Theologe: Ein anderer Atheismus

Nach dem lauten, aggressiven Atheismus, der als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 aufbrandete, wächst seit einiger Zeit ein leiser, nachdenklicher Atheismus bei einigen Intellektuellen der Gegenwart. Das beobachtet der Salzburger Theologe Gregor Maria Hoff.

Er beschreibt diese Entwicklung in seinem neuen Buch „Ein anderer Atheismus. Spiritualität ohne Gott?“ Beispiele für die Spiritualisierung des Atheismus, für eine „Mystik ohne Gott“ findet Hoff etwa in den Texten des Schriftstellers Martin Walser oder des Philosophen Bruno Latour. Die Grenzen zwischen Säkularem und Religiösem scheinen zu verschwimmen.

weiterlesen:

[http://www.drehpunktkultur.at/index.php/home-sp-1905016579/10533-braucht-es-gott-um-spirituell-zu-sein

 

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  1. #1 von Gerry am 10. Februar 2017 - 16:41

    Die versuchen sich den Rückgang ihres Einflusses schönzureden…

  2. #2 von manglaubtesnicht am 10. Februar 2017 - 16:43

    Martin Walser als frisch aufgekommener Vordenker des spirituellen Post-Neuen-Atheismus? Martin Walser ist 89 Jahre alt.

  3. #3 von Deus Ex Machina am 10. Februar 2017 - 17:56

    Nach dem lauten, aggressiven Atheismus, der als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 aufbrandete

    Ist das die theologische Beschreibung von einem Atheismus, der sich nicht im Hinterzimmer versteckt und den religiösen Schreihälsen auch mal öffentlich Kontra gibt?

    Die Grenzen zwischen Säkularem und Religiösem scheinen zu verschwimmen.

    Theologen beobachten ja noch das Blaue vom Himmel herunter, wenn der Tag lang ist.

    Die Zahl der Atheisten weltweit steigt. Immer weniger Menschen glauben an die Existenz eines Schöpfergottes.

    Der erste intelligente Satz!

    Hin zu einem nuancierterem Verhältnis zu religiösen Traditionen.

    Lesen diese Leute die Argumente ihrer Gegener eigentlich?

    Ausgangspunkt für diese Transformation, die langsam immer stärker Gestalt annimmt, sei laut Hoff ebenfalls das Jahr 2006. Damals erschien das Buch „Spiritualität ohne Gott“ vom bekennenden Atheisten André Comte-Sponville erscheint.

    –> Bitte wer soll das sein?

    Der französische Philosoph und Schriftstellter argumentiert darin zwar gegen die Existenz Gottes, findet aber viele Haltungen des Glaubens für das menschliche Zusammenleben unerlässlich („Woran glaubt ein Atheist“)“

    –> Redet er von GLauben oder Annahmen?

    überall zeige sich ein Atheismus, der die Ressourcen der Spiritualität neu entdeckt“, sagt Hoff.

    –> Definiere Spiritualität!

    Es folgt blabla, indem der Theologe offenabr mal wieder übersieht, dass der Atheismus keine Gemeinschaft mit Anführern ist, die die Regeln festlegen.
    Naja, da Theologie nur eine ABM ist, muss der Typ ja irgendwas in der Art schriftlich raushauen, sonst könnte man ihn ja für einen ganz gewöhnlichen Arbeitslosen, der Im Park zu den Tauben predigt halten.

  4. #4 von Rene am 10. Februar 2017 - 19:20

    Atheismus übersetzt: Ich gehe davon aus, das die Gottesidee Bullshit ist. Basta. Gilt auch für den Klapperstorch und alle ähnlichen Gestalten, mit denen wir seltsamerweise unsere Kinder verarschen.

    Nun versucht dieser Schlaumeier den Atheismus aufzudröseln und zu verästeln um ihn angreifbar zu machen. Die Methode ist bekannt und hat mittlerweile soooo einen (jesuitischen) Bart. Der Versuch ist verwerflich, oder wie der Bayer sagt, hinterfotzig. Mit Herrn Hoff möchte man daher nichts zu tun haben.

  5. #5 von Simone am 11. Februar 2017 - 09:02

    Dazu fällt mir der Ausspruch von David Silverman ein: „An aggressive atheist is an atheist with a mouth.“

  6. #6 von Friedensgrenze am 11. Februar 2017 - 10:17

    Spiritualität als Wunderwaffe. Lächerlich. Vielleicht habe ich bei ZDF info gestern zu lange die Filme zu Himmler, Heydrich und der SS gesehen. Auch da wurde vermittelt daß die christliche Religion Träger der Güte wäre, an der man sich besser orientieren könne. (sic)

  7. #7 von Noch ein Fragender am 11. Februar 2017 - 11:44

    Die Grenzen zwischen Säkularem und Religiösem scheinen zu verschwimmen.

    Da möchte wohl einer im Trüben fischen?

    Aus dem Zeitungsartikel kann ich nicht entnehmen, dass sich Hoff auch mit den atheistischen Spiritualitätskonzepten von Sam Harris und Thomas Metzinger auseinandergesetzt hat.

    Bei beiden ist säkulare Spiritualität gerade das Gegenteil von (Offenbarungs-)Religion:

    Nach Sam Harris beginnt die säkulare Spiritualität mit dem „Ende des Glaubens“ (The End of Faith: Religion, Terror, and the Future of Reason),

    Nach Metzinger ist das ethische Prinzip der intellektuellen Redlichkeit ein Sonderfall der spirituellen Einstellung, die das Gegenteil von Religion ist.

    Sam Harris, Waking Up: Searching for Spirituality Without Religion.

    Thomas Metzinger, Spiritualität und intellektuelle ‚Redlichkeit
    http://www.philosophie.uni-mainz.de/metzinger/Metzinger_Berlin_2010.pdf