Keine Abtreibungen mehr in einer niedersächsischen Klinik

Die Ärzte eines Krankenhauses in Dannenberg (Niedersachsen) werden künftig keine Abtreibungen mehr vornehmen, die nicht medizinisch begründet sind. Ausnahmen gebe es nur im Fall einer Vergewaltigung oder wenn das Leben der Mutter gefährdet sei, sagte ein Sprecher der Capio-Elbe-Jeetzel-Klinik der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Grund für diesen Schritt sei die Ernennung von Thomas Börner zum neuen Chefarzt der Gynäkologie. Als bekennender Christ habe Börner aus ethischen Gründen noch nie eine Abtreibung durchgeführt und nun entschieden, dass auch die anderen Ärzte seiner Abteilung keine Schwangerschaftsabbrüche mehr vornehmen werden.

[http://www.idea.de/menschenrechte/detail/keine-abtreibungen-mehr-in-einer-niedersaechsischen-klinik-99803.html

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  1. #1 von Veria am 6. Februar 2017 - 22:29

    Dass er das nicht machen will, okay, aber es seiner ganzen Abteilung zu verbieten. Na sauber. Warum kommen nur immer wieder solche Leute in die Position, anderen das Leben signifikant schwerer zu machen?

  2. #2 von user unknown am 6. Februar 2017 - 22:59

    Dannenberg kannte man früher vor allem in der Kombination Lüchow-Dannenberg, weil dort ein radioaktives Endlager erkundet wurde. Hüttendorf, Tränengas, …

    Jetzt sind erste Strahlenschäden zu beobachten, wenn auch an nicht erwarteter Stelle. Christliche Leitkultur in Aktion.

    Atheisten sollten das Krankenhaus boykottieren und das Land Zuschüsse streichen, die Krankenkassen sollten auch keine Kosten mehr übernehmen. Die Kirche soll das aus der Kirchensteuer finanzieren und über Privatpatienten, die sich mit der Krankenhauspolitik identifizieren.

  3. #3 von m0ebius am 7. Februar 2017 - 00:10

    Klarer Fall von Kompetenzüberschreitung, würde ich sagen.

  4. #4 von manglaubtesnicht am 7. Februar 2017 - 01:02

    Versteh ich nicht so recht. Wenn er seinen Job nicht machen will, dann soll er sich doch einen anderen suchen.

  5. #5 von Willie am 7. Februar 2017 - 01:20

    Die Capio-Elbe-Jeetzel-Klinik gehört doch zu schwedischen Capio-Unternehmensgruppe und die dürfen jetzt religiöse Entscheidungen mittreffen?

    Die Capio Deutsche Klinik GmbH am deutschen Gesundheitsmarkt als privater Träger tätig.

    Laufen-Abtsee (Bayern): Capio Schlossklinik Abtsee
    Aschaffenburg (Bayern): Capio Hofgartenklinik
    Bad Bertrich (Rheinland-Pfalz): Capio Mosel-Eifel-Klinik Venenklinik Bad Bertrich
    Bad Brückenau (Bayern): Capio Franz von Prümmer Klinik
    Blaustein (Baden-Württemberg): Capio Blausteinklinik
    Büdingen (Hessen): Capio Mathilden-Hospital
    Dannenberg (Niedersachsen): Capio Elbe-Jeetzel-Klinik
    Hilden (Nordrhein-Westfalen): Capio Klinik im Park
    Otterndorf (Niedersachsen): Krankenhaus Land Hadeln
    Uhlstädt-Kirchhasel (Thüringen): Capio Klinik an der Weißenburg

    Dürfen wir dort in Zukunft ebenfalls soche Eingriffe in das Privatleben der Patientinnen erwarten?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Capio

  6. #6 von Elvenpath am 7. Februar 2017 - 01:59

    Sämtliche staatlichen Zuwendungen an dieses Krankenhaus streichen!

  7. #7 von Siegrun am 7. Februar 2017 - 08:23

    Müssen sich Kliniken nicht an die geltende Rechtslage halten????

  8. #8 von stephancologne am 7. Februar 2017 - 08:57

    @sigrun:

    Die entlassen auch Chefärzte, weil sie erneut Heiraten wollen oder lesbische Kindergärtnerinnen.
    Ein sehr klarer Verstoß gegen das Grundgesetzt und die UN-Menschenrechtscharta.

    Jeder andere Betrieb in Europa würde deswegen eine Klage an den Hals kriegen, die sich gewaschen hat.

  9. #9 von deradmiral am 7. Februar 2017 - 10:02

    Aus dem Kassenverbund rauswerfen. Öffentliche Mittel entziehen. Mal schauen, wie lange die dann noch weiter Frauen ins Elend treiben können.

  10. #10 von oheinfussel am 7. Februar 2017 - 13:54

    Ich stell mir gerade eine 12Jährige vor, die durch inzestuöse Vergewaltigung mit einem kaum lebensfähigen Fötus schwanger ist, der sie womöglich umbringen könnte. Diese Fälle mögen nicht die Mehrzahl sein, aber es gibt sie – und auch sie würden an dem Brett vorm Kopf dieses Typen scheitern. Empathie für menschliches Unglück brauchen Christen dieser Art zum Glück nicht, die haben ja ihr ausgeglichenes Seelenleben -.-

  11. #11 von Yeti am 7. Februar 2017 - 17:09

    @fussel:

    … nur im Fall einer Vergewaltigung …

    Ganz so sind sie ja nicht.

  12. #12 von oheinfussel am 7. Februar 2017 - 17:15

    @Yeti

    Hm
    Da frag ich mich doch – warum?
    Deutungshoheit über die Bäuche der Frauen bis zum Erbrechen erzwingen wollen – aber da ne Ausnahme machen?

    Empathie oder Kalkül, weil man ja dann doch nicht als Arschloch dastehen will, das ein Opfer zum Austragen eines gewaltsam gezeugten Kindes nötigen will?

  13. #13 von dezer.de am 7. Februar 2017 - 17:30

    Den Aufschrei möchte ich sehen, wenn ein veganer Oberarzt vorschreibt in der Kantine nur noch vegane Mahlzeiten zu servieren. Aus ideologischen Gründen anderen, die mit dieser Ideologie nichts zu tun haben, etwas zu verbieten oder vorzuschreiben darf nicht rechtens sein oder hingenommen werden. Ich hoffe die Abteilung stellt sich gegen diesen religiösen Spinner.