Schwarze Liste: Was Katholiken nicht lesen sollten

Der wahre Glaube ist in Gefahr. Davon ist ein italienischer Verlag überzeugt und will Klarheit schaffen: mit einem „Wörterbuch des gefährlichen Denkens“. Das Buch behandelt Autoren, von denen aufrechte Katholiken besser die Finger lassen sollten. Der Verlag gehört zu einem Netz, das – unausgesprochen – in Opposition zu Papst Franziskus steht.

[http://www.deutschlandfunk.de/schwarze-liste-was-katholiken-nicht-lesen-sollten.886.de.html?dram:article_id=377948

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  1. #1 von user unknown am 6. Februar 2017 - 22:51

    Etwa 200 Autoren gilt es demnach zu meiden: Etwa die Schriftsteller Dario Fo, Virgina Woolf und Umberto Eco, den Politiker Mahatma Gandhi, die Denker Descartes, Hegel und Kant, den Dichter Leopardi, den Bürgerrechtler Martin Luther King und viele andere. Das „Wörterbuch des gefährlichen Denkens“ nimmt sich pro Kapitel einen dieser Autoren vor und versucht, dem Leser zu erklären, was an seinem Denken falsch ist und kirchlicher Lehre

    „Was an deren Denken falsch ist“, ist wohl gemeint.

    Besser nicht lesen! Das gilt auch für einige Autoren der katholischen Kirche. Wie etwa den brasilianischen Bischof und Theologen Hélder Camara, den Jesuiten und deutschen Theologen Karl Rahner, den italienischen Kardinal Carlo Maria Martini.

    Dazu kann man zweierlei festhalten. Erstens haben solche Bücher schon immer als Empfehlungsschreiben gedient dafür, was man auf jeden Fall lesen sollte.

    Und zweitens müssen die, die vor diesen Autoren warnen, die Texte ja selbst gelesen haben, führen also wieder einmal den performativen Selbstwiderspruch vor, Wasser zu predigen und Wein zu trinken.

    In einer freien, aufgeklärten Gesellschaft bleibt den Religionen nur sich selbst zu zerlegen. Wir wünschen viel Erfolg.

  2. #2 von Willie am 7. Februar 2017 - 01:47

    Als Erstes muss akzeptiert werden, dass Gott existiert.

    Zeigt doch sehr schön auf, wie die ihren Gott einschätzen. Mit ein bisschen lesen und denken verflüchtigt der sich, daher Finger weg von solchen Schriften. 😆

  3. #3 von Siegrun am 7. Februar 2017 - 08:25

    Verbotene Bücher…erinnert eindeutig an die Nazizeit und ist inakzeptabel.

  4. #4 von stephancologne am 7. Februar 2017 - 08:46

    Das wichtigste Buch fehlt aber – die Bibel von Cover zu Cover.
    Hat viele zu Atheisten gemacht, deren Verstand noch nicht völlig verdummbibelt war.

  5. #5 von deshan11 am 7. Februar 2017 - 08:49

    Wer behauptet, Gott existiere nicht, und trotzdem meint, über die Kirche sprechen zu müssen, nun, wie kann man solch eine Person ernst nehmen?

    Wer ohne ausreichende Beweise behauptet, Gott existiere, und seine Moralvorstellungen auf diesen, wahrscheinlich nicht existierenden, Gott zurückführt, wie kann man solch eine Person in moralischen Fragen ernst nehmen?

    Davon abgesehen, sollte der Verlag auch die Bibel in seine schwarze Liste aufnehmen. Denn „richtig gelesen, ist die die Bibel die stärkste Kraft für den Atheismus, die jemals erfunden wurde“ (Isaac Asimov). 🙂

  6. #6 von stephancologne am 7. Februar 2017 - 08:49

    @Sigrun:

    Am liebsten würden Sie diese Bücher wohl gerne verbrennen.

    Wäre ja nicht das erste mal, wo das Christentum oder eine andere totalitäre Ideologie Bücher verbrennt und Wissen „vernichtet“.