meter weit?

    In vielem sollten wir ums fragen, ob wir das Leid nicht selbst verursacht haben?

    Nicht, wenn man weiter als einen halben Meter denkt!

    hilft uns als Auferstandener wie Gott Tag für Tag

    Welche Hilfe?? Wir sind doch selbst schuld und müssen daraus lernen, deshalb lässt Gott doch übel zu, wie wir oben lesen mussten (Punkt3).

    Es bleiben Rätsel übrig. Am Ende aber, wenn Gottes Reich kommt, werden alle Tränen getrocknet und alle Fragen und Rätsel durch Gott gelöst (Offenbarung 21). Gott wird alle unsere Fragen beantworten.

    Diese Apologetik ist angesichts von Leid auf dieser Welt zum KOTZEN!!!!!!!

  4. #4 von Rene am 12. Februar 2017 - 18:57

    @Charlie. Ja, Rußmann ist (ID) Kreationist.

  5. #5 von Friedensgrenze am 12. Februar 2017 - 19:28

    Warum man einem brennenden Dornbusch laut Märchenbuch trauen kann aber einer sprechenden Schlange nicht, erschließt sich mir nicht.

  6. #6 von Skydaddy am 12. Februar 2017 - 20:19

    @oheinfussel:

    Religionen sind seit jeher undurchdacht. Die Geschichte vom Sündenfall ist ein Beispiel dafür. Dort sagt Gott ja auch die Unwahrheit und die Schlange die Wahrheit.

  7. #7 von Willie am 13. Februar 2017 - 02:49

    Diese Frage ist uralt: wenn Gott gütig ist und Macht hat, warum lässt er dann auf der Erde soviel Böses zu? Gottesleugner sehen in dieser Frage die Grundlage ihres Unglaubens.

    Die Grundlage meiner Ungläubigkeit ist nicht alleine die Theodizee-Frage, sondern auch die sog. heiligen Texte, die einfach zuviel Schwachfug beinhalten. Ein weiterer Punkt ist, dass von 10 Pfarrern oder Priester 10 Auslegungsmeinungen kommen und damit das ganze Gebilde nur noch beliebig ist.

    Die ganze Beantwortungsorgie bezieht sich wieder einmal nur auf die Menschen, die diesem herbeifantasiertem Gott nicht folgen wollen.

    Ein großes Problem ist für Gott als Schöpfer die Freiheit des Menschen …

    Das dürfte doch dann ein hausgemachte und gewolltes Problem sein, da dieser Gott ja ALL-Fähigkeiten besitzen soll. Wer wissentlich etwas schafft (egal ob nun kreationistisch oder evolutionár begleitend), wo er bereits wei‘ dass es Scheiße wird, dieser „Schöpfer“ will die Scheiße um darin herumzuwühlen und ist in keinster Weies „liebend“.

    Er lässt es zu, …

    Das ist der gleiche Punkt wie 1., nur in einer anderen Erzählweise.

    Wir sollen durch das Böse lernen, gut zu sein, damit wir aus bösen Fehlern lernen. Manche Schicksalsschläge haben uns im Rückblick weitergebracht. Sonst wäre ich als ein Beispiel nicht Pastor geworden.

    Sag ich doch bereits oben, er will, lt. christlicher Vorstellung, in der Scheiße wühlen und sich aufgeielen. Apropos, aus guten Fehlern sollen wir nicht lernen? Wieso kommen da jetzt Schicksalsschläge, wenn es um Fehler geht? Und warum der Herr Pfarrer Pfarrer wurde ist kein gültiges Argument für die Allgemeinheit der Christen.

    Wir geben Gott gewöhnlich die Schuld im Grunde für eigene Fehlverhalten.

    Nö, mach ich nicht.

    Wir fragen, warum Gott die Klima-Katastrophe zulässt mit Dürre und Hunger in der heißen Ländern?

    Nö. mach ich ebenfalls nicht, da ich weiß, dass diese Veränderungen von uns beschleunigt werden, aber auch verbessert werden können, wie der Rückgang des Welthungers zeigt.

    In vielem sollten wir ums fragen, ob wir das Leid nicht selbst verursacht haben?

    Was bitte habe ich, oder auch andere Menschen, mit dem 2010 Erdbeben von 8.8 Mw zu tun? Was mit dem Tsunami, der zweimal ins Haus kam? Was mit der gerade überstandenen Feuerwalze, die auf unseren Ort zukam? ….

    Mann, Mann, Mann, der faselt da laufend von „boser Mensch“ und übersieht dabei seine christliche Vorgabe: Ein widerwärtiges Gottbild, dass genau diese Zustánde herbeiführte!

  8. #8 von stephancologne am 13. Februar 2017 - 09:03

    Welcher intelligente Designer würde Fleischfresser erschaffen, während die Alternative (Pflanzenfresser) doch problemlos möglich ist?

  9. #9 von Skydaddy am 13. Februar 2017 - 09:06

    @Willie:

    Das ist das Problem religiöser Logik: Wenn Gott gut und gerecht ist, die Welt aber schlecht, muss der Mensch schuld sein.

    Die Logik stimmt sogar – nur die Annahme eines guten Gottes ist falsch. Das macht es allerdings nur gefährlicher.

    Auf diese Weise kann William Lane Craig den Genozid an den Kanaanitern verharmlosen und Richard Swinburne dem Holocaust noch etwas Gutes abspekulieren.

  10. #10 von derNino am 13. Februar 2017 - 13:47

    Warum fragt sich eine Religiot überhaupt sowas?
    Soweit es diesen Gott wirklich gäbe, wäre er ja nicht nur Erschaffer des Bösen, sondern auch der Author der alttestamentarischen Gesetze, Erschaffer Satans und der Hölle.
    Der Typ steht auf BÖSE!

  11. #11 von wissenstattglaube am 13. Februar 2017 - 14:45

    zum Glück hat ja Gott einen bad cop, auf den er den ganzen Müll, für den er verantwortlich ist, abschieben kann. Trotz seiner Allmacht…

  12. #12 von Elvenpath am 13. Februar 2017 - 23:37

    Tja. Irgendwie ist der christliche Gott von einem nichtexistenten Gott nicht unterscheidbar.

    Dass Theodizee-Problem mag für einige Atheisten der ultimative Grund sein, an keinen Gott zu glauben, aber bei weitem nicht für alle.
    Für mich ist der beste Beweis, dass es keinen Gott gibt, der Fakt, dass es keinen Beweis für einen Gott gibt. Und dass viele biblische Behauptungen (Sünden werden bestraft etc.) in so krassem Widerspruch zur Wirklichkeit stehen.